Freizeit

Dauner//Dauner im exklusiven bt-Interview

Weltstars zu Gast in Bayreuth! Auf dem Musik-Festival St. Georgen swingt traten am Samstagabend das Duo Dauner//Dauner auf. Das Bayreuther Tagblatt hat mit dem Vater-Sohn-Gespann über ihre Musik und das besondere Verhältnis der beiden zueinander gesprochen. (Da eine Videoaufnahme nicht erlaubt war, ist das folgende Interview in schriftlicher Form)

Es kommt nicht häufig vor, dass ein Vater mit seinem Sohn gemeinsam auf der Bühne steht. Noch dazu kommen beide aus verschiedenen musikalischen Richtungen. Wolfgang Dauner, Echo-Preisträger, Jazz-Legende und Komponist auf der einen Seite, ihm gegenüber Florian Dauner, der seit 25 Jahren Teil der Live-Band der Fantastischen Vier ist und auch zum Ensemble von Voice of Germany gehört.

Dauner//Dauner auf der Bühne bei St. Georgen swingt. Foto: Susanne Jagodzik

Wie ist es als Vater-Sohn-Duo auf der Bühne zu stehen?

Wolfgang Dauner: Es ist natürlich ein Vorteil. Wenn man aber die Bühne betritt, dann ist man in erster Linie nicht mehr Vater und Sohn, sondern nur noch Musiker. Die Sensibilität zwischen uns ist aber einzigartig. 

Florian Dauner: Man braucht nicht viel reden, sondern versteht sich blind auf einer anderen Ebene.

Bei Ihren Auftritten sind Sie viel gemeinsam unterwegs. Geht man sich dann im Privaten aus dem Weg?

Wolfgang Dauner: Das hat damit nichts zu tun. Florian ist nonstop in der Welt unterwegs auf Tournee. Eigentlich freut man sich, wenn er mal nach Hause kommt und man gemeinsam essen kann. 

Schlagzeug und Klavier ist auf den ersten Blick eine außergewöhnliche Kombination. Wie schaffen Sie es die beiden Instrumente harmonisch miteinander zu verbinden?

Wolfgang Dauner: Es hängt davon ab was wir spielen. Normalerweise ist bei einem Jazz-Trio noch ein Bass dabei. Wir haben aber gemerkt, dass die Leute das auch so akzeptieren. Hier steht der kleine, zarte Dialog zwischen den beiden Instrumenten im Vordergrund. Ohne Bass sind wir in der Musik nicht festgelegt. 

Florian Dauner: Eigentlich ist das kein Konzept. Es hat sich so ergeben. Als kleiner Junge habe ich angefangen Schlagzeug zu lernen. Wenn wir nur zu zweit spielen wollen, dann geht das nur so. 

Was macht mehr Spaß? Mit den Fantastischen Vier auf der Bühne zu stehen oder im Studio bei Voice of Germany in der Band zu sitzen?

Florian Dauner: Auf der Bühne stehen macht eigentlich immer am meisten Spaß. Egal mit wem. Bei Voice of Germany ist es etwas anderes. Etwas zu erarbeiten, was dann einmal aufgezeichnet wird, in einem großen Fernsehstudio, das ist auch spannend. 

Sie beiden sind auf den großen Bühnen der ganzen Welt unterwegs. Was macht den Reiz solcher kleinen Musikfestivals aus?

Wolfgang Dauner: Wenn wir alleine spielen, spielen wir unter einem größeren Risiko. Viele kennen meine Stücke nicht. Hier kann man Musik machen. 

Florian Dauner: Bei einem großen Auftritt muss man nicht viel beweisen, da muss man nur abliefern. Das ist viel Show. Das wird gespielt wie in einem Theaterstück. Hier, auf einer kleinen Bühne, entsteht aber etwas und jedes Konzert kann komplett anders sein.