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Demokratiekonferenz mit Heribert Prantl (Süddeutsche Zeitung)

„Ich erlebe, dass die Hoffnung am schwinden ist, konkret in der Arbeit mit Flüchtlingen. Anfangs gab es eine große Bereitschaft zu helfen und im Augenblick hat sich die Stimmung gekippt. Da wird man von den Nachbarn schief angesprochen, weil man was tut. Man teilt die Resignation der Perspektivlosen“, sagt Dr. Jürgen Wolff, Leiter der Evangelischen Bildungswerks.

Am kommenden Samstag findet im Evangelischen Gemeindehaus eine gemeinsame Demokratiekonferenz der Stadt Bayreuth und des Landkreises statt. Es ist eine Konzeption in mehreren Etappen. Am Anfang steht das Einpersonenstück „Die Teekanne“ der Studiobühne Bayreuth. Eine Dame, liberal, bürgerlich, so wie es sich eben gehört, stellt eine Frau mit türkischem Hintergrund als Reinigungskraft ein. Und in diesem sich entwickelnden fiktiven Dialog, wobei man ja eher von einem Monolog sprechen muss, zwischen den beiden, kommen die ganzen Vorurteile, die ganzen Stereotype, die jeder in sich trägt, zutage. Denn so liberal ist man dann eben doch nicht. Für Dr. Jürgen Wolff ein faszinierendes Stück: „Da wird kein Fettnäpfchen ausgelassen.“ Um das Thema zu konzeptualisieren, wird danach eine offene Diskussionsrunde stattfinden, die Teilnehmenden werden dadurch mit ihren eigenen Vorurteilen konfrontiert.

Heribert Prantl von der Süddeutschen Zeitung ist ebenfalls zu Gast. Vor dem Hintergrund seines Buches „Die Kraft der Hoffnung“, einer Textsammlung, wird er einen Vortrag halten und auf die aktuelle politische Situation und seine eigene Sicht der Dinge eingehen. Zuletzt hat Prantl sich öffentlich kritisch zum Fall Maaßen geäußert.

Um was es bei dieser Veranstaltung konkret geht? Mut zu machen, nicht aufzugeben oder zu resignieren, sondern weiter daran zu arbeiten eine demokratische Zukunft zu gestalten.