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Elektromobilität: Wurde alles falsch gemacht?

Am gestrigen Mittwoch lud die IHK für Oberfranken zum Empfang des IHK-Fachausschusses für Innovation ein. Die Veranstaltung fand im Welcome Hotel in Bamberg statt. Eines der Kernthemen war die Elektromobilität. Im Rahmen einer großen Podiumsdiskussion besprachen die sechs Teilnehmer aus Bildung und Wirtschaft das Thema Elektromobilität. Dabei stellten sie umfassende Analysen an. 

Die Teilnehmer waren Dr. Hans Kleebinder (Keynote Speaker), Prof. Dr. Michael Danzer (Uni Bayreuth), Robert Martin (Klima- & Energieagentur Bamberg und Regionalwerke Bamberg GmbH), Michael Möschel (IHK für Oberfranken Bamberg), Mario Münch (M. Münch Elektrotechnik GmbH & Co. KG) und Matthias Will (Frankenpost Verlag GmbH). 

Elektromobilität gestern und heute

Zum Status quo diskutierten die Teilnehmer, dass die hohen Preise viele Verbraucher noch häufig abschrecken würden. Dies liege mitunter auch an der „dilettantischen“ Anfangsphase der E-Mobilität. Damals setzten die Beteiligten das Thema äußerst halbherzig um. Das rächt sich heute noch immer. Viele Händler würden daher nach wie vor keine E-Autos wollen, da sie den Markt für normale Autos zerstören würden. Gleichzeitig seien auch viele Verbraucher nicht gewillt, den Schritt zur E-Mobilität zu gehen. Fahrverbote für Diesel-Autos würden daneben nicht dazu beitragen, dass die Verbraucher sich freudig nach Alternativen zu ihren jetzigen Fahrzeugen umsehen würden. 

Lösungsansätze für E-Fahrzeuge

Die Probleme sind vielfältig. Doch es gibt Lösungen. Häufig beklagen Menschen die geringe Reichweite einer „Tankfüllung“ der E-Autos. Mit einer Reichweite von 150 Kilometern könne ein Städter jedoch den durchschnittlichen Arbeitsweg eine Woche zurücklegen. Ohne sein Auto aufladen zu müssen. Obendrein reguliere der Markt die hohen Preise mit der Zeit von selbst, wie auch in anderen Ländern.

Viele Makel bestehen seit den Anfangstagen der E-Mobilität. Zu Beginn der Bewegung bekamen beispielsweise Firmen den Ratschlag, Ladestationen für ihre Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen. Dieses Konzept haben die Firmen aber abgelehnt. Heute müssten Konzepte wie diese wieder aufgenommen, alles bisherige in Frage gestellt und neu gedacht werden. Es wurden zweifelsohne Fehler gemacht. Wenn diese korrigiert würden, dann könne die Elektromobilität auch hier besser und schneller voranschreiten und sich fortentwickeln. Wir haben uns im Rahmen der Veranstaltung umgehört und Teilnehmer befragt, wie sie die Chancen der elektrischen Fahrzeuge sehen.

bt-Umfrage zum Thema „E-Mobilität“