Kujala: Wo der Weg der Tigers hinführen kann

Nach dem 5:2 Heimerfolg der Bayreuth Tigers gegen die Eispiraten Crimmitschau sprechen die Coaches Kim Collins und Petri Kujala über das Spiel und die weiteren Saisonpläne.

Von einem 6-Punkte-Spiel spricht Crimmitschau Trainer Kim Collins nach dem Spiel und von einer Niederlage, die weh tue.

Tigers-Coach Petri Kujala dagegen weiß, dass Goali Brett Jaeger die Tigers einige Male an diesem Sonntagnachmittag gerettet hat. Und dass, wer einen Playoff-Platz erreicht, grundsätzlich auch Meister werden kann.

 

Sieg gegen Crimmitschau: Tigers mit Glück und Jaeger

5:2! Wichtiger Heimsieg der Tigers am Sonntagnachmittag gegen die Eispiraten Crimmitschau. Und so kam’s dazu. Das Spiel zum Nachlesen:

16 Uhr, Tigerkäfig. Es geht um nicht weniger als um den 10. Platz in der DEL2. Das bedeutet die Teilnahme an den Pre-Playoffs. Da wollen die Tigers hin, Crimmitschau, die vor dem Spiel auf Platz 10 liegen, aber auch. Es wäre die bisher beste Platzierung für die Tigers in der laufenden Saison, die mit sieben Niederlagen in diese Spielzeit gestartet sind und sich seitdem nach oben kämpfen.

Die Tigers mit einem überraschenden Auswärtssieg beim Tabellenführer Frankfurt im Rücken, Crimmitschau reist mit der Heimniederlage gegen Bad Nauheim an.

2300 Zuschauer sind gekommen. Das ist mal ne Ansage. Aufgrund der Uhrzeit und der Fan-Freundschaft der beiden Teams ist auch der Fan-Block der Crimmitschauer gut gefüllt. Was sie sehen, ist kein hochklassiges, aber ein intensives Spiel.

Die Starting-6 der Gäste aus Crimmitschau: Yannick Mund, Patrick McNally, Rob Flick, Patrick Klöpper, Christoph Körner, Sebastian Albrecht

Die Starting-6 der Tigers: Martin Heider, Simon Karlsson, Ivan Kolozvary, Michal Bartosch, Kevin Kunz, der seinen Vertrag in der vergangene Woche gerade erst verlängert hatte. Im Tor: Brett Jaeger

Zerfahrenes Spiel in den ersten zehn Minuten. Beide Mannschaften haben es eilig, nennenswerte Chancen kommen dabei aber nicht zustande.

14. Minute, Konter eingeleitet von Simon Mayr über Sebastian Busch, kommt der Puck zu Tim Richter und der locht ein, nicht zu halten, rechts oben ins Eck. Zicke zacke, zicke zacke hoi hoi hoi.

16. Minute, Glanzparade von Jaeger nach Schuss von Carl Hudson, lenkt er den Puck übers Tor ins Fangnetz. Aufatmen im Tigerkäfig. Schon die dritte Großtat am Nachmittag vom Tigers-Goalie. Crimmitschau erhöht den Druck, plötzlich zappelt der Puck im Netz der Tigers aber abgepfiffen.

Die erste Strafe des Spiels kassiert Christian Hilbrich für die Gäste. Zwei Minuten weil er Jaeger ein bisschen zu unsanft angeht. DieTigers bis zur Drittelpause in Überzahl. Passiert aber nichts mehr. 1:0 für die Tigers nach 20 Minuten. Die Tigers haben Glück und einen bärenstarken Brett Jaeger.

2. Drittel, wenig passiert, Rob Flint bekommt zwei Minuten wegen Stockschlagen, dieTigers wieder in Überzahl.

32. Spielminute, Timo Gams alleine vor dem Tor der Sachsen, scheitert aber am Goalie. Wäre auch nicht verdient gewesen. Crimmtschau agiler im 2. Drittel.

35. Spielminute, Toooor! Ville Järveläinen, der Mann mit dem goldenen Helm, macht sein 13. Saisontor. Und was für ein wichtiges. Ene mene miste, es rappelt in der Kiste! Vorarbeit von Niklas Mannes und Juuso Rajala. Aber die Freude währt nicht lange. Im Gegenzug schließen die Eispiraten auf. Das 1:2 macht Dominic Walsh.

Noch 30 Sekunden im 2. Drittel auf der Uhr, da bekommt Mark Heatley zwei Minuten wegen Zeitspiel. Die Tigers starten als in Unterzahl ins dritte Drittel.

43. Spielminute, mit Karlsson und Richter haben die Tigers gerade zwei Zeitstrafen zeitgleich wegen Haken und Behinderung bekommen, da rappelt’s im Karton – und zwar in dem von Brett Jaeger. Ausgleich, 2:2, Crimmitschau feiert.

47. Spielminute, Michal Bartosch wird bedient, zieht trocken von halb rechts ab, die Führung für die Tigers kommt aus dem Nichts!

Jetzt hält Jaeger zwei Mal gut auf der Linie. Wenn die Tigers das Ding heute gewinnen, können Sie sich bei ihrem Goalie bedanken.

Jetzt geht es auf und ab: Järveläinen mit dem Pfostentreffer. Die Fans erheben sich. Brett Jaeger muss wieder eingreifen. Knappe Kiste.

Dann ist Ivan Kolozvary durch, macht’s alleine, wir schreiben die 52. Spielminute. 4:2! Ob jetzt Ruhe einkehrt?

Timo Gams ist alleine vor dem Tor der Sachsen und kriegt den Puck nicht unter. Das wär’s gewesen. Fünf Minuten noch in diesem offenen Schlagabtausch.

Drei Minuten vor Schluss räumt der Goalie der Crimmitschauer das Feld. Die Tigers schießen mehrmals aus der Entfernung drauf aber treffen es nicht. Immernoch 4:2. Die Führung könnte mittlerweile höher sein.

20 Sekunden vor Schluss macht Timo Gams den Deckel drauf, trifft das leere Tor. 5:2! Ende!

Spieler des Tages bei den Tigers ist Ivan Kolozvary.

Jetzt warten auf die Tigers und ihre Fans zwei weitere Heimspiele. Am Dienstag warten um 20 Uhr die Heilbronner Falken im Eisstadion, am Freitag kommen um 20 Uhr die Tölzer Löwen.

Tigers gegen Crimmitschau: Alles auf Sieg!

Am Sonntagabend empfangen die Bayreuth Tigers die Eispiraten aus Crimmitschau. Das “Derby” gegen die Sachsen ist auch dieses Mal wieder besonders brisant.

Genau 139 Kilometer liegen zwischen dem oberfränkischen Bayreuth und der sächsischen Kreisstadt Crimmitschau. Vergleicht man die Strecke mit den weiten Auswärtsreisen nach Ravensburg, Kassel oder Freiburg, ist die Fahrt zu den Eispiraten quasi ein Katzensprung. Nicht nur deshalb hat das “Derby” gegen den ETC Crimmitschau einen besonderen Stellenwert.

Insgesamt trafen die Bayreuther und das einstige DDR-Top Team zehn Mal aufeinander. Fünf Siegen der Tigers stehen fünf Erfolge für die Eispiraten gegenüber. Die direkten Vergleiche aus dieser Spielzeit hätten dabei nicht unterschiedlicher verlaufen können.

Auf Klatsche folgt Kantersieg

Das erste Aufeinandertreffen der Saison endete mit einer herben Heimniederlage der Bayreuther. 0:5 hieß es dort am Ende aus Sicht der Tigers. Die Klatsche im “Derby” schmeckte den Fans im Bayreuther Tigerkäfig natürlich überhaupt nicht. Auch die Spieler selbst hatten noch länger an der Niederlage zu knabbern. So gingen die nächsten zwei Spiele gegen Frankfurt (4:10) und Bad Nauheim (1:5) deutlich verloren, bevor das Team von Petri Kujala langsam wieder in die Spur fand.

Im zweiten Aufeinandertreffen der Saison gelang den Tigers dann die Revanche. So schenkten die Bayreuther, dieses Mal auswärts, den Eispiraten ihrerseits ordentlich ein: Am Ende triumphierten die Raubkatzen mit 6:1. Diesen Schwung nahmen die Bayreuther dann auch mit in die nächsten Partien. So gelangen Siege gegen Bietigheim, Bad Tölz und Weisswasser sowie vergangenen Freitag schließlich der Coup, ein Auswärtssieg beim Top-Team aus Frankfurt.

Sieg abseits der Eisfläche

Besonders brisant war sicher das Aufeinandertreffen zwischen Tigers und Eispiraten vor rund einem Jahr. Am 28. Januar gastierten die Tigers in Crimmitschau und zogen scheinbar den Kürzeren. Die Anzeigetafel zeigte zum Schluss der Partie ein 9:5 für die Gastgeber an. Wenig später schlug die Freude der Sachsen jedoch um. Weil sie einen nicht lizensierten Spieler eingesetzt hatten, wurde das Spiel durch die Ligagesellschaft mit 0:5 gewertet. Die Bayreuther gewannen die Partie also am Grünen Tisch. Jörg Buschmann, der Geschäftsführer der Eispiraten erklärte daraufhin: „Die von uns vorgelegten Unterlagen waren nicht korrekt, wie sich hinterher herausstellte. Wir akzeptieren die Strafe der Ligagesellschaft und entschuldigen uns bei unseren Fans und der Mannschaft für den Punktabzug“.

Die letzten 5 Partien in der Übersicht

Datum HeimteamErgebnisGast 
7. Dezember 2018Eispiraten Crimmitschau1:6Bayreuth Tigers
19. Oktober 2018Bayreuth Tigers0:5Eispiraten Crimmitschau
2. März 2018Eispiraten Crimmitschau3:4Bayreuth Tigers
26. Januar 2018Bayreuth Tigers0:5 (Wertung)Eispiraten Crimmitschau
3. Januar 2018Bayreuth Tigers3:4Eispiraten Crimmitschau

Tigers gewinnen Abwehrschlacht beim Tabellenführer

Ohne Kapitän Jozef Potac und Torjäger Luca Gläser haben die Bayreuth Tigers am Freitagabend mit 4:3 gewonnen und damit tatsächlich drei Punkte vom Tabellenführer der DEL2, den Löwen Frankfurt, entführt.

Konzentrierte Abwehrleistung

Die Tigers begannen die Partie konzentriert und ließen zum Anfang nicht viel zu. Einen schnellen, langen Pass von Rajala konnte Kronawitter nach sechs Minuten gleich zur Führung umsetzen, in dem er die Scheibe Andryukhov durch die Schoner spitzelte. Järveläinen hatte nur wenige Minuten später sogar die Chance den Spielstand zu erhöhen als er aus halbrechter Position die Latte anvisierte. In der Folge kam Frankfurt stärker ins Spiel und kreierte immer wieder Chancen, die jedoch oftmals bei Jaeger landeten. Trotz weiterer Chancen der Gastgeber ging das Drittel – was das Ergebnis anging – an die Tigers.

Goalie Brett Jaeger in Topform

Frankfurt kam mit Dampf aus der Kabine. Ein ums andere Mal tauchten die Angreifer der Hessen vor Jaeger auf, der an seinem Geburtstag und an alter Wirkungsstätte oft blitzschnell reagierte und seine Jungs im Spiel hielt. Nach fünf Minuten in diesem Abschnitt befreiten sich die Wagnerstädter und kamen durch Bartosch, Kolozvary und Rajala zu eigenen Chancen. Järveläinens kluger Pass auf Mannes, der noch einen Frankfurter stehen ließ – brachte zunächst die Zwei-Tore-Führung – mit dem ersten Treffer des jungen Defenders im Tigers-Trikot.

Gute Reflexe auf der Linie

Danach stand wieder Jaeger im Mittelpunkt, als er einen Penalty von Breitkreuz parierte und kurz darauf das Glück des Tüchtigen hatte und der Pfosten für ihn rettete. Als Yorke auf den Plan trat und die Scheibe von der blauen Linie genau ins linke obere Toreck zimmerte, war Jaeger machtlos und zum ersten Mal geschlagen. Mehrfach musste der Bayreuther Torsteher in der Folge eingreifen und machte mit schnellen Reflexen Chancen von Koziol, Eisenmenger, und Lewandowski zu Nichte. Einzig Kunz konnte zwischendurch einmal für Entlastung sorgen und eine der wenigen Chancen für die Tigers skizzieren.

Tigers mit großem Kampf

Mit einem Schussverhältnis von 21:7 für die Gastgeber alleine im letzten Abschnitt ist vieles gesagt. Frankfurt rannte an und machte über 20 Minuten Druck. Kerälä eröffnete das Drittel gleich mit einem Lattentreffer und in der Folge schnürten die Mainhessen Bayreuth regelrecht ein. Erst durch eine vermeidbare Strafe, die Maximilian Eisenmenger zog, konnten sich die Tigers aus der Umklammerung befreien und kamen dabei nach 50 Minuten zum Torerfolg durch Rajala, der ein starkes Solo selbst abschloss.

Frankfurt packt die Brechstange aus

Den Anschlusstreffer der Löwen durch Kerälä beantworteten die Tigers durch Heatley, der einen zentimetergenauen Querpass von Rajala zur erneuten 2-Tore- Führung versenkte. Frankfurt probierte es nun mit der Brechstange und als Gams eine Strafe für Jaeger absaß und die Löwen den Goalie vom Eis nahmen, gelang ihnen mit zwei Mann mehr auf der Eisfläche der Anschlusstreffer. Mehr ließen die aufopferungsvoll kämpfenden Mannen von Coach Kujala an diesem Abend nicht mehr zu und nahmen am Ende die drei Punkte mit nach Oberfranken.

Einen Tabellenplatz nach oben

Da alle direkten Konkurrenten an diesem Abend ohne Punkte blieben, konnte man den Abstand zu Freiburg, Tölz und Deggendorf etwas vergrößern, kletterten gleichzeitig einen Platz in der Tabelle und ist mit nur zwei Punkten Abstand auf Sonntags-Gegner Crimmitschau, die ebenfalls punktlos blieben,in Schlagdistanz, was einen Pre-Playoff-Platz angeht.

Die Partie am Sonntag gegen die Eispiraten beginnt bereits um 16 Uhr.

Die Daten zum Spiel in Frankfurt

Zuschauer: 4528
Strafen: Frankfurt: 8 + 10 Max. Eisenmenger Bayreuth: 6Powerplay: Frankfurt: 2/3 Bayreuth 1/4

Frankfurt: Andryukhov, Kucis – Yorke, Maginot, Magnus. Eisenmenger, Erk, Hüttl, Spang, Schüle (2), Faber (2) – Tousignant, Proft, Fischer, Lewandowski, Breitkreuz, Pistelli (2), Maximilian. Eisenmenger (12), Kerälä, Mitchell, Cornett, Koziol, Meisinger

Bayreuth: Jaeger (2), Herden – Karlsson, Heider (2), Martens, Mayr, Mannes – Bartosch, Kolozvary, Kunz, Heatley, Rajala, Järveläinen (2), Richter, Busch, Gams, Kronawitter, Kirchhofer

Tore: 0:1 (6.) Kronawitter (Rajala), 0:2 (28.) Mannes (Järveläinen), 1:2 (33.) Yorke (Lewandowski), 1:3 (51.) Rajala (Karlsson) PP1, 2:3 (53.) Kerälä (Koziol, Pistilli), 2:4 (57,) Heatley (Rajala, Heider). PP1, 3:4 (58.) Proft (Kerälä, Schüle) PP1

Tigers wollen beim Angstgegner punkten

Heute Abend gastieren die Bayreuth Tigers bei den Löwen Frankfurt. Bislang gab es gegen die Hessen aus Bayreuther Sicht kaum etwas zu holen. Das soll sich nun ändern.

Blickt man auf die letzten zwölf Spiele, sind die Bayreuth Tigers eine typische Mannschaft aus dem Mittelfeld der Tabelle. Sechs Siege und sechs Niederlage stehen aus den besagten Partien zu Buche. Das Problem dabei: Die Bayreuther stehen nicht im Mittelfeld der Tabelle. Aufgrund des verpatzten Saisonstarts belegt das Team von Coach Petri Kujala weiterhin einen Relegationsplatz. Doch das muss nicht so bleiben. Am Freitagabend haben die Tigers ab 19:30 Uhr wieder die Chance auf drei Punkte um somit, langsam aber sicher näher an die Tabellenregionen zu kommen, die zum Spielvermögen der Bayreuther passen. Die Aufgabe bei den Löwen Frankfurt wird dabei wahrlich keine leichte, kann man das Team aus der hessischen Bankenmetropole durchaus als Angstgegner der Bayreuther ansiedeln.

Der Angstgegner aus Frankfurt

In zehn Aufeinandertreffen gab es für die Bayreuther bislang erst einen einzigen Sieg. Dieser fiel mit 7:1 zwar durchaus deutlich aus, dennoch hatte man in allen anderen neun direkten Aufeinandertreffen das Nachsehen. Nachdem es im November noch eine herbe 4:10-Klatsche in Frankfurt setzte, machten die Tigers im Dezember Zuhause bei der unglücklichen 1:2-Niederlage eine deutlich bessere Figur.

Besonders auswärts sind die Tigers auch immer wieder für Überraschungen gut. Derzeit belegen die Bayreuther Platz neun der “Auswärtstabelle” der DEL2. Dabei punkteten die Jungs von Petri Kujala unter anderem bei den Top Teams aus Ravensburg und Weisswasser, sowie beim amtierenden Meister, den Bietigheim Steelers. Ein Sieg beim Tabellenführer aus Frankfurt würde den Tigers vor dem Heimspiel Doppelpack am Sonntag und Dienstag ordentlich Rückenwind geben. Dies wäre besonders für das Derby gegen Crimmitschau am Sonntag eine gute Ausgangsposition.

Löwen Frankfurt vs. Bayreuth Tigers: Der Direktvergleich

 
Bayreuth TigersLöwen Frankfurt
SpielstätteStädtisches Kunsteisstadion Bayreuth (4.565 Plätze)Eissporthalle Frankfurt (6.990 Plätze)
Zuschauerschnitt1.681 Zuschauer4.051 Zuschauer
VereinsfarbenSchwarz, GelbSchwarz, Silber, Orange
TrainerPetri KujalaMatti Tiilikainen
Direkter Vergleich3 Siege9 Siege
Erzielte Treffer im direkten Vergleich3655
Letzte SaisonBayreuth Tigers vs. Löwen Frankfurt 1:2
Bayreuth Tigers vs. Löwen Frankfurt 5:2
Löwen Frankfurt vs. Bayreuth Tigers 10:4
Löwen Frankfurt vs. Bayreuth Tigers 3:4
Größte ErfolgeAufstieg in die 1. Bundesliga 1985
Deutscher Zweitliga-Meister (IV)
Deutscher Oberliga-Meister 1983
DEL2-Meister 2017
Meister der Oberliga West 2014
Meister der Regionalliga West 2011
Tabellenplatz14. Platz (5 Punkte)4. Platz (16 Punkte)
Tordifferenz23:33 (-10)37:28 (+9)
Top TorjägerSimon Karlsson (4 Tore)Eduard Lewandowski (7 Tore)
Die meisten PunkteJuuso Rajala (10 Punkte)Eduard Lewandowski (13 Punkte)
Die meisten AssistsJuuso Rajala (7 Assists)Stephen MacAulay (8 Assists)
Bester Plus/Minus-WertTim Richter (3)Steven Delisle (10)
Strafen110122
Powerplay %10,2%14,6%
Tore pro Spiel im Durchschnitt2,564,11
Gegentore pro Spiel im Durchschnitt3,673,11

Kunz spielt weiter für die Tigers

Der 20-Jähirge Stürmer Kevin Kunz hat seinen Vertrag bei den Bayreuth Tigers für die kommende Saison verlängert. Nachdem er vor der Saison vom ECH Timmendorf nach Bayreuth wechselte, hat er sich kontinuierlich neben Bartosch und Kolozvary in die erste Sturmreihe hochgearbeitet.

Seine Anfänge nahm der Spieler im Nachwuchs seines Heimatvereins Weißwasser und bei den Eisbären Berlin. Im Tagblatt-Interview verrät Kunz, welche Ziele er mit den Tigers hat.

Kevin, was hat am Ende den Ausschlag gegeben, deinen Vertrag zu verlängern?

Kunz: Ich bekomme vom Trainer sehr viel Vertrauen und Eiszeit, was in meinem Alter natürlich sehr gut ist. Ich kann mich hier in Bayreuth als Eishockeyspieler einfach weiterentwickeln. Zudem passt es im Team und fühle mich sehr wohl.

Gilt dies ebenso für die Stadt und dein Umfeld?

Kunz: Ja, ich habe mich vom ersten Tag in Bayreuth sehr wohl gefühlt. Die Stadt ist sehr schön und nicht zu groß.

Im Team spielst Du derzeit und schon seit längerem mit Michal Bartosch und Ivan Kolozvary. Wie ist das Gefühl mit den beiden in einer Reihe zu stehen?

Kunz: Anfangs war es schon eine Umstellung mit so erfahrenen Jungs zusammen zu spielen. Inzwischen geht das problemlos. Ich kann von den beiden nur lernen und profitieren und wenn es mal nicht so läuft oder man einen Fehler macht, wird einem auch nicht der Kopf abgerissen.

Wie ist die Stimmung im Team angesichts dessen, dass man knapp vor einem Pre-Playoff-Platz steht?

Kunz: Die Stimmung ist, im Gegensatz zum Anfang der Saison, sehr gut. Im Training geht es auch recht locker zu und alle sind sehr positiv. Bei den Spielen gibt es natürlich eine gewisse Anspannung, alle wissen worum es geht und sind hoch konzentriert.

Welche Ziele hast Du dir gesetzt?

Kunz: Im Prinzip so viel Eiszeit wie möglich zu erhalten. Und natürlich möchte ich dem Team so gut es geht helfen, den 10. Platz zu erreichen, worauf wir alle zusammen hinarbeiten.


Interview: Alexander Vögel.

Brett Jaeger bleibt Tigers treu!

Seit dem gestrigen Nachmittag steht fest, dass Brett Jaeger auch in der Saison 2019/20 für Bayreuth aufs Eis gehen wird. Jaeger bleibt den Tigers treu, unabhängig davon, in welcher Liga das Team in der nächsten Saison spielen wird. Der neue Vertrag des Schlussmanns gilt für ein Jahr.

Das ist Brett Jaeger

Brett Jaeger ist Deutsch-Kanadier. 1998 begann er bei Drayton Valley Thunder in der kanadischen regionalen Nachwuchshockeyliga Alberta Junior Hockey League seine Karriere. 2012 wechselte er dann nach Deutschland. Dort ging er für verschiedene Teams aufs Eis. Zwei Mal gewann er in dieser Zeit die DEL2-Meisterschaft. 2016/17 wurde er zudem bei den Löwen Frankfurt zum Playoff-MVP gewählt und trug wesentlich zum Meistertitel der Hessen bei. In der darauffolgenden Saison hatte der Schlussmann mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen und absolvierte nur 14 Spiele für die Löwen. Daraufhin wechselte er nach Bayreuth. Dort entwickelte er sich schnell zum Leistungsträger im Team.

Das sagt Geschäftsführer Matthias Wendel

„Für uns ist es sehr wichtig, dass wir nach der Verlängerung mit unserem Trainer, eine der sehr wichtigen Positionen im Team mit Brett – und so mit einem aus unserer Sicht besten Torhüter der Liga – schon jetzt besetzen konnten. Zudem besetzt Brett keine Kontingentstelle, was uns natürlich handlungsfähiger macht“, merkt man Geschäftsführer Matthias Wendel die Freude über diese Personalie an.

Brett Jaeger über seine Vertragsverlängerung

„Wir arbeiten in jedem Spiel hart und wollen die Liga halten und auch im nächsten Jahr in der DEL2 spielen. Ich bin überzeugt, dass wir das schaffen können“, erklärte Jaeger zum sportlichen Teil. Doch nicht nur die sportlichen Aspekte haben den Ausschlag gegeben: „Wir, meine Familie und ich, haben uns sofort wohlgefühlt in Bayreuth. Die Stadt ist nicht so groß und anonym. Es geht, auch im Club selbst, sehr familiär zu, was uns sehr gut gefällt und warum wir uns vorstellen könnten, auch länger zu bleiben.“

„Bayreuth hat mir nach der schweren Saison in Frankfurt die Chance gegeben, wofür ich dankbar bin, und auch aus diesem Grund war es für mich keine Frage, jetzt weiterhin für die Tigers aufs Eis zu gehen“
(Brett Jaeger, Bayreuth Tigers).

Für die kommende Spielzeit können die Tigers bislang fest mit Coach Petri Kujala, Michael Bartosch, Brett Jaeger sowie Martin Heider planen. Gelingt der Klassenerhalt, wird auch Sebastian Busch sicher im Kader der Wagnerstädter bleiben.

Wölfe machen Sieg im zweiten Drittel klar

Die Bayreuth Tigers waren am Sonntag zu Gast beim EHC Freiburg. Vor 1.704 Zuschauern kämpfte das Team von Petri Kujala um Punkte. Doch kein Chance zum Ausgleich: Das Spiel endet mit 4:2 für Freiburg.

Kein Erfolg trotz gutem Spielstart

Die Partie in Freiburg startete mit vielen Chancen für die Tigers im ersten Drittel. Jedoch erzielte hier erst einmal keine der Mannschaften einen Treffer. Als spielführende Mannschaft kristallisierte sich allerdings bis dato Bayreuth heraus. Das zweite Drittel begann mit 17 Sekunden doppelter Überzahl für Freiburg und der erste Treffer ließ nicht lange auf sich warten. Mancari traf in den Winkel. Eine knappe Minute später nutzte Richter einen Abpraller zum Ausgleich. Doch die Wölfe konnten kontern: Weitere Treffer von Stas, Moser und im Anschluss von Mikyska ließen den EHC Freiburg in diesem Spielabschnitt in Führung gehen. Der Anschlusstreffer für Bayreuth durch Rajala fiel kurz vor Ende des zweiten Drittels. Im letzten Durchgang reichte es dem EHC Freiburg, das Spiel zu verwalten. Die Tigers spielten zu überhastet gegen ein inzwischen eingespieltes Team aus Freiburg. Der Endstand der Sonntagspartie lautete 4:2 für Freiburg.

Mehr Informationen finden Sie auf der Website der Bayreuth Tigers. 

Wir haben im ersten Drittel gut angefangen und die Scheibe kontrolliert. Alles ist gelaufen wie es sollte. Im zweiten Drittel waren wir etwas nervös, Freiburg hat zwei Tore im Powerplay gemacht. Wir haben heute schlecht in Unterzahl gespielt. Ein paar Chancen hatten wir, konnten aber diese nicht verwerten. Das letzte Drittel hat Freiburg gut verteidigt und am Ende verdient gewonnen“ (Tigers Trainer Petri Kujala).

Tigers wollen in Freiburg punkten

Manche Gegner im Mannschaftssport liegen einem, auch wenn kaum einer genau weiß warum. Kassel liegt Bayreuth schon seit man in die DEL2 aufgestiegen ist und am vergangenen Freitag kam so ein weiterer verdienter Erfolg der Bayreuther dazu. Die Tigers konnten die Kassel Huskies mit 4:1 schlagen. Am heutigen Sonntag geht die Reise der Wagnerstädter nach Freiburg. Wir haben den Gegner unter die Lupe genommen.

Gut drei Monate liegt das letzte Gastspiel der Bayreuth Tigers in Freiburg zurück. Am 12. Oktober reiste der Tabellenletzte aus Bayreuth mit dem ersten Saisonsieg im Rücken in den Breisgau und verloren dort mit 3:5. Seitdem hat sich viel geändert. Die Bayreuther konnten ihre Leistungen merklich verbessern, die Rote Laterne abgeben und spielen phasenweise auf Augenhöhe mit den Topteams der DEL2. Das Selbstverständnis des Teams von Petri Kujala ist beim heutigen Auswärtsspiel in Freiburg nicht mehr mit dem von damals zu vergleichen. Aber auch der Gegner hat sich seitdem gewandelt.

Die Wölfe aus Freiburg

Bei den Freiburgern gab es einen prominenten Wechsel auf der Trainerbank. Nachdem der langjährige Trainer Leos Sulak beurlaubt wurde, haben die beiden Ex-Spieler Melichar und Khaidarow den Platz auf der Trainerbank der Wölfe übernommen. Auch der Kader des Teams von der Dreisam hat sich verändert. Die Spitze bildet hierbei Rückkehrer und Allrounder Marc Mancari. Das Team basiert auf einer stabilen Defensive, die um die Spieler Brückmann und Havel gestaffelt ist. Viele Verletzungen und die teils schwache Offensive sorgen jedoch dafür, dass die Freiburger bislang noch nicht in höhere Tabellenregionen vorstoßen konnten.

Wohin führt der Weg der Tigers?

Nach dem verpatzten Saisonstart mit sieben Niederlagen am Stück, haben die Tigers durch harte Arbeit und gute Leistungen in den letzten Monaten deutlich Boden gut gemacht. Inzwischen sind die Nichtabstiegsplätze kein fernes Ziel mehr. Sogar eine Platzierung im Mittelfeld scheint derzeit möglich. Wichtig dabei sind natürlich die Duelle mit direkten Konkurrenten wie dem EHC Freiburg. In puncto Direktvergleich (siehe unten) haben die Freiburger da derzeit hauchdünn die Nase vorne. Für die Tigers spricht hingegen das Durchhaltevermögen des Teams. Gerade in engen Duellen, die über die normale Spielzeit hinausgehen, behielten die Tigers in dieser Saison bis auf die beiden Partien gegen Kaufbeuren immer die Oberhand. Gegner wie Bietigheim, Dresden, die Lausitzer Füchse oder auch Kassel wurden allesamt in der Overtime von den Tigers geschlagen. Besondere Stärke bewiesen die Tigers auch beim Sieg im Shoot Out gegen Weisswasser.

EHC Freiburg vs. Bayreuth Tigers

 
Bayreuth TigersKassel Huskies
CheftrainerPetri KujalaTimothy Kehler
SpielstätteStädtisches Kunsteisstadion BayreuthEissporthalle Kassel
Kapazität4.565 Plätze6.100 Plätze
Siege im Direktvergleich64
Erzielte Punkte im Direktvergleich3332
Bisherige Aufeinandertreffen Saison 18/19 Bayreuth Tigers vs. Kassel Huskies 3:1Kassel Huskies vs. Bayreuth Tigers 4:5
Letzte SaisonBayreuth Tigers vs. Kassel Huskies 3:6Kassel Huskies vs. Bayreuth Tigers 2:3 (i.O.)
Höchster SiegBayreuth Tigers vs. Kassel Huskies 5:2Bayreuth Tigers vs. Kassel Huskies 3:6
Aktueller Tabellenplatz127
Die letzten 5 SpieleS-S-S-N-N (3 Siege, 2 Niederlagen)S-N-S-S-S (4 Siege, 1 Niederlage)
Kujala Wendel Tigers

News aus dem Tigerkäfig: Bosas geht, Kujala bleibt

Petri Kujala bleibt über diese Saison hinaus Trainer der Bayreuth Tigers. Aktuell unterzeichnete der 48-jährige Übungsleiter einen Vertrag für die kommende Spielzeit, unabhängig davon, in welcher Liga die Tigers in der Saison 2019/2020 antreten werden. Zur Vertragsverlängerung äußerten sich Geschäftsführer Matthias Wendel und Petri Kujala im folgenden Interview der Bayreuth Tigers, das uns via Pressemitteilung erreichte.



Herr Wendel, zu einem – in vielen Fällen -ungewöhnlich frühem Zeitpunkt einen neuen Vertrag für den Trainer. Was hat Sie dazu bewogen?

Matthias Wendel: Wir sind mit der bisherigen Arbeit von Petri Kujala mehr als zufrieden. Deshalb haben wir uns kürzlich verständigt und sind sehr schnell zu dem Ergebnis gekommen, dass wir weiterhin zusammen arbeiten wollen.

Der Vertrag ist unabhängig von der Liga?

Matthias Wendel: Zunächst gehen ich und auch Petri Kujala davon aus, dass wir auch kommende Saison in der DEL2 spielen. Das ist jedenfalls das erklärte Ziel! Sollte dies aber eben nicht der Fall sein, werden wir den in dieser Saison begonnenen Weg trotzdem weiterhin zusammen gehen. Wir denken langfristig und möchten bzw. werden in Bayreuth ein Team aufbauen, das auf einem gesunden Fundament steht und sich in der Liga – nach Möglichkeit in der DEL2 – etabliert.

Sie sind also rundum zufrieden?

Matthias Wendel: Wir lassen uns nicht aus der Ruhe bringen und sind uns da ganz ähnlich, dass wir z.B. schwierige Situationen erst einmal analysieren und dann nach Lösungen suchen. Hektik und Aktionismus bringt keinem etwas. Zudem passt es zwischen dem Trainer und mir auch im zwischenmenschlichen Bereich, was die Arbeit für beide Seiten natürlich sehr angenehm macht.

Der Unterschied zur Planung der vorangegangenen Saison ist sicher der Zeitfaktor?

Matthias Wendel: Natürlich. Auch dies ist ein entscheidender Grund, warum wir bereits jetzt Nägel mit Köpfen gemacht haben. Im Gegensatz zum Vorjahr, wo wir praktisch erst Juni ernsthaft mit der DEL2 planen konnten, können wir nun bereits zum jetzigen Zeitpunkt beginnen, die Kaderplanung für die bevorstehende Saison in Angriff zu nehmen. Erste Gespräche mit Akteuren werden wir zeitnah führen.

Herr Kujala, warum weiterhin Bayreuth?

Petri Kujala: Warum nicht? (grinst)

Konkreter, was hat Sie bewogen, für eine weiteres Jahr in Bayreuth zu zusagen?

Petri Kujala: Ich bin schon viele Jahre beim Eishockey aktiv, habe viel gesehen und mitbekommen. In Bayreuth kann man sehr gut arbeiten. Es funktioniert einfach gut.

Also gab es keine „zähen Verhandlungen“?

Petri Kujala: Nein, es ging sehr schnell. Matthias Wendel und ich haben kurz gesprochen und waren uns sehr schnell einig. Es gab für mich gar keinen Grund, nicht in Bayreuth zu bleiben.

Die Tigers sind sehr schlank aufgestellt, was administrativen Bereich angeht. Wie kommen Sie damit zurecht?

Petri Kujala: Sehr gut und es hat sogar auch Vorteile. Jeder weiß in einem kleineren Team was zu tun ist und macht das einfach.

Die Kaderplanung für die kommende Spielzeit beginnt also ab sofort?
Petri Kujala: Ja, wir werden das gemeinsam in Ruhe angehen und unsere Möglichkeiten ausloten.


Abschied für Bosas

Tigers Eishockey  Spieler Bosas

Arnoldas Bosas, Foto: Karo Vögel

Spieler Arnoldas Bosas hingegen wird die Tigers mit sofortiger Wirkung verlassen. Er war vor Saisonbeginn vom EV Regensburg gekommen. Aufgrund der Situation mit fünf Kontingentspielern, die derzeit im Kader der Tigers stehen und den damit überschaubaren Einsatzzeiten des Litauischen Nationalspielers, hat man sich beiderseitig verständigt, das bestehende Vertragsverhältnis aufzulösen. Arnoldas stand 20 Partien für das Team auf dem Eis, wobei ihm sieben Tore und vier Vorlagen gelangen.