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CO2 kompensieren: Fliegen ohne schlechtes Gewissen?

Es ist Ferienzeit und damit auch Urlaubszeit. Für viele heißt es deshalb: Koffer packen, ab zum Flughafen und abheben. Doch immer mehr Urlauber plagt das schlechte Gewissen beim Fliegen. Flugscham ist das Wort, das in diesem Zusammenhang immer wieder in den Medien auftaucht.

Warum sollte man sich schämen, wenn man in den Urlaubsflieger steigt? Die Antwort: Der Ausstoß von CO2 und anderen Schadstoffen belastet die Umwelt enorm.

CO2-Kompensation

Doch keine Sorge. Es gibt eine Lösung dafür, die zumindest das schlechte Gewissen ein wenig beruhigen kann. Viele Fluggäste kompensieren ihren CO2-Ausstoß. Sie bezahlen Dienstleister, die Klimaschutzmaßnahmen finanzieren und damit die Menge an CO2 an anderer Stelle vermeiden, die der Kunde bei seinem Urlaubsflug produziert hat. Kritiker sehen darin eine Art Ablasshandel, andere sind der Meinung, dass kompensieren besser ist, als überhaupt nichts zu tun.

So funktioniert’s

Anbieter gibt es viele. Das Prinzip ist immer gleich. Der Passagier gibt im Internet die Daten seines Fluges an, der Dienstleister berechnet anhand der Entfernung in Kilometern und dem Kerosinverbrauch den CO2-Ausstoß, der auf einen Fluggast entfällt. Daraus ergibt sich der Preis für die Kompensation, der von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich ausfallen kann. Das Geld wird anschließend einfach überwiesen, per Bankeinzug, Kreditkarte oder Paypal bezahlt.

Bei Atmosfair bezahlt man für einen Flug von Nürnberg nach Mallorca zum Beispiel 14 Euro. Freigesetzt werden laut dem Anbieter dabei 583 Kilogramm CO2 pro Passagier.

Anbieter mit einer guten Bewertung

Diese drei erhielten von der Zeitschrift Finanztest die Note „sehr gut“:

Wohin fließt das Geld?

Alle Anbieter unterstützen Klimaschutzprojekte auf der ganzen Welt. Atmosfair zum Beispiel fördert Windräder in Mittelamerika, kleine, umweltfreundliche Wasserkraftwerke oder Solarprojekte in Afrika. Primaklima hingegen pflanzt und schützt Wälder und Klima Kollekte bringt energieeffiziente Öfen und Kocher nach Tansania und Indien.