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Eichelberg: Beleidigungen, Unterstellungen und Stinkefinger

Einmal mehr haben die Emotionen die Oberhand. Wie schon bei der Diskussion über Parkplätze am Klinikum oder die Nachverdichtung am Eichendorffring, wird auch über die Bebauung des Eichelbergs längst nicht mehr sachlich diskutiert. Beispiele gefällig? Bitteschön:

  • Am Panoramaweg auf dem Eichelberg stand bis Mittwoch eine Tafel. Auf der konnten Gegner des Neubaugebietes ihre Gedanken niederschreiben. Unter anderem stand darauf zu lesen, dass der Stadtrat blöd sei und sich die Oberbürgermeisterin mit dem Neubaugebiet ein Denkmal setzen wolle. Mittlerweile wurde die Tafel entfernt.

 

  • Vor dem Rathaus standen am Dienstag die Bewohner des Eichelbergs Spalier. Mit Buh-Rufen begrüßten sie Stadträte und Oberbürgermeisterin und streckten ihnen Plakate entgegen. Der Tenor: Der Investor prelle die Bürger aus Profitgier und die Stadt lasse sich bestechen. Im Sitzungssaal fielen Stadträte auf, die dazwischen riefen und sich gegenseitig Wahlkampf vorwarfen. Dahinter saßen die Mitglieder der Bürgerinitiative, die ihrem Ärger wahlweise durch hämisches Gelächter oder Applaus Luft machten.

Die einen kennen mich und die anderen können mich.

(Stadtrat Helmut Zartner, Die Unabhängigen, im Bauausschuss)

  • Mitglieder der Bürgerinitiative wollen gesehen haben, dass ihnen Stadtrat Helmut Zartner (DU) während der Bauausschusssitzung gleich zweimal den Mittelfinger gezeigt habe und forderten eine Bestrafung. Zartner bestreitet das und selbst einer seiner ärgsten Rivalen im Stadtrat, SPD-Fraktionssprecher Thomas Bauske, nimmt den Tierarzt in Schutz: „Man muss wissen, dass er an einer Hand nur vier Finger hat. Vielleicht hat er sich unglücklich gemeldet und so ist ein falscher Eindruck bei der Öffentlichkeit entstanden.“

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