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Festival mit Star-DJs: Wer hinter dem Fabville steckt

In Speichersdorf steigt ab Freitag auf 97.000 Quadratmetern erstmalig das Techno-Festival Fabville. Mit dabei sind auch international bekannte DJs wie Klingande oder Niels van Gogh. Doch wer ist der Mann, der sie nach Speichersdorf holt? Das Bayreuther Tagblatt hat mit dem Festivalleiter gesprochen.

Camping ausgebucht

Von Freitag bis Sonntag sind auf der Bühne des Fabville 18 DJs zu sehen. Im Fokus soll die Musik stehen, wie Projektleiter Peter Petersen sagt, Gänsehautmomente inklusive. Man wolle weg vom Kirmes-Charakter: So etwas wie ein Riesenrad sei hier nicht angedacht, erklärt der 40-Jährige. „Festivaltickets sind an den Vorverkaufsstellen noch zu haben, der Campingplatz ist allerdings restlos ausgebucht“, sagt Petersen.

Größer als erwartet

In der Vergangenheit hätte die Hößl Event GmbH bereits die Winter Invasion, ein Metal-Festival in Bindlach, organisiert. „Wir wollten neben dem Metal noch ein weiteres Musik-Genre bedienen“, so Petersen. So sei die Idee gewachsen, ein Festival mit elektronischer Musik auf die Beine zu stellen. Auch privat möge er Elektro gerne: „Ich war ein echter Loveparade-Fan.“ Anfangs sei das Fabville gar nicht in so riesigen Dimensionen  geplant gewesen. Es habe sich erst im Laufe der 1,5-jährigen Organisation so entwickelt. „Das passiert, wenn etwas Spaß macht.“

Das Gelände des Fabville Festivals misst 97.000 Quadratmeter. Foto: Petersen

Wir wollten bewusst ein Festival mit nur einer Bühne auf die Beine stellen, damit die Besucher für den Ticketpreis auch wirklich alles sehen können.

(Peter Petersen, Projektleiter beim Fabville-Festival)

Seit 20 Jahren in der Branche

Zum Fabville nach Speichersdorf kommen auch namhafte Künstler aus der Elektro-Szene wie Klingande, Niels Van Gogh oder Le Shuuk. „Ich bin schon seit 20 Jahren in der Branche. Da kennt man natürlich den ein oder anderen Manager“, sagt Petersen. „Allerdings war es gar nicht so einfach, die Künstler davon zu überzeugen auf einem völlig neuen Festival zu spielen, das es vorher noch nicht gab“, fügt er hinzu.

Manche Verhandlungen waren eine harte Nummer. Aber am Ende lief alles zu unseren Gunsten.

Peter Petersen wohnt inzwischen seit etwa vier Jahren in der Region. „Ich bin damals zufällig mit Herrn Hößl ins Gespräch gekommen“, erzählt er. Im Musikgeschäft habe Petersen zum Beispiel mit den Musikern Lena Meyer-Landrut oder Max Giesinger zusammen gearbeitet. Zuletzt habe er einen großen Club in Norddeutschland betrieben.

Das macht die Hößl Event GmbH

Die Hößl Event GmbH, der Veranstalter des Fabville Festivals, sei in den vergangenen zwei bis drei Jahren rapide von 12 auf etwa 120 Mitarbeiter angewachsen. „Wir kümmern uns um den Support von Künstlern und Produktionen und haben schon mit den Toten Hosen, Andreas Gabalier, Pink, Rock im Park oder Robbie Williams zusammen gearbeitet“, erklärt Petersen. Beim Fabville packen insgesamt 90 Leute mit an. Seit 1,5 Wochen läuft der Aufbau am Gelände.

Die Gemeinde Speichersdorf hat uns wirklich sehr gut unterstützt.

Auf dem Gelände wird es fernab der Electro-Beats auch einen Slackline-Park und eine Area zum Entspannen, inklusive Yoga und Massage-Liegen, geben.

Das Fabville Festival im Aufbau. Foto: Petersen