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Die neue Radbox am Campus: Reparieren unter Anleitung

Am Dienstag hat die Radbox auf dem Campus der Uni Bayreuth offiziell eröffnet. Direkt neben dem Glashaus können Studenten und Mitarbeiter der Uni nun die sogenannte Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt nutzen. Wie das System genau funktioniert, erklärt Dennis Heinig, Vorsitzender des AK Fahrradmobilität im Video.

Gut Ding will Weile haben

Zwei Jahre lang hat es bis zur Umsetzung gedauert. „Die Radbox war eine von vielen Ideen, die im Jahr 2017 beim Wettbewerb ‚Create Your Campus‘ eingereicht wurden“, erklärt Radbox-Initiator Stefan Kurth von der Uni Bayreuth. Thematisch ging es um das Thema „Fahrradfreundlichkeit“. Benedikt Erb, der so ein Projekt bereits aus Leipzig kannte, hat die Idee damals eingereicht und sie hat es unter die drei Sieger-Ideen geschafft.

Ziel ist es, dass die Werkstatt einer Kultur des Wegwerfens entgegenwirkt und man die Räder stattdessen repariert. Außerdem ist es ein Projekt, bei dem die gegenseitige Unterstützung zählt.

(Stefan Kurth, Initiator der Radbox)

Initiator Stefan Kurth, Foto: Redaktion

Anlaufstelle: Green Campus Team

Stefan Kurth wendete sich nach dem Wettbewerb an das Green Campus Team: „Dennis Augen haben sofort geleuchtet, als ich von der Idee einer Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt erzählt habe“, erzählt er. Deswegen sei Dennis Heinig damals auch sofort federführend in die Planungen mit eingestiegen.


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Die Lösung: Container in leuchtendem Grün

Heinig habe sich unter anderem bei der Fahrrad-Selbsthilfe-Werkstatt in Leipzig oder dem Bayreuther Flickwerk Tipps geholt und anschließend finanzielle Unterstützer gesucht. „Im vergangenen halben Jahr haben noch weitere Mitglieder des Green Campus Teams, Professoren und Promovierende das Projekt unterstützt“ sagt Dennis Heinig. Die Abstimmung eines geeigneten Standortes sei gar nicht so leicht gewesen. Vergangene Woche hat die Radbox nun den letzten Schliff erhalten: Die Container neben dem Glashaus erstrahlen jetzt in leuchtendem Grün.

Werkzeug in der Radbox. Foto: Redaktion

Wie das System der Radbox funktioniert

Es ist ein ehrenamtliches Projekt, wie Heinig erklärt. Geplant ist, dass immer zwei bis drei Helfer in der Radbox den Studenten mit ihrem Rat zu Seite stehen:

Das Team in der Radbox gibt Tipps, wie man das Rad reparieren kann. Dann bekommt man das Werkzeug gestellt und muss selbst Hand anlegen. Nur das Rad abgeben und fertig wieder abholen, funktioniert hier nicht.

(Dennis Heinig, Vorsitzender des AK Fahrradmobilität)

Startschuss am Donnerstag

Das erste Mal geöffnet hat die Radbox am Donnerstag, den 17. Oktober von 18 bis 20 Uhr. „Ziel ist es, dass künftig an vier Tagen pro Woche geöffnet ist. Das muss sich erst noch einpendeln“, so Heinig.

Bremsen und Gangschaltungen liegen in der Radbox zum Einbau bereit. Foto: Redaktion