Kosmetikeinkauf leicht gemacht – Smarte Hilfe für Allergiker

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Egal ob Rötungen oder Juckreiz – Allergien sind meist sehr unangenehm. Dank einer Verbraucher-App kann man nun bei Kosmetikprodukten schnell die Inhaltsstoffe erkennen. 

Stilsicher und komfortabel – Schuhtrends der Sommer-Saison 2020

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Rieker präsentiert die neusten Schuhtrends für den Sommer 2020 – modisch und gleichzeitig komfortabel dank Antistress-Eigenschaften. 

Rotmain-Center Bayreuth: Halten sich die Besucher an die Hygieneregeln?

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Aufgrund der Corona-Pandemie gelten derzeit im Rotmain-Center Bayreuth besondere Regeln, wie das Tragen einer Mund-Nasen-Maske und dem Einhalten des Mindestabstands von 1,5 Metern.

Bayreuther Innenstadt und Rotmaincenter: Shopping bis in die Nacht

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Am 2. Adventssamstag haben die Bayreuther Gelegenheit bis 23 Uhr einkaufen zu gehen. Beim Late Night Shopping im Rotmaincenter und in der Innenstadt.

Hamsterbacke: Renovierung und erste Produkte im Unverpackt-Laden

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Seit 1. November ist der Verein Hamsterbacke in die Räume eines früheren Orthopädie-Geschäfts am Hohenzollernring eingezogen. Dort soll Bayreuths erster Unverpackt-Laden entstehen. Am Samstag haben die Mitglieder gemeinsam Pläne für die anstehende Renovierung geschmiedet. Eindrücke von den Räumen gibt’s im Video.

Früher als erwartet

Im Juni gründete sich der Verein Hamsterbacke e.V. mit 93 Mitgliedern. Damals ging man davon aus, dass mindestens 413 Mitglieder nötig sind, um den Laden eröffnen zu können. Doch viele der Mitglieder zahlten freiwillig mehr ein, als den nötigen Mitgliedsbeitrag von 5 Euro, wie Vorstand Michael Cormann erklärt. Deswegen könne der Laden früher, als erwartet, realisiert werden.

Der Plan: Eröffnung Anfang 2020

Von knapp 400 Mitgliedern sind knapp 40 in den verschiedenen Arbeitskreisen aktiv, um die Umsetzung voran zu treiben. Es werden aber noch mehr helfende Hände benötigt. “Wir haben schon Wände herausgerissen und geplant wie die Räume genutzt werden sollen”, sagt Susanne Dobelke vom AK Laden. Doch in den kommenden Wochen steht noch vieles an: “Wir planen gerade welche Handwerker wir brauchen und, welche Dinge wir selbst angehen können”, erklärt sie. Wenn alles gut laufe, plane man den Unverpackt-Laden Anfang 2020 eröffnen zu können, ergänzt Julia Marx.

Einige der aktiven Mitglieder des Vereins Hamsterbacke in den neuen Räumen. Foto: Carolin Richter

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Was an Ausstattung benötigt wird

Man habe sich bei anderen Unverpackt-Läden umgeschaut und inspiriert, sagt Susanne Dobelke. Jetzt wird zum Beispiel abgestimmt, welche Behältnisse zum Einsatz kommen. Bei der Ladenausstattung wird noch Einiges benötigt: Angefangen von Sitzgelegenheiten und Tischen, über eine Küchenzeile, bis hin zu Regalen, Gläsern oder Körben. Jedes Mitglied kann sich in eine Liste eintragen, wenn man etwas davon beisteuern kann oder Rat weiß.

Handwerker gesucht

In den kommenden Wochen sind vor allem die Leute wichtig, die mit anpacken können. Zum Beispiel muss ein neuer Fußboden verlegt, Regale gebaut und ein Lager angelegt werden. Außerdem bekommen die Wände einen neuen Anstrich, Türen werden restauriert und eine Küche wird eingebaut.

Was es im Laden zu kaufen geben soll

Ein Teil des Erstsortiments, haben die Hamsterbacke-Mitglieder an der Wand festgehalten. Foto: Redaktion

Der AK Produzentinnen hat sich mit der Frage beschäftigt, was es zu kaufen geben soll. “Wir fangen mit Lebensmitteln wie Getreide, Hülsenfrüchten, Nüssen, Nudeln, Kaffee und Kakao an. Aber auch Haushaltsprodukte, wie Waschmittel oder Spülmittel soll es geben”, sagt Julia Marx.

Obst und Gemüse folgen

Wenn sich alles gut eingespielt hat, käme in den Monaten nach der Eröffnung voraussichtlich auch frisches Obst, Gemüse oder Käse mit dazu. Bisher haben die Mitglieder des AK Produzentinnen bereits neue Kontakte zu regionalen Partnern geknüpft. Teilweise persönlich, auf Veranstaltungen oder via Telefon.

Blick vom Unverpackt-Laden auf den Hohenzollernring. Foto: Redaktion

Offen für neue Produktvorschläge

“Man kann uns gerne immer wieder Produktvorschläge schicken, die wir dann prüfen”, ergänzt sie. Der Standard: Alle Lebensmittel für den Unverpackt-Laden sollen ökologisch angebaut und aus der Region sein. “Sie müssen allerdings nicht unbedingt das Biosiegel tragen. So möchten wir auch kleinere Partner unterstützen, die sich das Siegel vielleicht nicht leisten können”, sagt sie. Außerdem seien auch lokale Hersteller von Interesse, die etwas Außergewöhnliches anbieten.

Hotspot Sophienstraße: Diese Bayreuther Läden verkaufen faire Produkte

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Der Landkreis Bayreuth hat das Fairtrade-Siegel bereits, doch auch auch die Stadt Bayreuth hätte das Potential dazu, das Siegel zu bekommen. In vielen Läden werden fair gehandelte Produkte verkauft. Von der Bambus-Zahnbürste über Kleidung bis zu Genussmitteln wie Kaffee und Kakao bekommt man in Bayreuth vieles für den täglichen Bedarf mit dem Siegel.

Fair einkaufen in der Sophienstraße

Die Sophienstraße ist die Anlaufstelle Nummer eins, will man Produkte aus fairem Handel in Bayreuth einkaufen. Dort gibt es fünf Geschäfte, die Fairtrade-Waren im Angebot haben. Im Lemontree gibt es vor allem vegane Kleidung, aber auch Accessoires, die fair gehandelt und unter ethischen Gesichtspunkten produziert werden. Auch im Freudenherz kann man sich fair einkleiden und sogar, ebenso wie im Café Kraftraum, vegan essen und trinken – mit Kaffee und Kakao mit dem Fairtrade-Siegel. Auch in der Sophienstraße findet man den Naturgarten, das Fachgeschäft für Naturkost, und das Balun, ein Kinderladen, indem Nachhaltigkeit und faire Produktion im Vordergrund stehen.

Alles fair im Weltladen

Außer den Läden in der Sophienstraße, verkauft auch der Weltladen nur Produkte aus fairem Handel – ob Taschen, Schokolade, Kaffee oder Gewürze. Und selbst in Supermärkten und Drogerien findet man mittlerweile Waren, bei denen das Wohl der Arbeiter in den Herkunftsländern im Fokus liegt.

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Silvia Schultes erklärt beim fairen Stadtrundgang wie Kakaobohnen angebaut werden. Foto: Magdalena Dziajlo

Das Fairtrade-Siegel

Denn darum geht es bei dem Siegel in erster Linie: “Das Siegel ist vor allem ein soziales Siegel”, erklärt Silvia Schultes, Bildungsreferentin des Weltladens Bayreuth, beim fairen Spaziergang durch die Stadt. Menschliche Werte, die man nicht messen kann, wie Wohlbefinden und Glück seien die wichtigsten Punkte des fairen Handels. Das Siegel garantiere gute Arbeitsbedingungen, ein gesichertes Einkommen und fördere demokratische Strukturen und ein Mitspracherecht der Händler und Arbeiter. Im Gegensatz dazu sei das Bio-Siegel nur auf die Produkte bezogen, die verarbeitet werden.

Faitrade-Bananen sind immer auch Bio-Bananen, Bio-Bananen sind aber nicht automatisch aus fairem Handel.

(Silvia Schultes, Bildungsreferentin des Weltladens)

Faire Schokolade

Silvia Schultes gibt ein Beispiel: Nimmt man eine Tafel Schokolade mit 100 Gramm aus dem konventionellen Handel, bekommt der Kakaobauer gerade einmal 6,6 Prozent vom Gesamtpreis. Das sind bei einem Preis einer Tafel von einem Euro lediglich sieben Cent. Den Löwenanteil bekommen die Supermärkte und die Erzeuger mit 44,2 beziehungsweise 35,2 Prozent.

Bei Fairtrade-Schokolade gehen zwischen zwölf und 25 Prozent an den Kakaobauern, je nach Kakaoanteil in der Schokolade.

(Silvia Schultes)

So fair kaufen die Deutschen ein

Gerade einmal 20,50 Euro gibt eine Person pro Jahr für faire Produkte aus. Wenn fair eingekauft wird, dann vor allem Kaffee. Sein Marktanteil bei fair gehandelten Produkten liege bei 34 Prozent, der für Kakao bei acht, erklärt Silvia Schultes. Und wie sieht es mit Kleidung aus? Rund 70 Kleidungsstücke kauft eine Person im Jahr, dafür gibt sie 108 Euro aus. “Neun Kilogramm davon landen jedes Jahr einfach im Müll”, sagt die Bildungsreferentin. Deshalb würde sie sich wünschen, dass Bayreuth noch mehr Wert auf fairen Handeln legen würde und Fairtrade-Stadt werden würde.

Hamsterbacke: Erster Unverpackt-Laden in Bayreuth öffnet

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Getreide aus dem Holzbehälter wie Bier in ein mitgebrachtes Gefäß zapfen und Milchprodukte, Obst und Gemüse plastikfrei einkaufen, soll schon bald auch in Bayreuth möglich sein.

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Eine Gruppe engagierter Bayreuther will einen Unverpackt-Laden öffnen – und zwar noch in diesem Jahr. Simon Pöschl-Kehry und seine Frau Laura Kehry brachten die Idee mit nach Bayreuth. Mit ihren Mitstreitern gründen sie den Verein Hamsterbacke, sodass aus der Vision schnell Realität wird.

Wir wollen ein Zeichen setzen gegen die Alternativlosigkeit von zunehmend aufwendig verpackten Lebensmitteln. Wir wollen es auch in Bayreuth selbstverständlich machen, möglichst unverpackt einkaufen zu können.

(Von der Homepage des Vereins Hamsterbacke)

Dazu arbeitet der Verein mit dem Transitionhaus zusammen. Das Bayreuther Transitionhaus ist derzeit noch immer auf der Suche nach einer neuen Bleibe, ebenso wie Simon Pöschl-Kehry und seine Mitstreiter für ihren Laden. “Am liebsten wäre uns eine gemeinsame Lösung: das Café des Transitionhauses und unser Laden unter einem Dach”, sagt der Initiator.

Das Konzept

“Wir wollen hauptsächlich lagerbare Trockenprodukte wie Getreide, Nudeln und Hülsenfrüchte verkaufen”, sagt Pöschl-Kehry. Aber auch Milchprodukte und Gemüse sollen zum Sortiment gehören. Der Verein will so viele Produkte wie möglich von Bauern aus Bayreuth und Umgebung beziehen. Nach der Gründung der Hamsterbacke wollen die Mitglieder verstärkt nach Erzeugern suchen, mit denen sie zusammenarbeiten können. Ganz nach dem Prinzip: So nah wie möglich.

Wenn man mal den Weg nachvollzieht, bis das Essen vom Produzenten auf dem Teller landet, wird einem echt schwindlig.

(Simon Pöschl-Kehry, Verein Hamsterbacke)

Ihre Behälter zum Abfüllen müssen die Kunden selbst mitbringen – egal ob Stofftaschen, Einmachgläser oder Tupperdosen. “Für die Laufkundschaft planen wir, zusätzlich Behälter im Laden anzubieten.” Welche das sein werden, ist noch unklar. Sicher ist aber, dass es keine Plastiktüten, sondern nur wiederverwendbare Gefäße und Taschen geben wird.

Die Finanzierung

Der Laden soll sich über die Mitgliederbeiträge finanzieren und ist nicht gewinnorientiert, lediglich die Kosten will der Verein mit den Einnahmen decken. “Darin unterscheiden wir uns von einem herkömmlichen Bioladen”, Simon Pösch-Kehry.


Die Gründungsveranstaltung des Vereins Hamsterbacke findet am 20. Juni um 18 Uhr im Iwalewahaus statt.

Studie: So bewerten Passanten Rotmain-Center & Innenstadt

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Sauber, sicher und sehenswürdig: Das ist Bayreuth. So beurteilen jedenfalls die Befragten einer aktuellen Studie die Stadt. Bayreuth schneidet in Sachen Attraktivität mit der Note 2,4 ab. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Denn Bayreuth liegt damit knapp über dem Durchschnitt der insgesamt 116 bewerteten Städte in Deutschland.

Unter dem Motto “Wir im Quartier” findet am kommenden Samstag bundesweit der “Tag der Städtebauförderung” statt. Zu diesem Anlass referiert Professor Rolf Monheim von der Uni Bayreuth im RW21 zum Thema “Historischer Haupteinkaufsbereich und Rotmain-Center im Licht der Besucher”. Darin stellt er die Ergebnisse der Befragung vor, die im Rotmain-Center und der Innenstadt durchgeführt wurde.

Diese Befragung ist im vergangenen Jahr in 116 deutschen Städten getätigt worden. Sie ermöglicht es, Trends zu erkennen und das Einkaufsverhalten der Besucher transparent zu machen. Im Folgenden erhalten Sie erste Ergebnisse der Befragung:

Eine optimale Ergänzung

Zusammenfassend kann man sagen, dass sich das Rotmain-Center und der Einkaufsbereich in der Innenstadt gut ergänzen. Etwa jeder Zweite, der im Rotmain-Center shoppt, kauft zusätzlich in der Innenstadt ein. Von den Besuchern, die direkt in die Innenstadt gehen, kauft wiederum jeder Dritte zusätzlich im Center ein.

Rotmaincenter

Foto: Carolin Richter

Doch im Rotmain-Center sind nicht nur Bayreuther unterwegs. Etwas mehr als die Hälfte kommt von außerhalb. In den vergangenen zwei Jahren ist die Anzahl der Auswärtigen, die im Center shoppen, deutlich gestiegen. Der Tourismus wird damit ebenso angekurbelt.

Raum zum Verweilen

Das Center gibt es seit 1997. Täglich sind darin insgesamt ca. 22.000 Besucher unterwegs, an verkaufsoffenen Sonntagen sogar mehr als doppelt so viele, so Center Managerin Isabel Belka. Auf zwei Etagen findet man insgesamt 80 Geschäfte, Restaurants und Cafés. “Wir legen immer Mehr Wert auf Aktionen im Center. Sie sollen die Besucher zum Verweilen und Bummeln anregen. Neben dem Shopping können die Gäste so auch etwas erleben”, sagt sie. Zudem würde das Center viel Wert auf einen ausgewogenen Branchenmix legen. Alle zehn Jahre wird geschaut, wo die Nachfrage gerade groß ist und so neue Marken und Shops ins Center geholt. Vor zwei Jahren, zum 20-jährigen Jubiläum des Centers, kamen zum Beispiel die Geschäfte Rituals, Mango oder comixart neu im Center dazu, so Belka.

Parkhausbrücke-Rotmaincenter

Foto: Carolin Richter

Durch den hohen Anteil an auswärtigen Gästen, kommt durchschnittlich knapp die Hälfte der Besucher mit dem Auto zum Center. Für sie stehen 1.200 Parkplätze in der Tiefgarage und im Parkhaus nebenan zur Verfügung, das durch eine Brücke mit dem Rotmain-Center verbunden ist.

Bayreuth? Durchaus attraktiv.

Bayreuth erhält für die Gesamtattraktivität eine Note von 2,4 bei den Befragten und liegt damit knapp über dem Gesamtdurchschnitt der 116 Städte. Im Rahmen der Städtequalität wurden in Bayreuth vor allem Sauberkeit, Sicherheit und die Sehenswürdigkeiten gelobt. Mit “sehr gut” schneiden zum Beispiel die Optiker oder der Bereich Körperpflege & Gesundheit ab. Auch 2016 hat Bayreuth solch eine Befragung in der Innenstadt und im Center schon durchgeführt. Seither wurden zwei Drittel der Punkte heute sogar besser als damals bewertet.

Isabel Belka Rotmaincenter

Center-Managerin Isabel Belka, Foto: rotmain-center.de

Wir haben uns sehr intensiv mit den Ergebnissen der Befragung beschäftigt und uns die Wünsche der Besucher angesehen. 2020 wird es ein Update im Rotmain-Center geben: Es werden zum Beispiel die Toiletten und die Tiefgarage modernisiert. Außerdem möchten wir mehr Sitzgelegenheiten schaffen. Einige Punkte hatten wir auch schon vorher geplant. Aber die Befragung war ein guter Impulsgeber für künftige Entwicklungen.

(Center-Managerin Isabel Belka)

Die Befragten im Rotmain-Center bewerteten beinahe alle Punkte der Befragung positiver, als die Befragten in der Innenstadt. Auf direkte Nachfrage antworteten 35 Prozent der Besucher in der Innenstadt, dass man ihrer Meinung nach auf das Center besser verzichtet hätte.

Maxstraße

Foto: Carolin Richter

Weitere Informationen zum Zusammenspiel von Innenstadthandel und Rotmain-Center gibt es am Samstag, 11. Mai 2019, um 11 Uhr beim Vortrag von Professor Rolf Monheim in der Black Box des RW21. Doch am Tag der Städtebauförderung ist noch mehr in Bayreuth los, insbesondere im Gassenviertel, dass sich zwischen Stadtkirche, Maxstraße, Kanzleistraße und Dammallee erstreckt. 

Tag der Städtebauförderung: Das ist im Gassenviertel geboten

Zentraler Veranstaltungsort für den Tag der Städtebauförderung ist in Bayreuth die Kämmereigasse 9 1⁄2. Gemeinsam mit dem Verein Neuneinhalb hat die Stadt Ausstellungen, Kurzvorträge und Rundgänge im Gassenviertel organisiert. Um 14 Uhr erhalten Interessierte die Gelegenheit, gemeinsam mit Stadtbaureferentin Urte Kelm Ergebnisse der Untersuchung „Kommunales Denkmalkonzept (KDK) für das Gassenviertel“ einzusehen.

Forum-Phoinix

Kämmereigasse 9 1/2 , Foto: Carolin Richter

Außerdem werden Arbeiten aus dem Workshop zur Umgestaltung des Platzes vor dem Rathaus im Forum Phoinix gezeigt. Das Gebäude soll nach einer grundlegenden Sanierung als Kunst- und Kulturhaus mit Kino genutzt werden: Der Trägerverein stellt am Samstag konkrete Ideen zur Zukunft des Hauses vor. Im sogenannten “Pocket Garden”, im Hof des Hauses, können eigene Ideen zum Projekt besprochen werden. Außerdem läuft ab 18 Uhr die Dokumentation des Filmemachers Thomas Haemmerli, “Die Gentrifizierung bin ich – Beichte eines Finsterlings”: ein Impuls zu den Themen Wohnen, Stadtentwicklung und Architektur.

Einkaufen: Wo Bayreuth schlecht versorgt ist

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Beim Planungsamt liegt ab Montag das Nahversorgungskonzept der Stadt zur Einsicht aus. Ein solches Konzept gibt es zwar schon, es muss aber fortgeschrieben werden. Unter anderem, weil ein Teil der Stadt schlecht versorgt ist.

Im Osten klaffen Lücken

Das Konzept habe sich bewährt, wenn es um die Frage geht, wo sich Nahversorger in der Stadt ansiedeln sollen und wo nicht, heißt es aus dem Rathaus. Ziel ist es, Dinge des täglichen Bedarfs für jeden Bürger auch zu Fuß erreichbar zu machen. Das gelingt der Stadt bislang aber nicht überall. Der Westen und der Süden der Stadt sind gut versorgt, der Osten weniger. Über den Daumen heißt das: Dreiviertel der Bayreuther sind gut versorgt, ein Viertel nicht.

In einer Mitteilung der Stadt heißt es daher auch, das Konzept müsse fortgeschrieben werden, “da zum einen neue Entwicklungen, wie zum Beispiel ein Fachmarktzentrum an der Justus-Liebig-Straße oder Lebensmitteleinzelhandel im Bereich der Technologieachse, absehbar sind und zum anderen im Bayreuther Osten allgemeiner Handlungsbedarf besteht”.

Zehn Zentren in der Stadt

Das Konzept sieht neben der Innenstadt zehn Nahversorgungszentren in Bayreuth vor. Unter solchen Zentren versteht man die Ansiedlung von Discounter und Vollsortimenter an einem Fleck, idealerweise ergänzt durch Bäcker, Metzger, Arzt oder Café. Wo ein solches Zentrum Sinn macht, das entscheiden unter anderem Einwohnerzahl und Siedlungsdichte. Die Stadt nennt als künftige Zentren:

  • Altstadt / Bamberger Straße
  • Birken / Wittelsbacherring
  • Roter Hügel / Preuschwizer Straße
  • Röhrensee / Justus-Liebig-Straße
  • Kreuz / Scheffelstraße
  • Neue Spinnerei / Nordring
  • Festspielhügel / Gravenreuther Straße
  • St. Georgen / Bernecker Straße
  • Neue Heimat / Königsallee
  • Aichig / Grunaucenter

Schulzentrum trifft soziales Wohnen

Auch die Region um die Königsallee, dort also, wo sich Schulzentrum Ost und Neue Heimat treffen, soll ein Nahversorungszentrum bekommen. Wo genau, das steht noch nicht fest. Stadtbaureferentin Urte Kelm gibt aber zu verstehen, das Gelände des früheren Gartencenters Feustel im Visier zu haben. Einen Discounter gibt es dort bereits.

Unversorgte Stadtteile

Die Stadtteile Meyernberg, Laineck, Saas, Seulbitz, Wolfsbach, Destuben, Hohlmühle, St. Johannis, Wendelhöfen und Hussengut gelten hingegen weiterhin als „nicht versorgt“. Weil in Neuer Heimat und der Hammerstadt deutlich mehr Menschen leben, soll dort zuerst gehandelt werden. Die Gegend zwischen Kreuz und dem Röhrensee wird hingegen als überversorgt angesehen.

Bürger sollen mitreden:

Das Konzept liegt im 9. Stock des Rathauses aus. Während der Auslegungsfrist kann schriftlich zur Planung Stellung genommen werden. Das Stadtplanungsamt nimmt diese Stellungnahmen per Mail stadtplanungsamt@stadt.bayreuth.de, per Post (Stadt Bayreuth, Stadtplanungsamt, Postfach 10 10 52, 95410 Bayreuth) sowie per Fax 0921 251771, entgegen.

Unverpackt-Gläser-Logo

“Glasvoll”: Unverpackt einkaufen in Kulmbach

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Inhaberin Julia Schappert vor einem Regal mit Müsli

glasvoll-Inhaberin Julia Schappert, Foto: Katrin Geyer

Julia Schappert war vor zwei Wochen erstmals mit ihrer Schwester in einem Unverpackt-Laden in Bamberg. Ein Besuch, der sie zum Umdenken bewegt hat. Im Einzelhandel hat die Kulmbacherin bereits Erfahrung gesammelt. Im Herbst 2019 plant sie “glasvoll”, einen Unverpackt-Laden in der Kulmbacher Innenstadt, zu eröffnen. Im bt-Interview erzählt die 23-Jährige mehr dazu:

Warum wollen Sie einen Unverpackt-Laden eröffnen?

“Natürlich habe ich davor schon gehört, dass es Unverpackt-Läden gibt, habe mich da aber gar nicht so mitreißen lassen. Vor zwei Wochen war ich erstmals selbst in einem Unverpackt-Laden. Vor Ort habe ich dann erstmals realisiert, wieviel Verpackungsmüll wir eigentlich jeden Tag produzieren. Und nur weil einige Supermärkte Mehrwegtaschen anbieten, werden die Plastiktüten ja nicht aus dem Sortiment genommen. Die Leute greifen zum Gewohnten, weil sie es nicht anders kennen.

Ich achte seitdem vor allem bei Obst und Gemüse darauf, komplett auf Verpackungen zu verzichten. Auch im Badezimmer stelle ich Stück für Stück meine Produkte um. Ich kann nur jedem raten, sich regelmäßig zu fragen: brauche ich das wirklich oder nicht? Da die nächsten Unverpackt-Läden in Nürnberg oder Bamberg liegen und hier in der Region nichts Vergleichbares geboten ist, hatte ich die Idee, selbst einen Unverpackt Laden zu eröffnen. Im Einzelhandel war ich bereits tätig.”

Wie soll denn der Laden aussehen?

Im Moment sind wir noch auf der Suche nach einer geeigneten Immobilie. Wir suchen eine Fläche von circa 100 Quadratmetern in der Kulmbacher Innenstadt. Zwar gibt es dort nicht so viele Parkplätze, aber wer unverpackt einkauft, der nimmt vielleicht auch ein paar Schritte zu Fuß oder einige Meter mit dem Rad in Kauf oder nutzt den ÖPNV.

Was kann man dort kaufen?

Hauptsächlich kann man bei “glasvoll” Lebensmittel kaufen: wie Getreide, Nudeln, Reis, Hülsenfrüchte, Ölsorten, aber auch Backzutaten oder Gewürze. Außerdem sind Obst, Gemüse, Nüsse, Trockenfrüchte, Müsli und Getränke im Sortiment. Natürlich wird man auch non-food-Artikel wie Reiniger und Waschmittel, die man immer wieder auffüllen kann, im Sortiment finden. Dazu kommen Drogerieartikel wie Seifen, Cremes, Zahnbürsten und Zahntabs.

Im Unverpackt-Laden soll es auch eine Café-Ecke mit Heißgetränken, selbstgemischtem Frühstücksmüsli und ab und zu Heißgerichte oder Kuchen geben. Es soll ein Treffpunkt werden, in dem man auch unabhängig vom Einkauf zusammenkommen kann.

Müssen die Kunden eigene Verpackungen mit bringen?

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Die glasvoll-Jutetasche. Foto: @glasvoll

Die Kunden können ihre Dosen oder Einmachgläser selbst mitbringen. Vor dem Einkauf werden die Behältnisse dann im Laden abgewogen, da die Produkte ja nach Gewicht verkauft werden. Es gibt auch die Möglichkeit im Laden Behältnisse zu leihen oder kaufen. Oder es gibt die Lösung “von Kunden für Kunden”: Das bedeutet, dass wir ungenutzte Behältnisse vor Ort auskochen und reinigen und sie dann kostenfrei an Kunden weitergeben, die gerade nichts zum Verstauen dabei haben.

Mit welchen regionalen Partnern kooperiert Glasvoll?

Wir kooperieren zu Beispiel mit dem Anbieter der Kasendorfer Frischeeier. Wir sind aber noch auf der Suche nach weiteren Partnern aus der Nähe. Gerne können sich interessierte Händler oder Obst- und Gemüsebauern bei uns melden! 

Welche Schritte stehen aktuell an? Wann ist die Eröffnung geplant?

Kürzlich haben wir das Pitch-Video fürs Crowdfunding gedreht, das Ende der kommenden Woche online gehen wird. Beim Crowdfunding kann man “glasvoll” durch Spenden unterstützen. Unser Ziel sind 40.000 Euro. Jeder, der spendet, bekommt ein Dankeschön in Form einer nicht finanziellen Gegenleistung: Das können zum Beispiel eine Bambus-Zahnbürste mit Etui oder Gutscheine sein. Wer das ausdrücklich möchte, kann natürlich auch spenden, ohne eine Gegenleistung zu erhalten. Die Eröffnung von “glasvoll” ist für den Herbst 2019 geplant.

 

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Zahnbürste aus Bambus. Foto: @glasvoll


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