Im Kampf gegen Corona: Bayreuther Hightechwerkstatt produziert CO2-Ampeln für Schulen

Das FabLab Bayreuth e.V. produziert hochwertige CO2-Ampeln für Schulen, die Messdaten zur besseren Nachverfolgung speichern können. 

Schneller durch verstopfte Städte – Ein Fahrrad für die Tasche

Mit einer Erfindung eines deutschen Start-ups soll bald Schluss sein mit verstopften Innenstädten – die Idee: ein Fahrrad für die Tasche. 

Online Roulette: ein Klassiker erobert die digitalen Casinos

Der Ursprung dieses beliebten Glücksspiels liegt weitgehend im Dunkeln und viele Nationen wollen gerne die Erfindung für sich beanspruchen. Vorläufer hat es bereits im alten China und bei den Römern gegeben.

Online Glücksspiel bezahlen mit Google Pay

Ein wichtiges Entscheidungskriterium bei der Wahl eines seriösen Online Casinos, ist für viele Nutzer auch die Art der Bezahlung. Diese sollte möglichst unkompliziert, aber natürlich auch sicher sein.

Geniale Erfindung: Warum die Telefone einer Bayreuther Firma nicht mehr still stehen

Eine Heizung ohne Heizkörper, Heizschlangen oder Ähnlichem: Gibt es nicht? Gibt es wohl. Das bt hat den Erfinder aus Bayreuth besucht. 

Bayreuther Firma für renommierten Seifriz-Preis 2020 nominiert

Der Obermeister der Elektro-Innung Bayreuth, Bernd Zeilmann, wurde mit seinem Unternehmen für den renommierten Seifriz-Preis 2020 nominiert.

Buzzard: News-App gegen Verschwörungstheorien und Fake-News auch an Bayreuther Schule im Einsatz

Eine neue App soll Schülern in Zukunft helfen Medienkompetenz zu erwerben, um sich durch die Fülle an Nachrichten im Internet zu kämpfen. 

Revolutionär: Zwei Bayreuther haben die Powerbank neu erfunden – und brauchen Unterstützung

Laden in der Tasche und das auch noch ohne Kabel: Die Erfindung zweier heute 19-jähriger Bayreuther macht’s möglich. Um ihr Projekt in die Tat umzusetzen, brauchen Raphael Teufel und Milan Schuster Unterstützung.

THW sucht Bufdis – Warum sich ein Jahr freiwilliges Engagement lohnt 

In ganz Deutschland werden wieder Bundesfreiwilligendienstleistende (Bufdis) gesucht. Auch das Technische Hilfswerk (THW) sucht Bufdis, die sich für ein Jahr freiwillig engagieren wollen. 

Ökologisch-Botanischer Garten Bayreuth: Neue Stromversorgung und trotzdem Klimaschutz

Was wäre der Ökologisch-Botanische Garten ohne Strom? Seit Jahren gibt es dort eine Notversorgung. Doch jetzt haben die Stadtwerke Bayreuth über zwei Millionen Euro investiert, um aus der Notversorgung eine dauerhafte Stromversorgung zu machen.   

Ökologisch-Botanischer Garten in Bayreuth wird zum Dauerversorger

Auf einer Fläche so groß wie 20 Fußballfelder tummeln sich Wissenschaftler, Studierende und Erholungssuchende. Über 10.000 Pflanzenarten aus aller Welt gedeihen hier. Viele von ihnen wachsen in den insgesamt 6.000 Quadratmeter großen Gewächshäusern, da für sie das oberfränkische Klima zu rau ist. Um die empfindlichen Pflanzen bestmöglich zu schützen, hat der Botanische Garten eine Notversorgung, um die sich die Stadtwerke Bayreuth kümmert: Zwei erdgasbetriebene Motoren – sogenannte Blockheizkraftwerke –, liefern im Notfall Strom und Wärme. „Gelaufen sind die bis auf regelmäßige Tests eigentlich nie“, erklärt Stefan Prziklang, Projektleiter bei den Stadtwerken Bayreuth. „Nachdem die beiden Blockheizkraftwerke in die Jahre gekommen sind, haben wir uns die Frage gestellt, wie es weitergehen soll.“

Wärme wird gespeichert und kann genutzt werden

Zwei neue Blockheizkraftwerke kaufen und am alten Konzept festzuhalten, war keine Option für die Beteiligten, heißt es von den Stadtwerken Bayreuth. „Das wäre für uns wirtschaftlich schwierig und es wäre eine Verschwendung, wenn die Blockheizkraftwerke in der kalten Jahreszeit, wenn die Heizung der Universität auf Hochtouren läuft, nicht auch Strom und Wärme im Normalbetrieb herstellen dürften“, betont Andreas Waibel, Leiter des Bereichs Contracting, Wärme und Erzeugung bei den Stadtwerken Bayreuth. Denn die Motoren arbeiten nach dem effizienten Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

„Im Prinzip ist ein Blockheizkraftwerk ein großer Automotor. Nur treibt der keine Räder an, sondern einen Stromgenerator“, erklärt Stefan Prziklang. Der große Unterschied zum Automotor: Die Abwärme wird mithilfe von Wärmetauschern aufgefangen und kann genutzt werden. Im Falle der Universität Bayreuth kann sie in deren Nahwärmenetz eingespeist werden, um das sich ebenfalls die Stadtwerke kümmern. „Genau das haben die alten Blockheizkraftwerke nicht getan.“ Prziklang spricht von einem fehlenden Puzzlestück, das aus Bankdrückern endgültig Stammspieler machen sollte.

Über 1.000 Tonnen CO2 werden gespart

„Wir waren von der Idee angetan“, sagt Reinhard Schatke, Leiter der Zentralen Technik der Universität Bayreuth. „Durch das neue Konzept wird die Heizung der Universität insgesamt effizienter, wodurch wir 1.100 Tonnen CO2 pro Jahr einsparen. Das ist ein wichtiger Beitrag zu unserer Green-Campus-Initiative, mit der wir uns aktiv für den Schutz unseres Klimas einsetzen. Außerdem ist die Versorgungssicherheit gestiegen. Es gibt jetzt zusätzliche Rückfallebenen, wenn ein Blockheizkraftwerk ausfällt, was uns besonders wichtig ist, denn die Notversorgung des Botanischen Gartens hat bei diesem Projekt oberste Priorität.“ Das sei sichergestellt, verspricht Andreas Waibel von den Stadtwerken. „Zusätzlich zu den beiden 960 Kilowatt starken Blockheizkraftwerken haben wir einen Gasbrenner installiert, der genug Wärme für den Botanischen Garten liefert, sollte ein Blockheizkraftwerk ausfallen.“

Neue Anlage unterstützt Hauptheizung

Ende des vergangenen Jahres kamen die jeweils rund 9 Tonnen schweren Motoren auf dem Gelände der Universität an. Die eigentliche Herausforderung sei aber deren Anbindung an das Nahwärmenetz der Universität gewesen, erklärt Stefan Prziklang. „Eine Leitung lag zwar schon, aber wir mussten unsere Anlage um zusätzliche Pumpen und einen 6 Kubikmeter Wasser fassenden Pufferspeicher ergänzen. Die Regeltechnik dahinter ist relativ komplex, denn unsere neue Anlage unterstützt nun die Hauptheizung – das muss ordentlich aufeinander abgestimmt sein.“ Diese Abstimmung lief in den vergangenen Wochen – seit Kurzem befindet sich die Anlage im Regelbetrieb.

2,3 Millionen Euro für die Modernisierung

Insgesamt 2,3 Millionen Euro haben die Stadtwerke Bayreuth in die Modernisierung der Notversorgung des Botanischen Gartens gesteckt. Und schon heute steht die nächste Investition der Stadtwerke auf dem Campusgelände fest: Gut 5 Millionen Euro werden in die Modernisierung der großen Heizungs- und Kühlungsanlage der Universität fließen. Durch den Einsatz eines neues Blockheizkraftwerkes und einer Wärmepumpe werden die Stadtwerke pro Jahr weitere 5.000 Tonnen CO2 vermeiden. „Uns wird es also mit Sicherheit nicht langweilig, vor allem weil wir in das Zusammenspiel unserer Anlage neben dem Botanischen Garten und der Hauptheizung beziehungsweise Hauptkühlung noch einiges an Hirnschmalz hineinstecken werden“, sagt Andreas Waibel.