Premiere im Stadl: Öffentliche Brauertaufe auf der Kulmbacher Bierwoche!
Uralte Tradition zeigt sich in neuen Glanz. Mit der öffentlichen Brauertaufe erhält die Kulmbacher Bierwoche ein weiteres Highlight.
Uralte Tradition zeigt sich in neuen Glanz. Mit der öffentlichen Brauertaufe erhält die Kulmbacher Bierwoche ein weiteres Highlight.
Lothar Ziegler weist insbesondere auf zwei sehr einfache Maßnahmen hin, die das Problem mit den Ratten verbessern könnten: Mülltonne richtig schließen und gelbe Säcke, in denen sich verschmutztes Plastik befindet, nicht lange am Straßenrand stehen lassen.
„Ich werde das Filmemachen nie aufgeben“: Paule Porter (31) über seinen Job, Corona und darüber, wie ihn die Liebe nach Bayreuth verschlagen hat.
Bäcker aus Leidenschaft: Sein ganzes Arbeitsleben lang steht Reinhard Müller (69) aus Kasendorf im Landkreis Kulmbach in aller Herrgottsfrühe auf.
Traumberuf Polizist: Zwei Bayreuther Polizeibeamte haben dem bt erzählt, warum sie zur Polizei sind, wie die Ausbildung abläuft und welche Sachen sie im Alltag erleben.
Über die Arbeit im Hospiz wird selten geredet. Klar, der Tod ist ein unangenehmes Thema. Die Arbeit rund ums Sterben ist für Petra Eckert eine Passion.
Christopher Schramm aus Himmelkron hat keinen alltäglichen Beruf. Er arbeitet in einem kleinen Ingenieurbüro in Bayreuth. Seine Aufgabe: der Schutz des Grundwassers.
Wenn Valeria bei einem Beratungsgespräch merkt, dass der Kunde nicht genau weiß, was er will, schickt sie ihn lieber weg. „Dann sag ich, „Komm doch in einem halben Jahr wieder und mach dir bis dahin Gedanken“.
Lothar Ziegler ist der Leiter der Kläranlage in Bayreuth. Der 50-Jährige arbeitet dort seit 1999 und ist gelernter Diplom-Ingenieur für Verfahrenstechnik. Seit 2008 ist er der Chef des Klärwerks.
Im Klärwerk Bayreuth wird das Abwasser von etwa 90.000 Einwohnern gereinigt. Es wird nicht nur das Abwasser der Bayreuther gereinigt, sondern auch das, der Stadt Creußen und der Gemeinden Eckersdorf und Donndorf. „Von der Gemeinde Haag bekommen wir noch das Abwasser der Ortsteile Obern- und Unternschreez“, sagt Lothar Ziegler. Die Kläranlage kann maximal 1.300 Liter in der Sekunde reinigen, sagt er weiter. Wenn es regnet werden bis zu 100.000 Kubikmeter Wasser am Tag gereinigt: ist es dagegen trocken, sind es dagegen 25.000 Kubikmeter.

Von einem der Faulbehälter überblickt man die Kläranlage. Foto: Katharina Adler

Von diesem Zulauf aus, fließt das Abwasser in die Kläranlage. Foto: Katharina Adler
Die erste Stufe ist die mechanische Reinigung, in der es drei Säuberungsverfahren gibt. „Da haben wir erst einmal den Rechen mit sechs Millimetern Stababstand“, sagt Ziegler. Hier bleiben alle Stoffe, die größer als der Abstand sind, hängen. Das seien meistens Toilettenpapier, Gummihandschuhe oder Feuchttücher, erzählt der Chef des Klärwerks. Das Rechengut werde gewaschen, getrocknet und anschließend kompostiert.

In dem Rechen bleibt alles hängen, was größer als sechs Millimeter ist. Foto: Katharina Adler
Anschließend kommt der Sandfang: „Der Sandfang ist belüftet, damit sich der Sand besser am Boden absetzt.“ Der Sand wird dann am Boden abgezogen, gewaschen und danach als Recyclingmaterial wiederverwertet.

Der Sand wird getrocknet und kann dann wiederverwertet werden. Foto: Katharina Adler
„Die Schwebstoffe werden durch den Lufteintrag in Schwebe gehalten und kommen dann in die nächste Reinigungsstufe: ins Vorklärbecken“, sagt Ziegler. Dort setzen sich die Schwebstoffe ab. „Der Schlamm wird abgeschieden. Wir sagen Primärschlamm dazu.“ Der Schlamm komme dann aus dem Vorklärbecken heraus und setze sich auf dem Boden ab. Dort werde er mit einem Räumer in eine Vertiefung geschoben. Anschließend komme er in einen Vorlageschacht. „Von dort wird er in die Faulbehälter gepumpt.“

In den Faulbehältern wird der Schlamm etwa 30 Tage aufbewahrt. Dadurch wird sowohl die Schlammenge reduziert, als auch die Entwässerbarkeit des Schlammes verbessert. Bei dem Prozess entsteht methanhaltiges Biogas. Foto: Katharina Adler
Nach der mechanischen Reinigung kommt das Abwasser in die zweite Reinigungsstufe: die biologische Reinigung mit drei Säuberungsvorgängen. „Dort holen wir die gelösten Inhaltsstoffe raus.“ Dazu gehören Phosphor und Nitrat. Nitrat wird nochmal aufgedröselt in Stickstoff und Kohlenstoff.

In der biologischen Reinigungsstufe helfen Mikroorganismen bei der Reinigung des Abwassers. Foto: Katharina Adler
„In der biologischen Reinigung haben wir Bakterien und Mikroorganismen. Die brauchen die Stoffe als Nahrung. Sie helfen uns das Abwasser zu reinigen.“ Diese kleinen Helfer leben etwa 18 Tage in der Kläranlage, bevor sie schließlich als Überschussschlamm abgezogen werden und ebenfalls in einen Faulbehälter kommen.

Solche Mikroorganismen arbeiten in der biologischen Reinigungsstufe. Foto: Klärwerk Bayreuth
Der nächste Säuberungsvorgang ist die Nachklärung. Dort setzt sich der Belebt-Schlamm, also die Biomasse, am Boden ab. „Das Klarwasser läuft oben über und geht dann als sauberes Wasser in den roten Main“, sagt der Chef des Klärwerks. „Das Wasser schaut optisch wie Trinkwasser aus, ist aber keins.“ Denn entkeimt sei das Wasser nicht. „Die Reststoffe kann der Fluss mit seiner Selbstreinigungskraft noch selbst reinigen.“

Das gereinigte Klärwasser kommt in den Roten Main. Foto: Katharina Adler
„Die dritte Reinigungsstufe ist eine chemische Reinigung“, sagt Ziegler. Am Zulauf der biologischen Stufe werde dann ein Eisenfällmittel hinzugegeben, wenn die biologische Säuberung nicht ausreiche, um den Phosphor zu entfernen. Obwohl im Klärwerk das Abwasser gereinigt wird, werde als Nebenprodukt der Schlamm erzeugt. Der Schlamm komme in die großen Faulbehälter. Dort werde er auf circa 40 Grad aufgeheizt und bleibe etwa 25 bis 30 Tage dort.
Der Schlamm werde ohne Sauerstoff stabilisiert. Dadurch erzeugt die Kläranlage Biogas, dass „in einen Tank geht. Mit diesem Gas betreiben wir drei Blockheizkraftwerke und erzeugen so unseren eigenen Strom.“ Damit sei die Kläranlage auch fast energieautark. „Den Strom den wir in der Kläranlage brauchen, erzeugen wir zu 98 Prozent selbst.“ Sowohl die Gebäude, als auch das Warmwasser werde so selbst erzeugt. Der Schlamm werde getrocknet und danach in Zementwerken entsorgt oder in Kohlekraftwerken als Ersatzbrennstoff verwendet.

Der Schlamm wird in einem Gebäude getrocknet, dass einem Gewächshaus ähnlich ist. Foto: Katharina Adler
Auf der Mülldeponie in Heinersgrund waren wahrscheinlich noch nicht viele Bayreuther. Das liegt daran, dass eher ungewöhnlicher Abfall dorthin verfrachtet wird. Das Bayreuther Tagblatt dem Deponiemeister Oliver Gras bei seiner Arbeit über die Schulter geblickt.
Vor kurzem war bt-Redakteurin Susanne Monz bei einem Einsatz im Rettungshubschrauber dabei.
Oliver Gras hat eigentlich Chemielaborant gelernt. Als sein ehemaliger Arbeitgeber Stellen abbaute, musste er sich nach einem neuen Job umschauen. „Ich hab erfahren, dass bei der Stadt Bayreuth eine Stelle als Ver- und Entsorger frei ist“, erzählt der 50-jährige. Heute nennt man diesen Beruf Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft. Gras hatte Glück. Er bewarb sich und bekam den Job. Einige Jahre arbeitete er dann direkt auf der Deponie. Später zahlte die Stadt Bayreuth ihm die Ausbildung.
„Dann habe ich Lunte gerochen, dass mein Vorgänger nicht mehr lange arbeiten wird. Deswegen habe ich mich nochmal weitergebildet zum Städtereinigungsmeister“, sagt Gras. 1997 bekam er dann tatsächlich die Stelle und ist seitdem Deponiemeister. Zu seinen Aufgaben gehört unter anderem, Menschen am Telefon zur Abfallentsorgung zu beraten. Und das sowohl im privaten als auch im gewerblichen Bereich.
„Wir bekommen auf der Deponie etwas über 1000 Tonnen Asbest im Jahr“, sagt Oliver Gras. Das meiste davon sei Asbestzement der in Form von Platten auf den Dächern und Fassaden zu finden sei. Zudem werden Mineralfaserabfälle, kontaminierte Böden und Bauschutt zur Deponie gebracht. Diese Abfälle entstünden oft beim Rückbau von Gebäuden, erklärt Gras.
„Wir haben auch oft Stäube und Schlämme aus Industrie und Handwerk die wir bekommen.“ Alle Anlieferungen müssen vorher kontrolliert werden, ob sie auch wirklich auf die Deponie dürfen. Denn ohne Analyse dürfe keine Anlieferung stattfinden, sagt der Deponiemeister. Dieser Müll hat einen großen Vorteil: „Hier stinkt nichts.“ Das sei aber bundeseinheitlich so geregelt, denn es dürften keine übel riechenden Abfälle auf Deponien gebracht werden, erklärt Gras.

In diesen Säcken werden Mineralfaserabfälle angeliefert. Foto: Katharina Adler.
„Die Deponie hat ca. 12 Hektar“, sagt Oliver Gras. Früher war die Deponie in Heinersgrund eine normale Hausmüllhalde. Als diese dann in eine Wertstoffdeponie umgewandelt wurde, wurde der alte Ablageplatz abgedichtet und die neugeschaffene Fläche wiederverwendet.
Dabei sei die alte Deponie sei so abgedichtet worden, dass nichts ins Grundwasser gelangen können. Sieben Hektar davon seien inzwischen begrünt worden. Außerdem sollen noch bienenfreundliche Pflanzen angesät werden.

Dieser Teil der Deponie in Heinersgrund ist schon begrünt. Jetzt müssen noch die bienenfreundlichen Pflanzen angesät werden. Foto: Katharina Adler.
Daneben gibt es eine Entgasungsanlage. Mit dieser werden 26 Kubikmeter Deponiegas stündlich abgesaugt. „Und das 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche“, sagt Gras. Nur für Wartungsarbeiten würde die Anlage für ein paar Stunden abgestellt. Aber in der Zeit könne nichts passieren.

Hier wird das Deponiegas mit Sauerstoff gemischt und anschließend verbrannt. Foto: Katharina Adler.
Bayreuther Tagblatt
Tunnelstraße 15
95448 Bayreuth
Die Redaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 45
E-Mail: redaktion@bayreuther-tagblatt.de
Das Kunden- & Verkaufsmanagement
Telefon: +49 921 / 99 00 99 47
E-Mail:verkauf@bayreuther-tagblatt.de
Die Magazinredaktion
Telefon: +49 921 / 99 00 99 48
E-Mail: magazin@bayreuther-tagblatt.de
