Spannende Unterhaltungstrends für die Quarantäne 

Die Quarantäne kann heute schneller kommen, als einem lieb ist. Hier gibt es einige Möglichkeiten wie man der Langeweile und dem heimischen Höhlenkoller entkommen kann. 

Beerpong – Spielregeln, Tipps & Tricks zum Partyspaß

Es gibt bereits eine ganze Reihe an Dingen, die aus den USA zu uns herübergekommen sind: Burger, Cola und Co. – und nun lässt sich diese Reihe mit einer weiteren Erfindung erweitern: Beerpong.

She who invites: Bayreuther Studenten entwickeln Horror-Game für den PC

Horror in Bayreuth! Bei der Mediennacht im Reichshof am Samstag stellen vier Bayreuther Studenten ihr eigenes Grusel-PC-Spiel vor. “Seit April arbeiten die vier am Game “She who invites”. Einen ersten Einblick ins Spiel gibt’s im Video über dem Text.

Im vergangenen Jahr haben Studenten der Uni Bayreuth außerdem das App-Game “reblob” entwickelt. 

Vom Gegner gejagt

“Bei ‘She who invites’ haben wir besonderen Wert darauf gelegt, dass es einen realistischen Look hat”, erklärt Entwicklerin Rose-Leonie Lachner. Keine leichte Aufgabe. Das Spiel ist für den PC via Unreal Engine 4 realisiert worden. Es gehe darum, aus einer Situation zu entkommen: “Der Gegner macht Jagd auf einen in der Unterwelt”, ergänzt die Studentin. Man könne Schleichen oder auch Klettern. Oft müsse man auch Rätsel lösen.

Szene aus dem Spiel “She who invites”. Foto: She who invites / Uni Bayreuth

Was nach der Mediennacht passiert

Die Macher des Spiels sind Ulrich Christian Merckens, Nika Andrzejewska, Rose-Leonie Lachner und Sebastian Kühn aus dem Studiengang Medienwissenschaft und Medienpraxis. “She who invites” entstand im Rahmen ihrer Abschlussarbeit. Im April startete das Projekt. Seitdem treffen sich die vier einmal pro Woche. Auch nach der Mediennacht wird noch weiter daran gefeilt, wie Nika Andrzejewska sagt. “Jeder hat sich in allen Bereichen der Entstehung mit eingebracht. Bei so einem umfangreichen Projekt geht das nicht anders”, erklärt sie.

Ein Game zu entwickeln ist ein schwieriger und kreativer Prozess. Man hat eigentlich jeden Tag ein Problem zu bewältigen, das einem vorher so noch nie begegnet ist. “She who invites” ist unser erstes größeres Projekt, über einen Game-Jam hinaus.

(Rose-Leonie Lachner, Studentin Medienwissenschaften & Medienpraxis)

Mediennacht im Reichshof am Wochenende

Bei der Mediennacht sind am Samstag, den 16. November ab 13 Uhr zwölf Games im Reichshof ausgestellt, darunter zum Beispiel Adventure-Games, 2D- und 3D-Plattformer oder VR-Games. Dazu kommen verschiedene Audio-Produktionen, die über QR-Codes abrufbar sind, wie Isabella Bigus, die Pressebeauftragte der Mediennacht, erklärt. Ab 19 Uhr beginne dann die Vorführung der elf Filme: Dokumentationen, Mystery, Dramen, Horror und Musikvideos sind dabei. Doch auch während dieser Zeit könne man im Foyer abends weiterhin die Games anspielen.

Auch interessant:

9 Tricks und Spiele bei Google: Spiegeln, Würfeln oder Pacman?

Die Suchmaschine Google hat ein paar Tricks und Spiele eingebaut, um das Suchen aufzupeppen oder die Langeweile in der Mittagspause erträglicher zu machen. Easter Eggs heißen die versteckten Funktionen von Google. Hier gibt es die 9 besten oder lustigsten Easter Eggs von Google.

Spiele bei Google

Was hilft gegen Langeweile? Richtig, kleine Spiele. Und sogar dafür hat Google die Antwort.

Google Pacman

Genau das muss in die Suchmaske von Google eingegeben werden. Dann kann am Smartphone oder am PC Pacman gezockt werden. Das Handy sollte quer gehalten werden, um die Spielfläche zu vergrößern.

Google Snake

Der Klassiker der ersten Handys: Snake. Mit der Eingabe von google Snake kann das Spiel gestartet werden. Die Aufmachung ist ein wenig moderner als der Klassiker, trotzdem kann man sich die Zeit gegen Langeweile mit der ein oder anderen Runde vertreiben.

Zerg rush

Moorhuhn ohne Hühner sondern mit roten und gelben O’s. bei der Eingabe von zerg rush in die Suchmaske fliegen bei Chrome-Nutzern bunte O’s durch den Bildschirm, die mithilfe der Maus abgeschossen werden müssen. Bei anderen Internetbrowsern muss ein extra Link geklickt werden.

Tricks von Google

Neben den Spielen kann Google noch mehr und hat versteckte kleine Tricks, Augenzwinkern und amüsante Gimmicks eingebaut.

Der Handschuh von Thanos

Ein bekannter und dennoch eindrucksvoller Trick von Google ist der Handschuh von Thanos – einer Figur aus dem Marvel Universum. Mit dem Schnippen seines Handschuhs löscht er die Hälfte der Bevölkerung aus. Und das macht auch Google. Tippt einfach auf den goldenen Handschuh und fühlt euch wie Thanos.

askew

Den Kollegen ärgern oder dem Spruch “Du schaust doch schief” wahr werden lassen? Dazu muss “askew” (ohne Anführungszeichen) in die Suchmaske eingegeben werden.

Do a barrel roll

Einmal um sich selbst herum dreht sich die Suchmaschine, wenn “do a barrell roll” in die Suchmaske eingegeben wird. Einfach mal ausprobieren.

Flip a Coin

Eine Entscheidung muss getroffen werden, aber keine Münze zur Hand? Dafür hat Google die Lösung. “Flip a coin”  (ohne Anführungszeichen) eintippen und schon erscheint eine Münze, mit der der Münzwurf simuliert wird.

Roll dice

Das Prinzip funktioniert wie beim Münzwurf: “roll dice” zeigt nur keine Münze, sondern einen Würfel an. Mit einem Klick oder einen Tipp auf den Würfel, geht es los.

Google Mirror

Ein Spiegelbild von Google erhalten Nutzer, wenn “google mirror” (ohne Anführungszeichen) in die Suchleiste getippt wird. Was dann passiert ist selbsterklärend: Man sieht alles spiegelverkehrt. Für Browser neben Chrome muss allerdings noch ein Link geklickt werden, damit Google sich spiegelt.

 

Halloween-Apps: Grusel-Spaß auf dem Sofa

Die Nacht der Geister, Zombies, Monster und Hexen steht kurz bevor: Am 31. Oktober ist Halloween. Wer nicht gerne von Haus zu Haus zieht, an fremden Türen klingelt und “Süßes oder Saures?” fragt, sondern lieber auf dem Sofa bleibt, auf eine ordentliche Portion Horror und Grusel aber nicht verzichten mag, sollte einmal durch diese Apps stöbern. Ob Zombie-Selfies, Geschichten zum Fürchten oder Spiele, die den Puls nach oben treiben, hier ist für jeden Halloween-Fan etwas dabei:

Zombiebooth 2: Werde zum Untoten

Foto: Zombiebooth 2

Schokoladenseite, adé! Bei dieser App geht es darum, so entstellt und gruslig wie möglich auszusehen. Das Beste dabei: Für das perfekte Grusel-Selfie muss niemand zum Schminkkoffer greifen. Blutunterlaufene Augen, vergammelte Zähne, faulendes Fleisch – die App erledigt das alles von selbst. Der Nutzer muss lediglich ein Portraitbild von sich hochladen und per Klick auswählen, in welche animierte Zombie-Fratze sich das eigene Gesicht verwandeln soll. Doch Vorsicht, der Zombie-Avatar ist ganz schön bissig, wenn man ihm zu nahe kommt.

Geschichten zum Gruseln

Screenshot: Gruselgeschichten

Im App-Store gibt es zahlreiche Apps mit Horror-Geschichten, bei denen sich dem Leser die Nackenhaare aufstellen. Zwei besondere gibt’s hier: Bei “Gruselgeschichten” kann nämlich jeder selbst in die Fußstapfen von Edgar Allan Poe, Stephen King und Co. steigen und selbst zum Meister-Autor des Horrors werden. Aus verschiedenen Kategorien kann jeder Nutzer das Thema wählen, das ihm Gänsehaut beschert. Dämonen, Gespenster, Hexen und Zauberer,  mystische Romane, Spukhäuser, Vampire, Werwölfe: Wer eine Geschichte zu Ende gelesen hat, kann diese auch bewerten oder mit anderen darüber diskutieren.

Screenshot: Hooked

Bei der App “Hooked – Chat Stories” fühlt sich der Leser so, als würde er heimlich Chat-Verläufe mitlesen, dunkle Geheimnisse erfahren und wird direkt in die Geschichte hineingezogen. In der kostenlosen Version werden allerdings keine Bilder angezeigt, die die Chat-Partner hin- und herschicken. Außerdem wird der Leser ab und zu gezwungen, eine kleine Pause einzulegen. Direkt weiterlesen könnte er nur dann, wenn er zahlt.

 

Klingeltöne zum Fürchten

Mit der App “Horror Klingelton” können Halloween-Freaks ihr Handy pimpen. Ruft der Partner, die Eltern oder die beste Freundin an, ertönt so statt dem üblichen Rufton die Melodie aus Stephen Kings “Es”, “Psycho” oder “A Nightmare on Elm Street”. Von den grusligen Tönen kann sich der Nutzer auch wecken lassen oder sie als Nachrichten-Ton einstellen.

Horror-Spiele für Gamer

Wer es sich am Halloween-Abend gerne zu Hause gemütlich machen und etwas zocken möchte, sollte das Spiel fürs Smartphone “Eyes – The Scary Horror Game Adventure” testen. Während der Spieler sich auf einen Trip an düstere Orte begibt, um übernatürliche Geheimnisse zu lüften, begegnen ihm Horror-Wesen und Grusel-Gestalten. Um den schrecklichen Orten und Monstern zu entkommen, muss der Spieler Rätsel lösen und verschiedene Aufgaben meistern. Schaurige Hintergrundmusik garantiert den ein oder anderen Schockmoment.

Screenshot Youtube/Sweet Baby Girl Halloween Fun

Die kleinen Halloween-Fans, die noch nicht zur großen Grusel-Party dürfen, können sich zum Beispiel bei dem Spiel “Sweet Baby Girl Halloween Fun” die Zeit vertreiben. Die Kleinsten können Kürbisse schnitzen und das Haus von Sweet Baby Girl für ihre Halloween-Sause dekorieren. Natürlich muss auch das passende Make-Up und Kostüm für die Gastgeberin gefunden werden, bevor die Party losgehen kann.

Bayreuths Videospiel an der Schoko wird vorgestellt.

Bayreuth ist ein Videospiel: Zwischen Realität und Smartphone

In Bayreuth landet ein Ufo. Über der Schokofabrik in Bayreuth hat das Ufo einen mysteriösen Energieschild gespannt. Das Videospiel “gameON2025” ist fertig. Am 28. Oktober ist das Computerspiel zum ersten Mal gespielt worden. Und ab heute (28.10.2019) ist das Spiel gamesON2025 kostenlos über Android und Apple für den Download bereit.

Bayreuth im Videospiel

Die Spieler haben die Aufgabe einen Erkundungstrupp zu suchen, der innerhalb des Energieschilds der Aliens verschwunden ist. Außerdem müssen die Gamer die Aliens unter die Lupe nehmen. “Das Schicksal der Menschen liegt in Ihren Händen”, beendet das Einführungsvideo die Sequenz. Dann geht es los an der Schoko in Bayreuth.

“gameON2025” ist ein “local based game”. Das heißt: Bayreuth ist die Location des gesamten Spiels. Denn die Umgebung der Spieler wird zum Ort des virtuellen Geschehens. Das App-Game sollte an den Orten spielen, an denen sich die Jugendlichen aufhalten, erklärt Marion Schneider vom Verein “wundersam anders”, der das Spiel in Bayreuth initiiert hatte.

Schoko Bayreuth als Zentrum des Spiels

Auch deshalb spielt das gesamte Spiel in Bayreuth an der Schoko. Außerdem ist es einfacher die verschiedenen Hinweise unterzubringen und zu verstecken, sagt einer der Spielentwickler, Damian Rothammel. Denn es wird nicht nur auf Smartphone, Tablet und Co. gespielt. Es müssen in der realen Welt Gegenstände und QR-Codes gefunden werden.

Der Spieler läuft und spielt sich von QR-Code zu QR-Code. Dabei müssen die Codes gefunden werden, Rätsel gelöst und Verstecke entdeckt werden. Die Entwickler bezeichnen das Videospiel deshalb als eine Art Schnitzeljagd. Dabei wird immer mit der App und in der realen Welt gespielt.

Ungefähr 60 Minuten dauert das Spiel, das mit Rätseln – ähnlich wie in Escape-Rooms – gespickt ist. Das Spiel ist zu den Öffnungszeiten der Schoko spielbar, da das Gelände betreten werden muss.

Videospiel in Bayreuth: Erweiterung angedacht

Die Spielinhalte, Rätsel und Orte sind alle in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen entstanden, erklärt Marion Schneider. Dabei waren natürlich nicht nur Orte an der Schoko, sondern auch in ganz Bayreuth verteilt. Eine Erweiterung des Spiels ist in den Hinterköpfen der Verantwortlichen verwurzelt.

Ein Ufo über der Schoko: Bayreuths eigenes Videospiel erscheint!

Das „gameON2025“-Spiel für Bayreuth ist fertig! Es wird am Montag, den 28. Oktober, ab 17 Uhr, in der Schokofabrik, vorgestellt. Dabei bekommen Interessierte auch die Möglichkeit, drauf los zu zocken!

Darum geht es in dem Spiel

Die Aufgabe: Ein UFO ist auf der Erde gelandet und hat über der Bayreuther Schokofabrik einen mysteriösen Energieschild gespannt. Ein erstes Erkundungsteam ist bereits hinter diesem verschwunden. Die Spieler haben nun die Aufgabe herauszufinden, was mit diesem Trupp geschehen ist. Daneben sollen natürlich auch die Aliens genauer unter die Lupe genommen werden. Für das komplette Durchspielen dieses Spiels werden ungefähr 60 Minuten benötigt.

Das Projektteam steht bei der offiziellen Vorstellung am 28. Oktober für alle Fragen zur Verfügung.

Mehr zu gameON2025

Seit Januar dieses Jahres findet in Nürnberg und der Europäischen Metropolregion das „local based game”-Projekt „gameON2025“ statt. Mit am Start sind die Städte Bamberg, Bayreuth, Erlangen, Fürth, Nürnberg, Schwabach und der Landkreis Roth.

An jedem dieser Orte haben Jugendliche und junge Erwachsene gemeinsam als Gruppe ein digitales Spiel für ihre Stadt oder ihre Region gebaut. Ein „local based game” funktioniert ortsbasiert, das heißt, die Spielkulisse ist die eigene Umgebung der Spieler. Mittels einer App können die User Aufgaben und Rätsel zu selbst gewählten Orten entwickeln.

Entwicklung

Für Bayreuth übernahm der Verein wundersam anders e.V. in Kooperation mit dem Verein Schoko e.V. die Entwicklung dieses Spiels.

Marco Marino

Wundersam anders: Dieser Verein entwickelt Exit-Games weltweit

Spielen macht Spaß, verbindet Kulturen und bildet. Genau das ist der Ansatz des Vereins “wundersam anders”. Mit seinen Exit-Games rennt der Verein Türen ein. Nicht nur bei den Kindern und Jugendlichen in Bayreuth, sondern auf der ganzen Welt.

Marco Marino, Vorsitzender des Vereins, gibt die Idee und die Baupläne für die Exit-Rooms mittlerweile an andere Einrichtungen weiter. Erst kürzlich war der Bayreuther in Casablanca. Während eines Workshops hat er Bibliotheken aus dem Nahen Osten und Südafrika sein Konzept vorgestellt, um Jugendlichen einen modernen Zugang zu den Bildungseinrichtungen, mit ziemlich verstaubtem Image, zu ermöglichen. Der Verein gilt als Pionier auf dem Gebiet, Escape-Spiele, die bilden, zu schaffen. Was die Exit-Rooms aus Bayreuth so besonders macht? Mehr dazu im Video-Interview mit Marco Marino über dem Text. 

Impressionen aus der Werkstatt des Vereins

 
 
 
 

Der Mehrwert: Ein starker Bildungseffekt

Bereits 2017 bauten Marco Marino und seine Mitstreiter sowie Kooperationspartner den ersten Exit-Room: den Prototypen “Rettungskapsel 14 C”. Rund 2.000 Stunden Arbeit stecken darin – von der Idee bis zum fertigen Spiel.

Inzwischen gibt es fünf weitere fertige, mobile Spiele. Fünf sind in Arbeit. Am Entstehungsprozess sind stets Kinder und Jugendliche beteiligt. Auch das bildet. Die fleißigen Tüftler setzen sich mit Technik auseinander, arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und können kreativ werden.

Marino und sein Team legen viel Wert darauf, mit ihren Exit-Games Inhalte zu transportieren – von Anfang an – und nicht nur den Spielenden einen Mehrwert zu liefern. “Der Bildungseffekt dabei ist unheimlich stark”, sagt der Vorsitzende. Denn: “Beim Spielen lernt man am Besten.” Deshalb kooperiert “wundersam anders” zum Beispiel auch mit Schulen. Zusammen mit den Schülern eines P-Seminars des Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasiums, konzipierte der Verein das Exit-Spiel “Macht Mut”. Jugendliche des Gymnasiums Christian-Ernestinum widmeten sich dem Thema “Humboldt”.

Die Spielregeln

Das Prinzip der Exit-Rooms ist einfach: Eine Gruppe Spielender löst gemeinsam mehrere Rätsel. Dabei lernen sie nicht nur etwas zu einem bestimmten Thema, wie zur Markgräfin Wilhelmine oder zur Wahl, sondern auch über ihre persönlichen Stärken und Schwächen. Die Spiele eignen sich auch für Erwachsene: als Teambildungs-Maßnahme.

Bei manchen Exit-Rooms rätseln die Spieler gegen die Zeit, bei anderen gegen ein anderes Team.

“Jeder soll an seine Grenzen kommen, aber nicht überfordert sein oder mit dem Gefühl rausgehen, nichts geschafft zu haben.”

(Marco Marino, Vorsitzender des Vereins “wundersam anders”)

Auch daran haben die Entwickler gedacht. Die Rätsel sind also für alle lösbar.

Viele neue Spiele: So war der Global Game Jam 2019

Der Global Game Jam 2019 ist vorbei. Rund um die Welt wurden innerhalb von 48 Stunden hunderte kleine Spiele entwickelt, mit interessanten Ideen experimentiert und die Grenzen des Mediums ausgetestet. Unser Mitarbeiter Tobias Eichhorn war für das bt dabei. Hier sein Bericht:

Jeder Game Jam fängt mit der Bekanntgabe des Themas an, zu dem gejammt wird. Dieses Jahr wurde die Thematik in Form einer Fragestellung bekannt gegeben: What means home to you? Oder eben: Was bedeutet Heimat für dich? Weitere Einschränkungen werden den Teilnehmern nicht auferlegt. Außer natürlich, dass das Spiel zu einer festen Deadline auf der offiziellen Global Game Jam Internetseite hochgeladen werden muss.

2018 wurden 8600 Spiele entwickelt

Der Vorteil: Jeder kann die Spiele ausprobieren. Bloß die Übersicht geht schnell verloren. Letztes Jahr wurden über 8600 Spiele entwickelt. Dazu zählen nicht nur Computer- und Virtual Reality Spiele, sondern auch ganz analoge Brett- und Kartenspiele oder Experimente, bei denen beides vermischt wird.

Ein Spiel ohne Sprache

Wer will kann sich darüber hinaus entscheiden einen der so genannten diversifier einzubauen. Das sind bestimmte Vorgaben, die auf freiwilliger Basis in das eigene Spiel mit aufgenommen werden können. Zum Beispiel, dass neben what means home to you auch das letztjährige Thema Transmission im Spiel berücksichtigt wird. Oder ein Spiel, das komplett unabhängig von Sprache funktioniert und so theoretisch überall auf der Welt gleichermaßen gespielt werden kann. Genügend Futter also, um eine Menge spannender Spiele zu entwickeln.

Foto: Tobias Eichhorn

100 Teilnehmer in Bayreuth

Auch dieses Jahr war Bayreuth einer der Standorte. An der Universität in den Gebäuden der Medienwissenschaft und der Informatik jammten über das ganze Wochenende mehr als 100 motivierter Teilnehmer. Viele davon kamen aus der Region, aber einige Begeisterte reisten sogar aus Berlin an. Die Gäste entwickelten ein großartig anzusehendes Computerspiel, bei dem alle Grafiken, komplett mit Stift und Papier, zwar eher notgedrungen, entstanden sind, da ein benötigtes Kabel vergessen wurde.

Als Roboter auf den Mars

Ebenfalls erinnerungswürdig war die Präsentation des Spiels “BRTA Come Home”, in dem ein Spieler einen “echten” Roboter bei der Erkundung des Mars spielt. Mit einem Lenkrad wird das fahrbare Vehikel gesteuert. Ein anderer Spieler kann die Umgebung mit kleinen Kärtchen gestalten, die das Gefährt über eine Kamera auslesen kann. Auf einem Bildschirm wird so die reale Umgebung gefilmt und bei Kontakt mit den Kärtchen werden verschiedene Aktionen ausgelöst. Mal kommt es zu einer Störung der Systeme und das Bild verschwimmt oder es werden handgezeichnete Zwischensequenzen gezeigt, die eine kleine Geschichte erzählen.

Foto: Tobias Eichhorn

Fuchs und Bär müssen gemeinsam überleben

Sonntag Abend wurden alle 23 Spiele der Bayreuther Teams kurz vorgestellt. Dabei wurde die Thematik teils sehr unterschiedlich umgesetzt. Im Spiel “Bear and Fox Need a Home” muss z.B. zusammen an einer Tastatur gespielt werden. Es wird, wie schon zu erahnen ist, ein Bär und ein Fuchs gespielt. Beide haben andere Bedürfnisse und andere Fähigkeiten und müssen gemeinsam in der Wildnis überleben. Entfernen sich beide zu sehr voneinander nagt das am Wohlbefinden. Heimat kann eben auch nur die Nähe zu der eigenen Familie oder Freunden sein.

Rätsel lösen mit Motte und Licht

In “Stray” dreht sich hingegen alles um eine Motte und ihr Bedürfnis nach Licht. Sobald die Motte in die Dunkelheit gesteuert wird, verliert sie an Lebensenergie und vergeht schlussendlich komplett, sollte sie nicht zurück “nach Hause” zu ihrer eigenen Lichtkugel kommen. Diese Kugel kann wiederum mitgenommen werden. Mit dieser Mechanik müssen in der Welt Rätsel gelöst werden.

Nach einem anstrengenden Wochenende, teilweise wurde sogar die ganze Nacht durchgearbeitet, durfte sich hier wieder etwas entspannt werden. Mit großem Interesse verfolgten alle Teilnehmer die anderen Projekte und sicherlich dürfte der Jam die nächsten Tage noch genug Gesprächsmaterial liefern.

Hier gibt’s die Spiele zum Download

Interessierte können sich die alle Projekte auf der offiziellen Global Game Jam Seite herunterladen und ausprobieren.

Neben dem Global Game Jam gibt es an der Universität noch diverse andere Game Jam Veranstaltungen. Erst Ende letzten Jahres gab es den Franken Game Jam, der neben Würzburg eben auch in Bayreuth ebenfalls in den Räumlichkeiten der Universität stattfand. Der Link dazu: http://frankengamejam.de/

 

Game Jam

Jetzt anmelden für den Game Jam an der Uni

In einer Woche steigt an der Uni Bayreuth der Global Game Jam. Was das ist und wer mitmachen kann erklären wir hier.

Das ist ein Game Jam

Innerhalb von meistens ein bis drei Tagen muss hier ein Spiel entwickelt werden. Von der Planung, über die Erstellung von Grafiken, das Aufnehmen der Musik und die Programmierung werden hier alle nötigen Schritte im kleinen Rahmen gemacht. In kleinen Gruppen wird zu einem vorgegebenen Thema einfach losgelegt. Die fertigen Spiele sind klein, glänzen dafür aber häufig mit innovativen Ideen. Einige Game Jam-Spiele werden später sogar weiterentwickelt und verkauft. 2016 kam mit Superhot ein ehemaliges Game Jam-Projekt auf den Markt, in dem die Zeitmanipulation die zündende Idee war. Superhot wurde mit mehr als 230.000 Dollar auf der Crowdfunding Plattform Kickstarter, von über 10.000 Unterstützern finanziert. Bei einem Game Jam können also aus guten Ideen, große Projekte werden.

Darum global

Die Teilnehmer des Global Game Jam haben es sich zur Aufgabe gemacht, an einem festen Termin überall auf der Welt gleichzeitig Jams zu veranstalten, also Treffen, bei denen gemeinsam getüftelt wird. Letztes Jahr gab es in über 100 Ländern mehr als 40.000 Teilnehmer. 

Das hat Bayreuth damit zu tun

Die Studiengänge Medienwissenschaft und Informatik der Universität Bayreuth sowie das Betriebswirtschaftliches Forschungszentrum für Fragen der Mittelständischen Wirtschaft (BF/M) sind auch dieses Jahr wieder vertreten. Die Medienwissenschaftler stellen die Räume zur Verfügung.

Nicht nur für Computer-Freaks

Vom 25. bis zum 27. Januar können so alle Spielebegeisterten selbst Hand anlegen. Die technische Ausstattung sowie Verpflegung werden gestellt. Wer technisch nicht so affin ist, kann auch ein Brett- oder Kartenspiel entwickeln. Nach getaner Arbeit präsentieren alle Gruppen ihre fertigen Projekte.

So kann man mitmachen

Neugierig geworden? Erst Ende letzten Jahres bewiesen vier Studenten der Uni Bayreuth, dass es nicht gleich tausende Dollar Budget braucht um eine Game Jam Idee weiter zu entwickeln. Ihr Spiel Reblob ist mittlerweile im Google Play Store für Android Geräte erhältlich. Einen Bericht des bt dazu findet ihr hier.

Interessierte können sich noch bis Samstag, 19. Januar online anmelden. Die Anmeldung und weitere Informationen sind unter https://gamejam.uni-bayreuth.de/ verfügbar. Vorwissen ist nicht notwendig.


Text: Tobias Eichhorn