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Coronavirus: Vermummte Ärzte und Schnelltests – Bayreuther Basketballfans beim Zwischenstopp in Italien

Jeden Tag hört man von neuen Fällen des Coronavirus. Auch in Franken treten immer mehr Fälle des Coronavirus auf. Die Verunsicherung in der Bevölkerung steigt. Kann man noch in den Urlaub fahren? Und wie verhalte ich mich richtig? Inzwischen hat das Robert-Koch-Institut auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft. medi bayreuth-Fans haben auf ihrem Rückflug vom FIBA Europe Cup Spiel in Rumänien nach Deutschland einen Zwischenstopp in Bergamo eingelegt. Einer von ihnen ist Jürgen Schwarz. Er berichtet von den Zuständen in Italien.

Ein Bayreuther berichtet: So ist die Situation in Bergamo

Jürgen Schwarz von den Bayreuth Bats unterstützte medi bayreuth beim Auswärtsspiel im FIBA Europe Cup in Cluj in Rumänien. Als der Bayreuther mit seiner kleinen Reisegruppe bei seinem Rückweg am Flughafen Bergamo landete, standen dort direkt schwer bewaffnete Soldaten und mehrere “vermummte” Ärzte. “Man hat bei jedem von uns die Temperatur gemessen”, berichtet Schwarz.

Außerdem hätten die Fluggesellschaften Formulare an die Passagiere verteilt, dort mussten Flugnummer, Sitzplatznummer und persönliche Daten eingetragen werden. “Die ausgefüllten Formulare wurden dann in Nürnberg eingesammelt”, erzählt der 53-Jährige weiter. Außer der Temperaturmessung gab es aber keinerlei weitere Test. “Man hätte nur die Leute mit erhöhter Temperatur aufgehalten”, so der Bayreuther.

Alle Infos zum Coronavirus: Wie gefährlich ist die Krankheit wirklich?

Die Bayreuth Bats unterstützen medi bayreuth auch regelmäßig im FIBA Europe Cup. Hier in Pristina. Archiv: Bayreuth Bats

“Entspannte Lage in Nürnberg”

Wo in Bergamo viele Menschen mit Atemschutzmasken und Schals und Tüchern vor dem Gesicht durch die Gänge gelaufen seien, sei die Situation am Nürnberger Flughafen eine andere gewesen. “In Nürnberg war gar nichts zu sehen. Keine Gesundheitskontrolle und keine Warnplakate”, so Jürgen Schwarz. “Es ist also ein großer Unterschied zwischen dem, was in den Medien propagiert wird und der tatsächlichen Umsetzung”, so Schwarz weiter. “Man muss das Ganze oft mit Humor nehmen, wenn man sich nicht verrückt machen will”, zieht der Bayreuther ein Fazit.

Das Bayreuther Tagblatt hat mit einem Experten gesprochen. Der klärt auf, wie gefährlich das Coronavirus wirklich ist.