THW sucht Bufdis – Warum sich ein Jahr freiwilliges Engagement lohnt 

In ganz Deutschland werden wieder Bundesfreiwilligendienstleistende (Bufdis) gesucht. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sucht Bufdis, die sich für ein Jahr freiwillig engagieren wollen. 

Ökologisch-Botanischer Garten Bayreuth: Neue Stromversorgung und trotzdem Klimaschutz

Was wäre der Ökologisch-Botanische Garten ohne Strom? Seit Jahren gibt es dort eine Notversorgung. Doch jetzt haben die Stadtwerke Bayreuth über zwei Millionen Euro investiert, um aus der Notversorgung eine dauerhafte Stromversorgung zu machen.   

Ökologisch-Botanischer Garten in Bayreuth wird zum Dauerversorger

Auf einer Fläche so groß wie 20 Fußballfelder tummeln sich Wissenschaftler, Studierende und Erholungssuchende. Über 10.000 Pflanzenarten aus aller Welt gedeihen hier. Viele von ihnen wachsen in den insgesamt 6.000 Quadratmeter großen Gewächshäusern, da für sie das oberfränkische Klima zu rau ist. Um die empfindlichen Pflanzen bestmöglich zu schützen, hat der Botanische Garten eine Notversorgung, um die sich die Stadtwerke Bayreuth kümmert: Zwei erdgasbetriebene Motoren – sogenannte Blockheizkraftwerke –, liefern im Notfall Strom und Wärme. „Gelaufen sind die bis auf regelmäßige Tests eigentlich nie“, erklärt Stefan Prziklang, Projektleiter bei den Stadtwerken Bayreuth. „Nachdem die beiden Blockheizkraftwerke in die Jahre gekommen sind, haben wir uns die Frage gestellt, wie es weitergehen soll.“

Wärme wird gespeichert und kann genutzt werden

Zwei neue Blockheizkraftwerke kaufen und am alten Konzept festzuhalten, war keine Option für die Beteiligten, heißt es von den Stadtwerken Bayreuth. „Das wäre für uns wirtschaftlich schwierig und es wäre eine Verschwendung, wenn die Blockheizkraftwerke in der kalten Jahreszeit, wenn die Heizung der Universität auf Hochtouren läuft, nicht auch Strom und Wärme im Normalbetrieb herstellen dürften“, betont Andreas Waibel, Leiter des Bereichs Contracting, Wärme und Erzeugung bei den Stadtwerken Bayreuth. Denn die Motoren arbeiten nach dem effizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

„Im Prinzip ist ein Blockheizkraftwerk ein großer Automotor. Nur treibt der keine Räder an, sondern einen Stromgenerator“, erklärt Stefan Prziklang. Der große Unterschied zum Automotor: Die Abwärme wird mithilfe von Wärmetauschern aufgefangen und kann genutzt werden. Im Falle der Universität Bayreuth kann sie in deren Nahwärmenetz eingespeist werden, um das sich ebenfalls die Stadtwerke kümmern. „Genau das haben die alten Blockheizkraftwerke nicht getan.“ Prziklang spricht von einem fehlenden Puzzlestück, das aus Bankdrückern endgültig Stammspieler machen sollte.

Über 1.000 Tonnen CO2 werden gespart

„Wir waren von der Idee angetan“, sagt Reinhard Schatke, Leiter der Zentralen Technik der Universität Bayreuth. „Durch das neue Konzept wird die Heizung der Universität insgesamt effizienter, wodurch wir 1.100 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Green-Campus-Initiative, mit der wir uns aktiv für den Schutz unseres Klimas einsetzen. Außerdem ist die Versorgungssicherheit gestiegen. Es gibt jetzt zusätzliche Rückfallebenen, wenn ein Blockheizkraftwerk ausfällt, was uns besonders wichtig ist, denn die Notversorgung des Botanischen Gartens hat bei diesem Projekt oberste Priorität.“ Das sei sichergestellt, verspricht Andreas Waibel von den Stadtwerken. „Zusätzlich zu den beiden 960 Kilowatt starken Blockheizkraftwerken haben wir einen Gasbrenner installiert, der genug Wärme für den Botanischen Garten liefert, sollte ein Blockheizkraftwerk ausfallen.“

Neue Anlage unterstützt Hauptheizung

Ende des vergangenen Jahres kamen die jeweils rund 9 Tonnen schweren Motoren auf dem Gelände der Universität an. Die eigentliche Herausforderung sei aber deren Anbindung an das Nahwärmenetz der Universität gewesen, erklärt Stefan Prziklang. „Eine Leitung lag zwar schon, aber wir mussten unsere Anlage um zusätzliche Pumpen und einen 6 Kubikmeter Wasser fassenden Pufferspeicher ergänzen. Die Regeltechnik dahinter ist relativ komplex, denn unsere neue Anlage unterstützt nun die Hauptheizung – das muss ordentlich aufeinander abgestimmt sein.“ Diese Abstimmung lief in den vergangenen Wochen – seit Kurzem befindet sich die Anlage im Regelbetrieb.

2,3 Millionen Euro für die Modernisierung

Insgesamt 2,3 Millionen Euro haben die Stadtwerke Bayreuth in die Modernisierung der Notversorgung des Botanischen Gartens gesteckt. Und schon heute steht die nächste Investition der Stadtwerke auf dem Campusgelände fest: Gut 5 Millionen Euro werden in die Modernisierung der großen Heizungs- und Kühlungsanlage der Universität fließen. Durch den Einsatz eines neues Blockheizkraftwerkes und einer Wärmepumpe werden die Stadtwerke pro Jahr weitere 5.000 Tonnen CO2 vermeiden. „Uns wird es also mit Sicherheit nicht langweilig, vor allem weil wir in das Zusammenspiel unserer Anlage neben dem Botanischen Garten und der Hauptheizung beziehungsweise Hauptkühlung noch einiges an Hirnschmalz hineinstecken werden“, sagt Andreas Waibel.

Bundesweite Störung bei verschiedenen Netzanbietern

Seit heute morgen haben Nutzer über Probleme bei Telekom, Vodafone, 1&1 und O2 geklagt. Auf dem Portal “allestoerungen.de” sind seit heute früh bereits tausende Beschwerden eingegangen.

Telekom reagiert auf Twitter

Hauptsächlich sind Festnetz- und Internetverbindungen betroffen. Die Telekom reagierte bereits auf Twitter und schrieb: “Der Ausfall einer technischen Einrichtung kann teilweise zu Störungen der Telefonie und des Internetzugans führen. Unsere Techniker arbeiten an der Endstörung.”

Die Telekom meldete auf Twitter, dass bereits an der Störung gearbeitet wird.

Erst kürzlich wurde bekannt, dass die Telekom jeden fünften Shop schließen möchte.

Neue IT-Strukturen für 21 Bayreuther Schulen

Im Rahmen des “DigitalPakt Schule 2019-2024” stellt der Bund dem Freistaat Bayern 778 Millionen Euro zur Verfügung um die digitale Bildungs-Infrastruktur auszubauen. Wie die Umsetzung in Bayreuth erfolgen soll, wird ab sofort geprüft.

Neues Equipment in 21 Schulen

Durch die Förderung sollen zum Beispiel das WLAN in den Schulen oder die Ausstattung der Unterrichtsräume  mit Dokumenten-Kameras, Beamern, Laptops, Meß- oder Laborgeräten verbessert werden – um nur einige Beispiele zu nennen. Vorerst muss allerdings eine Analyse des aktuellen Bestandes durch einen externen Dienstleister erfolgen. Danach kann entschieden werden, welche Investitionen in den 21 Bayreuther Schulen nötig sind.

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Förderung auf fünf Jahre begrenzt

Die finanzielle Förderung für Investitionen ist allerdings auf fünf Jahre begrenzt. Alle Kosten, die danach anfallen, muss die Stadt selbst tragen, wie Michael Rubenbauer aus dem Referat Finanzen, Stiftungen und Informationstechnik betont.

Externe Medienberater werden das Konzept absegnen. Das Volumen der Anschaffungen kann die Stadt dabei nicht beeinflussen. Die Kosten für die  Systembetreuung in den 21 Schulen muss zu 100 Prozent die Stadt Bayreuth tragen.

(Michael Rubenbauer, Referent für Finanzen, Stiftungen und Informationstechnik)

Wichtig ist es im Anschluss Betrieb, Wartung und IT-Support zu gewährleisten – was allerdings durch den “DigitalPakt Schule 2019-2024” nicht gefördert werden kann. Bisher geht die Verwaltung davon aus, dass sechs Stellen für die Systembetreuung nötig sind.

Fokus auf Professionalität

“Bisher wird die Systembetreuung von Lehrern übernommen. Das ist auf Dauer kein guter Zustand”, sagte Stadtrat Michael Hohl (CSU) im Haupt- und Finanzausschuss. Wichtig ist der Stadtverwaltung eine professionelle Systembetreuung, um die nachhaltige Funktionsfähigkeit der Ausstattung zu garantieren. Denkbare ist die Betreuung über einen externen IT-Dienstleister oder die Einstellung von IT-Fachkräften bei der Stadt Bayreuth.

Roboter-Assistent: Hightech-Investition am Klinikum Kulmbach

Das OP-System „Da Vinci“ hat sich das Klinikum Kulmbach rund 1,5 Millionen Euro kosten lassen. Die in USA entwickelte Technologie ermöglicht besonders schonende Eingriffe und kann mehr als eine menschliche Hand.

Ein hochkarätiges System

Dr . Jordan Todorov, Leitender Arzt der Klinik für Urologie am Klinikum Kulmbach, hat Grund zur Freude: Seit einigen Wochen kann er bei laparoskopischen Eingriffen, zum Beispiel bei Prostata-Operationen, mit einem Roboter-assistierten OP-System mit dem Namen „Da Vinci“ arbeiten. Rund 1,5 Millionen Euro hat das Klinikum Kulmbach in dieses hochkarätige System investiert. Seit Ende Juli ist es in Betrieb.

Nach den ersten 20 Operationen kann Dr. Todorov eine ausgesprochen positive Bilanz ziehen: „Alle Patienten haben die Operation als ausgesprochen schonend empfunden. Alle konnten noch am Tag der OP wieder mobilisiert werden, und bisher hatte auch niemand Probleme mit einem funktionalen Ausfall oder Komplikationen.“ Für den Chef der Urologie ist jetzt schon klar, diese Investition hat sich gelohnt. Sie wird sich noch mehr lohnen, wenn weitere Kliniken des Hauses mit dem „Da Vinci“ arbeiten. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits.

Das neue System Da Vinci. Foto: Klinikum Kulmbach.

Arbeiten an der Konsole

Wer als Operateur mit dem neuen System arbeiten will, muss sich gründlich schulen lassen und sich auf eine ganz neue Arbeitstechnik einstellen. „Der Operateur“, berichtet Dr. Todorov, „steht nicht am Tisch, sondern sitzt an einer Konsole im Operationssaal und hat keinen direkten Kontakt zum Patienten. Von der Konsole aus steuert der Chirurg das Gerät.

Es ist so konstruiert, dass Patienten aus der Ferne operiert werden können. „Der Begriff Roboter ist nicht korrekt“, klärt der Mediziner auf. „Der Da Vinci macht keine einzige Bewegung allein. Die Arbeit muss der Operateur natürlich noch selbst machen.“ 

Tun, was Hände nicht können

Der Assistent, nicht der eigentliche Operateur, ist derjenige, der ganz nah am Patienten ist. Dabei hat er aber maximale Unterstützung und ist in der Lage, mit einer Präzision zu arbeiten, die Hände allein nicht möglich machen könnten. „Die Instrumente sind in alle Richtungen beweglich. Dadurch hat man einen Zugang von allen Seiten zu den Organen. Das erleichtert die minimal invasiven Operationen immens und macht auch schwierigste Zugänge und Eingriffe wesentlich einfacher und sicherer“, schildert Dr. Todorov seine Erfahrungen mit dem „Da Vinci“.

Dr. Jordan Todorov an der „Workstation“ des Da-Vinci-Systems. Der Operateur steht nicht mehr direkt am Patienten, sondern steuert jede Bewegung von der Konsole aus. Der Vorteil: Die Geräte des Da Vinci sind wesentlich beweglicher als menschliche Hände, das Gerät gleicht zum Beispiel ein kurzes Zittern von Händen selbstständig aus und nicht zuletzt macht es die feine, stark vergrößerter Sicht auf das Operationsfeld möglich, auch kleinste Nerven und Gefäße zu erkennen. Foto: Klinikum Kulmbach.

Besonders schonende Operationen

Das immense Bewegungspotenzial des Geräts sei beeindruckend, sagt Dr. Todorov. Der „Da Vinci“ sei zudem in der Lage, auch jede Bewegung des Chirurgen zu „filtern“. So könne jedes kurze Zittern der Hand ausgeglichen werden. Die Sicht des Operateurs schildert der Arzt als hervorragend. Er sieht sein Operationsfeld in 3D mit extrem hoher Auflösung.

„Ich erkenne feinste Strukturen, kleinste Gefäße und Nerven sehr leicht. Das macht es mir natürlich möglich, ganz besonders schonend zu operieren.“ Mit der offenen OP-Methode seien so feine Präparationen gar nicht möglich. Gerade bei Prostata-Operationen sei das ein entscheidender Vorteil. Die Rate der Patienten, die nach einer Prostata-OP inkontinent werden oder ihre Potenz verlieren könne wesentlich gesenkt werden.

Höhere Präzision

Ein weiterer Vorteil bei laparoskopischen Eingriffen: Im Gegensatz zu offenen Operationen werden kaum Blutkonserven gebraucht. „Bislang brauchte keiner unserer Patienten Blut. Bei einer offenen OP gehört das schon fast als Routine dazu.“ Seit zehn Jahren bereits werden am Klinikum Kulmbach Prostata-Operationen minimal invasiv durchgeführt, wo immer das möglich ist. Die Zahl der Patienten ist steigend.

Von Januar bis Ende April gab es, wie Dr. Todorov informiert, bereits 50 solcher Eingriffe am Kulmbacher Klinikum. Eingriffe an der Prostata seien sehr komplex, berichtet der Leitende Arzt. Abhängig davon, ob Lymphknoten betroffen sind, kann ein Eingriff durchaus auch vier Stunden dauern. Der „Da Vinci“ mache die Operation nicht schneller, aber deutlich präziser.

Der Assistent, nicht der eigentliche Operateur, ist derjenige, der ganz nah am Patienten ist. Foto: Klinikum Kulmbach.

Ganz besonders wichtig sei die Teamarbeit, wenn man mit einem solchen System operiert, macht Dr. Todorov deutlich. „Alle müssen eingespielt sein. Jeder muss ganz genau wissen, wer was tut.“ Die gründliche Schulung für den Einsatz dieses Systems sei unerlässlich.

Eine große Hilfe

Der „Da Vinci” ist nicht nur in der Urologie eine große Hilfe. Auch in der Gynäkologie leiste das System wertvolle Arbeit. Deswegen steigen, wie Dr. Todorov informiert, nun auch die Gynäkologen am Klinikum in diese OP-Technologie ein und lassen sich schulen. Auch andere chirurgische Fachrichtungen werden sich dieser Methode später bedienen. Die Schulung am „Da Vinci“ ist aufwendig.

Vier Monate lang wurde Dr. Todorov über verschiedene Module täglich zwei Stunden lang intensiv trainiert. Zweimal war er zu Schulungen in Straßburg. Dann hat er die Zulassung erhalten, mit dem „Da Vinci“ zu arbeiten. Das System ist in den USA entwickelt worden, weiß Dr. Todorov. Grundlage für die Entwicklung war der Anspruch, eine Operation durchführen zu können, ohne dass der Operateur direkten Kontakt zum Patienten hat. 

Mobiles Arbeiten

Die Annahme, dadurch auch in Krisengebieten beste medizinische Versorgung zum Beispiel für Angehörige des Militärs bieten zu können, habe sich allerdings nicht erfüllt. „Da bräuchte man einen extrem schnellen und absolut sicheren Internetzugang“, erklärt der Kulmbacher Urologe. Aber auch wenn der ursprüngliche Gedanke verworfen werden musste, habe sich das System dennoch als Konzept durchgesetzt und in der Chirurgie bereits große Erfolge erzielt.

Dr. Jordan Todorov. Foto Klinikum Kulmbach.

Der „Da Vinci“, sagt Dr. Todorov, sei nicht an einen festen Ort gebunden. „Das Gerät wird aufgestellt und angeschlossen, dann kann es losgehen. So könne das System problemlos in jedem der OP-Säle des Klinikums genutzt werden. Die Nachfrage von Patienten für urologische Eingriffe mit dem „Da Vinci“ ist sehr groß. Deswegen bereitet sich mit Oberarzt Rosen Dimitrov nun bereits ein zweiter Facharzt für Urologie am Klinikum Kulmbach auf die Arbeit mit dem neuen OP-System vor.

Bedeutender Schritt

Schon im November wird Oberarzt Dimitrov seine Zertifizierung erhalten. Landrat Klaus Peter Söllner sieht als Vorsitzender des Zweckverbandes Klinikum Kulmbach die Investition als einen bedeutenden Schritt in Sachen Medizintechnik. „Das System arbeitet bereits zur vollsten Zufriedenheit der Urologen. Jetzt folgen die Gynäkologen und es werden weitere Fachabteilungen folgen. Das ist für uns eine tolle Geschichte und hebt uns in der Medizintechnik auf einen ganz neuen Stand.“

Als unerlässlichen und wichtigen Schritt für das Klinikum Kulmbach sieht auch Oberbürgermeister Henry Schramm den Kauf des „Da Vinci“ an. „Es gilt, die modernste Technik für bestmöglichste Behandlungsergebnisse für unsere Patienten bereitzustellen. Mit Dr. Todorov haben wir einen ausgewiesenen Spezialisten, der mit diesem neuen Gerät nun seine Patienten noch genauer operieren kann.

Es freut mich auch, dass schon bald weitere Kliniken dieses System einsetzen werden. Für Schramm ist nach den hervorragenden ersten Erfahrungen klar: „Diese Investition war absolut richtig und bringt unser Haus weiter voran. Stillstand bedeutet auch in einem Krankenhaus Rückschritt. Wir tun alles, um beste Rahmenbedingungen für unsere Patienten zu schaffen.“

3D-Druck für Jedermann: Das FabLab zeigt sein neues Zuhause

Drucken, Cutten, Fräsen – das FabLab Bayreuth ist ein Paradies für alle Hobbyhandwerker. Am Samstag wurden die neuen Räumlichkeiten offiziell vorgestellt. Yomettin Soybaba, Vorsitzender des FabLab Bayreuth e.V., erklärt im Video über dem Text, was sich verändert hat. 

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Großes Interesse am Tag der offenen Tür

Monatelang war das FabLab auf der Suche nach neuen Räumlichkeiten. Im März kam dann die Rettung. Die Firma Schlaeger bot dem Verein, nur unweit von seinem alten Sitz, auf dem Gelände der Schlaeger-Kunststofftechnik, neue Räumlichkeiten an. Jetzt, im Oktober, präsentierte das FabLab erstmals der Öffentlichkeit die neuen Räume. Bei einem Tag der offenen Tür konnten die Besucher alles rund um die 3D-Drucker und Laser erfahren. Mitglieder des Vereins erklärten die einzelnen Maschinen und zeigten Probestücke.

Großes Interesse am Tag der offenen Tür. Foto: Susanne Jagodzik

Mehr Fläche, kleinere Räume

Zwar hat das FabLab inzwischen mehr Fläche zur Verfügung, allerdings hat sich die Aufteilung geändert. Hatte man zuvor große Räume, in denen alle Maschinen untergebracht waren und alles offen gestaltet war, gibt es jetzt viele kleine Räume. So hat jede Maschinenart ihre eigene kleine Werkstatt.

Jede Maschinenart hat nun ihren eigenen Raum. Foto: Susanne Jagodzik

Neues Highlight

Stolz zeigt Yomettin Soybaba auch die neuste Maschine im Portfolio des FabLab Bayreuth. Eine CNC-Fräse. Egal ob Holz, Kunststoff oder sogar Aluminium – diese Fräse bearbeitet fast jedes Material.

Neues Highlight in der FabLab-Werkstatt: Die CNC-Fräse. Foto: Susanne Jagodzik

Kurse für Jedermann

Nachdem der Umzug nun endgültig geschafft ist, bietet das FabLab Bayreuth auch wieder Workshops an. Hat man einen solchen Workshop absolviert, bekommt man einen “Maschinenführerschein” und kann sich jederzeit im FabLab austoben, ohne auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein.

Testdruck auf dem 3D-Drucker. Foto: Susanne Jagodzik

Jeder, der die kreative Arbeit liebt und sich am 3D-Drucker ausprobieren möchte, ist herzlich bei uns eingeladen. Wir bieten in den nächsten Wochen jede Menge Workshops an, sodass man am Ende die Maschinen eigenständig nutzen kann.

(Yomettin Soybaba, Vorsitzender des FabLab Bayreuth e.V.)


Weitere Informationen zum Kursangebot gibt es hier.

WLAN für Bayreuths Stadtbusse

Streaming-Dienste und soziale Netzwerke sind wahre Datenfresser – besonders dann schlecht, wenn das Datenvolumen des Handyvertrags mal wieder aufgebraucht ist. Damit in Bayreuths Stadtbussen der Ladebalken am Handy keine Extrarunden drehen muss, haben die Stadtwerke Bayreuth 24 Busse mit kostenlosem WLAN ausgerüstet. Laut einer Pressemitteilung der Stadtwerke ist das WLAN in den Bayreuther Stadtbussen Teil des Bayern-WLAN des Freistaats Bayern. Er fördert die Ausstattung von 30 Bayreuther Stadtbussen. Die restlichen Investitionskosten in Höhe von rund 30.000 Euro und die jährlichen Betriebskosten von gut 16.000 Euro tragen die Stadtwerke Bayreuth. Im Video der Stadtwerke Bayreuth über dem Text spricht Werner Schreiner, Leiter des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Bayreuth, über das kostenlose Angebot.

Wir wollen in Bayreuth einen möglichst attraktiven Nahverkehr anbieten.

(Jürgen Bayer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bayreuth)

Kostenloses Extra für alle Fahrgäste

„Das kostenlose WLAN-Angebot ist für unsere Fahrgäste mit Sicherheit ein schönes Extra, das sie übrigens schon ganz ordentlich nutzen.“ Seit Januar gab es bereits 100.000 Anmeldungen. Insgesamt wurden mehr als 3.400 Gigabyte Datenvolumen verbraucht. „Und ich bin mir sicher, dass das noch nicht das Ende der Fahnenstange ist, weil das Konzept des Bayern-WLAN wirklich gut ist: Man kommt kinderleicht rein, weil Anmeldename und Passwort nicht nötig sind und man kann so lange surfen, wie man möchte. Der Datenschutz wird natürlich großgeschrieben – weder die Stadtwerke Bayreuth noch der Freistaat Bayern sammeln Informationen über das Surfverhalten der Fahrgäste“, sagt Bayer.

Weitere Busse bald mit WLAN

Sven Fischer, Werkstatt-Mitarbeiter bei den Stadtwerken Bayreuth, hat sich um den Einbau der Technik gekümmert.

In jedem Bus haben wir einen Router eingebaut. Außerdem braucht es eine LTE-Antenne auf dem Fahrzeugdach und eine WLAN-Antenne im Innern des Busses. Das mussten wir alles miteinander verkabeln. Insgesamt haben wir pro Bus rund drei Stunden für den Einbau gebraucht.

(Sven Fischer, Werkstatt-Mitarbeiter bei den Stadtwerken)

Demnächst wartet erneut Arbeit auf Sven Fischer und das Werkstatt-Team der Stadtwerke Bayreuth. Dann nämlich statten die Stadtwerke Bayreuth weitere Busse aus, die im Bayreuther Stadtbusverkehr unterwegs sind. „Nur bei einigen Bussen verzichten wir auf die WLAN-Technik“, erklärt Werner Schreiner, Leiter des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Bayreuth. Der Grund: Sie kommen nur wenig zum Einsatz und werden schon bald in Rente geschickt.

Und so funktioniert’s:

  1. Aktivieren Sie die WLAN-Verbindung Ihres Geräts.
  2. Wählen Sie das Netzwerk „@BayernWLAN“.
  3. Ihr Browser öffnet sich jetzt automatisch.
  4. Mit einem Klick auf „Verbinden“ akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen und können ins Internet.
  5. Los geht’s.

Elefant-Racing: Studenten präsentieren ihren neuen Rennwagen

Die Vorfreude auf den neuen Elektro-Rennwagen des Elefant Racing Teams war groß. Am Dienstagabend war es dann endlich soweit. Auf dem Parkplatz des Malibu wurde der neue Allrad-Rennwagen der Öffentlichkeit präsentiert. Bilder von der Präsentation finden Sie über dem Text. 

Bereits 2004 gründeten 16 Bayreuther Studenten das Team Elefant Racing, um den Konstruktionsswettbewerb  “Formula Student” auch an die Uni Bayreuth zu holen. Seitdem bauen die Studenten der Ingenieurwissenschaften jedes Jahr ein neues Rennauto und nehmen dann an Wettbewerben im In- und Ausland teil.

Die erste öffentliche Fahrt des Elektro-Rennwagens FR19 Loki

Unterstützt werden sie dabei sowohl von lokalen Sponsoren, wie der Firma Schlaeger oder der Formentechnik Bayreuth GmbH, als auch von großen internationalen Konzernen wie Daimler. Den größten Erfolg erreichte das Elefant Racing Team 2015 mit einem Sieg in Tschechien.

Ziel des Vereins ist es, die Ausbildung und Forschung der Ingenieurwissenschaftler der Uni Bayreuth zu unterstützen. Bei dem Projekt können die Studenten vieles aus der Praxis lernen.

(Florian Kaufhold, Mitglied Elefant Racing Team)

Von 0 auf 100 in unter 3 Sekunden

Das Besondere an dem neusten Modell des Elefant Racing Teams ist der Antrieb: erstmals besitzt der Elektrowagen nämlich einen Allrad-Antrieb. Außerdem ist das Auto, das auf den Namen FR19 Loki hört, 200 Kilogramm schwer, beschleunigt von 0 auf 100 in unter 3 Sekunden und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit bis zu 125 km/h.

In dem Projekt steckt viel Herzblut. Das Team arbeitet knapp ein Jahr lang jede Woche 40 Stunden dafür. Das ist schon ein Vollzeitjob.

(Florian Kaufhold, Mitglied Elefant Racing Team)

Uni Bayreuth: Blutgefäße aus dem 4D-Drucker

Feinstrukturierte Blutgefäße können in Zukunft möglicherweise mit einem Drucker hergestellt werden. Die Grundlagen dafür erforscht der Chemiker und Materialwissenschaftler Leonid Ionov mit einer Arbeitsgruppe an der Universität Bayreuth.

Arpan Biswas, Postdoc am Lehrstuhl für Biofabrikation der Universität Bayreuth, und Lehrstuhlinhaber Leonid Ionov (rechts). Foto: Christian Wißler.

120.000 Euro von Volkswagen

Das Ziel: Dünne Polymerschichten sollen so strukturiert werden, dass die Moleküle von selbst Gefäße in den verschiedensten Größen und Strukturen herstellen. Ein 4D-Drucker, der die Zeit als vierte Dimension einbezieht, soll die Schichten erzeugen und in die nötigen Ausgangspositionen bringen. Das kürzlich gestartete Vorhaben wird von der VolkswagenStiftung mit 120.000 Euro gefördert.

Trotz der enormen Fortschritte in der Implantationsmedizin gibt es für die Herausforderung, feinste Blutgefäße mit hoher Präzision in den jeweils benötigten Strukturen herzustellen, noch keine befriedigende Lösung. In unserem Projekt verfolgen wir daher einen neuen Ansatz, der zwei wissenschaftliche Arbeitsgebiete kombiniert: Die Polymerwissenschaften erforschen die Fähigkeit von Molekülen, sich unter definierten Bedingungen in neuen räumlichen Strukturen zu organisieren, und haben dabei beeindruckende Resultate erzielt. Parallel dazu sind Techniken und Anwendungen des 4D-Drucks zunehmend verfeinert worden. Deshalb wollen wir jetzt Polymerschichten drucken, die so strukturiert sind und miteinander wechselwirken, dass daraus von selbst Gefäßstrukturen entstehen, wie sie in der Medizin benötigt werden.

(Leonid Ionov, Projektleiter)

Charakteristisch für Blutgefäße sind sogenannte „Kreuzungen“, bei denen sich zwei Gefäße zu einem neuen Gefäß verbinden. Diese Strukturelemente können mit den bisherigen Techniken des 3D-Drucks nicht mit der nötigen Präzision reproduziert werden. Indem die Bayreuther Forscher die Druck-Programmierung nicht nur auf räumliche Strukturen, sondern auch auf die Zeit als vierte Dimension ausrichten, wollen sie eine sogenannte  molekulare Selbstorganisation ermöglichen, die solche Kreuzungen erzeugt – ohne dass die Verbindungen zwischen den jeweiligen Gefäßen undicht sind. Die Wissenschaftler bezeichnen ihr Vorhaben auch als „Mikro-Origami“. Der Name spielt auf die japanische Faltkunst an, die allein durch die in ihrer zeitlichen Abfolge definierten Papierfaltungen die unterschiedlichsten Figuren und Muster hervorbringt.

Nächster Schritt: Materialien finden

Wenn sich die Forschungsarbeiten als erfolgreich erweisen, stehen die Bayreuther Wissenschaftler vor einer weiteren Herausforderung: polymere Materialien zu finden, die nicht allein die nötigen Potenziale zur Selbstorganisation aufweisen, sondern auch im Organismus keine Abstoßungsreaktionen oder Infektionen hervorrufen.

Neue Bleibe: Das FabLab ist gerettet

Das Aus der offenen Hightech-Werkstatt FabLab ist abgewendet. Weiter geht es an einem neuen Standort, gar nicht weit vom alten entfernt.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite in der Ritter-von-Eitzenberger Strße liegt die Firma Schlaeger. Kunststofftechniker und Mechatroniker sind da zuhause. 400 Mitarbeiter sind es insgesamt. Schläger wiederum ist an der Technischen Berufsbildung Bayreuth (TBB) beteiligt. “Auch das FabLab ist eine Technikschmiede, das passt vom Grundgedanken jedenfalls gut zusammen”, sagt Matthias Ritter, der bei TBB Geschäftsführer und bei Schlaeger Controller ist.

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Kurzerhand hat man den Machern des FabLab, dem Verein FabLab Bayreuth e.V.m Verein, eine Fläche von rund 250 Quadratmetern Größe angeboten. Das kommt in etwa der Fläche gleich, die dem Verein derzeit noch in einer der Wedlich-Hallen zur Verfügung steht. Spätestens bis Ende April ist dort aber Schluss. Denn Unternehmer Christian Wedlich muss sich im Zuge einer sogenannten Insolvenz in Eigenverwaltung, von der Halle trennen. Seit Monaten werden neue Räume gesucht – bisher ohne Erfolg.

Wie lange das FabLab auf dem Schlaeger-Grundstück bleiben kann, sei offen. Matthias Ritter sagt, die Büroräume in einer der älteren Hallen seien gerade erst frei geworden. Wann sie wieder benötigt würden, sei schwer vorherzusehen. Wichtig sei jedoch, dass dem Verein jetzt geholfen werde. Die Zusammenarbeit könne bis Jahresende laufen oder über die nächsten Jahre hinweg. Profitieren würden jedenfalls alle. Das FabLab  könnte künftig nämlich auch Kurse für Azubis organisieren, sagt Ritter. Und auch für jeden anderen sei die “Hightech Werkstadt Oberfranken”, in der zum Selbstkostenpreis mit Geräten wie 3-D-Druckern gearbeitet werden kann, weiter nutzbar.

Die Mitglieder des FabLab-Vereins jedenfalls wollen jetzt mit dem Umzug beginnen. Bis 1. Mai soll er abgeschlossen sein.