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Ein Mann, ein Ziel: ein Physiotherapie-Zentrum in Ruanda

Als One-Man-Show hat alles begonnen. Es ist ein Projekt, das Abou Musagara am Herzen liegt. Mehr noch. Es ist ein Projekt, das er komme, was wolle, verwirklichen will. Oder besser gesagt, verwirklichen wird. Abou Musagara möchte in seiner Heimat, in Ruanda, ein Physiotherapie-Zentrum aufbauen.

Dazu fehlt ihm nur noch das Geld. Um seinen Traum zu verwirklichen, hofft der Physiotherapeut auf Spenden. Abou Musagara kam als Teenager nach Bayreuth. Vor 20 Jahren studierte sein Bruder hier. Musagara hatte keinen leichten Start. Er musste die Sprache lernen und sich in einer fremden Umgebung zurecht finden.

Abou Musagara. Foto: privat

Ich habe mit nichts angefangen.

(Abou Musagara, Physiotherapeut)

Eigentlich hatte der heute 35-Jährige vor, Arzt zu werden. Nach einer Sportverletzung beim Fußball lernte er allerdings einen Physiotherapeuten kennen. Die Arbeit faszinierte ihn, und der junge Mann aus Ruanda beschloss, eine Ausbildung zu machen.

Heute lebt Musagara in Kulmbach und arbeitet dort in einer Praxis und in Bayreuth am Roten Hügel als Physiotherapeut. Sozial engagiert war er schon immer. Als Kind besuchte er mit seinen Eltern Kranke im Krankenhaus und half, wo immer er konnte.

Seit Jahren besucht Abou Musagara Kranke in Ruanda und macht ihnen eine Freude. Dafür spart er jede Woche fünf Euro. Foto: privat

Vor fünf Jahren begann er dann mit seinem ersten Projekt: „Five for life“. Jede Woche sparte Musagara fünf Euro, von denen er, wenn er in seiner Heimat war, Kindern eine Freude machte. Im Krankenhaus begann er auch Kinder und andere Patienten zu behandeln. Doch der 35-Jährige will mehr. So entstand seine Idee, ein eigenes Physiotherapie-Zentrum in Ruanda aufzubauen.

Für seinen Traum will Abou Musagara wieder nach Ruanda zurückgehen. Das Projekt von hier aus zu delgieren, kommt für ihn nicht infrage. Und das obwohl er in der Region nach 20 Jahren tief verwurzelt ist.

Ich habe in Kulmbach und Bayreuth eine neue Heimat gefunden und fühle mich hier zuhause.

(Abou Musagara, Physiotherapeut)

Dennoch will der junge Mann selbst anpacken und sein Wissen an junge, qualifizierte Menschen vor Ort weitergeben und so nicht nur seinen künftigen Patienten, sondern auch seinen Mitstreitern eine Perspektive bieten.

In den nächsten zwei Jahren soll es soweit sein. Dann will der Physiotherapeut richtig durchstarten. Kontakt zu Herstellern der therapeutischen Geräte hat Musagara bereits. Mit seiner Crowdfounding-Aktion soll es nun auch noch mit der Finanzierung klappen.


Alle Infos zu dem Projekt finden Sie hier.