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Der 1. Fanclub Bayreuther Hell wird gegründet

In Nürnberg wollen vier Studenten, allesamt „genüssliche Biertrinker“, den 1. Fanclub Bayreuther Hell ins Leben rufen. Sie hätten einige Biere ausprobiert, aber der süffige Stoff aus der Bayreuther Bierbrauerei sei einfach der beste weit und breit, sagen sie. Erst im vergangenen Jahr ist das Bayreuther Hell auf der Brüsseler Beer Challenge als bestes deutsches Hellbier ausgezeichnet worden.

So soll es aussehen, das Logo des neuen Vereins. Foto: 1. Fanclub Bayreuther Hell

Die vier Männer sind zwischen 22 und 25 Jahre alt und stehen am Ende ihres Studiums zum Verfahrenstechniker. Bald wird es die Freunde in alle Himmelsrichtungen zerstreuen. Zeit also, einem Verein beizutreten, der die Verbindung aufrecht erhält. Nur zum Beitreten gibt es nichts. Einen Bier-Verein wie den „Meckatzer Fanclub“, den Jonas Hund, einer der vier Studenten, aus seiner Allgäuer Heimat kennt, sucht man in Franken vergebens.

Um weiter der gemeinsamen Leidenschaft zu frönen, muss also selbst ein Club gegründet werden. Was wiederum dazu führt, dass der Nürnberger ein wahrscheinlich deutschlandweit einmaliger wird: Weil die Gründung vermutlich zum ersten Mal von einer Initiative und nicht von einer Brauerei ausgeht.

Neben vielen Vorlesungen, schlechtem Mensa-Essen und unzähligen Büchern hatten wir einen besonderen Begleiter in unserem Studium. Bayreuther Hell – der Sud, der uns die Lebensgeister immer wieder finden ließ und uns in den schweren Zeiten des Studiums half.

(Michael Gundermann, Mitbegründer 1. Fanclub Bayreuther Hell)

Beim Klettern in der Fränkischen Schweiz hätten sich die Freunde erstmals dem verehrten Gerstensaft angenähert. Florian Mai, einer der Fanclub-Gründer, entstammt dem Gasthof Mai-Hof in Köttweinsdorf bei Waischenfeld. Was liegt näher, als dass Mai als erster Präsident des neuen Vereins gehandelt wird.

Gemeinnützigkeit beantragt

In der Bayreuther Bierbrauerei weiß man freilich von dem Vorhaben. Die Studenten haben sich längst vorgestellt, die Katakomben unter die Lupe genommen und die Qualität des Hellen vor Ort getestet. Man freue sich für die Marke und wolle den Verein unterstützen, heißt es auf Nachfrage aus der Brauerei.

Antrittsbesuch in der Bayreuther Bierbrauerei: Florian Mai (links) und Michael Gundermann. Foto: red

Sascha Sokoliuk ist ein anderer der vier künftigen Ingenieure. Derzeit laufe das Verfahren zur Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Fancblubs. Sokoliuk sagt, man wolle den Mitgliedern für einen Mitgliedsbeitrag von 24 Euro im Jahr auch etwas bieten. Regelmäßig sollen Pilgerfahrten nach Bayreuth organisiert werden. Brauereiführungen soll es genauso geben, wie teilnehmerkräftige Besuche des Herzogkellers. Es gehe schließlich um „Kultur statt stupidem Trinken“, sagt Sokoliuk.

Bis zu 80 Teilnehmer werden erwartet

Zur Gründungsversammlung soll jedes Mitglied ein Starter-Paket samt Krug erhalten. Immerhin 50 bis 80 Teilnehmer werden erwartet.

Mittlerweile steht auch der Ort der Veranstaltung fest. Nachdem die Feier nicht wie ursprünglich geplant im Partyraum eines Studentenwohnheimes stattfinden durfte, haben Gundermann, Mai, Hund und Sokoliuk die Galerie „Eisdiele“ im Nürnberger Szene-Viertel Gostenhof gebucht. Los geht’s am 27. April im 18 Uhr. Auf dem Programm steht ein „feierliches Beisammensein mit gemütlichem Ausklang“.

Auf der Einladung heißt es, dass die Veranstaltung mit Sicherheit keine allzu trockene werde. 150 Liter „des besten Sudes – Bayreuther Hell“ sollen dafür sorgen – Frei nach dem Motto des Vereins:

„Wer sagt, Glück kann man nicht kaufen, der sollte ein Bayreuther Hell probieren!“

Die Facebook-Seite des Fanclubs gibt es hier.