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Erstmals im Bayreuther Stadtrat: Tobias Peterka für die AfD: “Ich bin einen rauen Ton gewöhnt”

Erstmals in der Bayreuther Geschichte ist der Alternative für Deutschland (AfD) der Einzug in den Stadtrat gelungen. Künftig wird die AfD mit zwei Sitzen vertreten sein. Mit 3.993 Stimmen sicherte sich Tobias Peterka einen davon. Gegenüber dem Bayreuther Tagblatt spricht der 37-Jährige darüber, wie er zur AfD kam, mit welchen Parteien er sich eine Zusammenarbeit vorstellen kann und mehr.

Auch neu im Bayreuther Stadtrat ist Eckhard Sabarth von den Linken. Im bt-Gespräch erklärt er, wie er zur Partei kam und ob Parteizugehörigkeit eine große Rolle spielt.

Tobias Peterka für die AfD im Bayreuther Stadtrat

Tobias Peterka trat im März 2013 der AfD bei. Grund dafür war damals die Eurokrise. “Das Problem war, dass es keine Alternative rechts der Mitte gab”, so der Jurist. Nur zwei Monate später wurde der 37-Jährige Kreisvorsitzender der AfD Bayreuth, später dann Bezirksvorsitzender der AfD Oberfranken. Außerdem ist Tobias Peterka seit 2017 Mitglied im Deutschen Bundestag. Mit dem Sitz im Bayreuther Stadtrat kommt nun ein weiteres politisches Amt hinzu.

Die Doppelfunktion ist für den Diplom-Juristen kein Problem. Zur Not würde er einfach nachts hin und her pendeln. “Leider haben wir ja keine Fraktion und sind daher nicht in den Ausschussgremien vertreten”, erklärt Tobias Peterka. “Ich möchte aber so weit es möglich ist, alle Sitzungen wahrnehmen”, so der 37-Jährige weiter.

“In der Sacharbeit sind wir offen”

Welche Schwerpunkte Peterka mit der AfD im Bayreuther Stadtrat setzten möchte, ließ der Jurist im Gespräch mit dem bt offen. Zu allererst müsse man Einsicht in die Vorgänge bekommen und dann gemeinsam mit dem Kreisverband Schwerpunkte legen.

Auch bei der Zusammenarbeit mit anderen Parteien zeigt sich Peterka offen. “Es kommt auf die jeweilige Sachfrage an”, so der AfD-Kreisvorsitzende. “Wenn es neutral angegangen wird, sind wir dafür ergebnisoffene Abstimmungen zu haben”.

“Mal schauen, wie sich die anderen verhalten”

Neben der AfD ist auch “Die Linke” und die Frauenliste erstmals im Bayreuther Stadtrat vertreten. Die Linke verliere kein gutes Wort über die AfD, sagt Peterka. “Die AfD und die Linke sind politisch konträr. Eine politische Zusammenarbeit schließen wir damit aus”, betont der 37-Jährige. Ähnliche negative Äußerungen gegenüber seiner Partei habe er auch aus der Richtung der Frauenliste vernommen. “Man muss aber erstmal schauen, wie sie sich dann im Stadtrat verhalten”, sagt Peterka.

“Ich bin einen rauen Ton gewöhnt”

Dass es im Bayreuther Stadtrat gerne einmal rauer zugeht, ist für Peterka kein Problem. Das sei er schon aus dem Bundestag gewöhnt. “Da bin ich ganz entspannt. Ich habe ein dickes Fell”, grinst Tobias Peterka.

Neben Tobias Peterka zieht auch Tina Seyffert-Reinhold für die AfD in den Bayreuther Stadtrat ein. Foto: Privat.

Unterstützung bekommt Tobias Peterka von Tina Seyffert-Reinhold. Die Sachbearbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit zieht mit 3.831 Stimmen für die AfD in den Bayreuther Stadtrat ein.

Im bt-Interview spricht die neue Stadträtin Nina Hellbach von der Frauenliste Bayreuth über ihre Anfänge in der Politik, ihre Ziele im Stadtrat und mehr.