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Feuer und Eis: Nervenkitzel in der Achterbahn

Auf dem Bayreuther Volksfest ist diesmal erstmalig die Achterbahn „Feuer und Eis“ der Barth & Kipp OHG zu Gast. Auf 280 Meter Schienen beschleunigt die Achterbahn auf bis zu 50 Stundenkilometer – und das unerwartet. Roland Barth betreibt in der dritten Generation eine Achterbahn und ist in der siebten Generation Schausteller. Ein Video zur Achterbahnfahrt finden Sie über dem Text.

Eine überraschende Fahrt

Die Achterbahn fährt nicht nur Berg und Tal, sondern außerdem durch eine Nebelwand in einen Tunnel hinein. Und:  „Wann sie beschleunigt und, wann sie bremst kann man individuell regeln. Die Besucher werden überrascht, wann man nochmal mehr Power dazu gibt“, sagt Roland Barth. Das und die Fahrt in die Höhle würden den Nervenkitzel ausmachen. Die Bahn ist 43 Jahre alt, hat eine Höhe von 12 Metern und eine Standfläche von 42 mal 22 Metern. Insgesamt 38 Mutige können mit der Achterbahn fahren, die aus einer Lok und neun Anhängern besteht.

Mit 21 Jahren zum Achterbahnbesitzer

„Die Bahn hat eine einzigartige Antriebstechnik. Sie treibt sich nämlich komplett von selbst an“, sagt Barth. Gekauft hat er sie 2015 gemeinsam mit seiner Mutter. „Ich war damals erst 21. Da musste meine Mutter schon zur Bank als Sicherheit mit“, sagt er. Er sei in seinem Heimatort Bonn fest zur Schule gegangen und habe anschließend die freie Wahl gehabt, ob er mit einsteigen möchte oder nicht. Doch für ihn stand fest:

Das hier ist mein Leben. Schließlich bin ich Schausteller in der siebten Generation und habe das als Kind schon täglich erlebt. Ich konnte mir nichts anderes vorstellen und wollte das weiterführen. Vor der Achterbahn, habe ich auch schon bei unserem Riesenrad, dem Jupiter, mitgeholfen. Als ich gehört habe, dass Feuer und Eis zum Verkauf steht, habe ich die Chance genutzt um etwas Eigenes auf die Beine zu stellen.

(Roland Barth, Schausteller und Inhaber der Achterbahn Feuer und Eis)

Gemeinsam arbeiten und leben mit der Schwester

Die Achterbahn Feuer und Eis betreibt er gemeinsam mit seiner Schwester Michèle Kipp. Auch sie bestätigt, dass sie sich niemals einen Job im Büro vorstellen könnte, weil sie das Leben als Schausteller schon seit dem Kindesalter kennt. „Wir machen abwechselnd die Kasse. Ansonsten habe ich noch fünf weitere Mitarbeiter“, sagt Roland Barth. Am Vormittag würde er sich um die Technik kümmern: Die Kohlen der Bahn überprüfen, die Schienen fetten und vor Eröffnung eine Leerfahrt zum Test machen. Seine Schwester würde derweil Einkaufen oder Waschen, also im Wohnwagen alles in Ordnung halten. Ab 14 Uhr startet dann der Arbeitstag mit den ersten Besuchern.

Achterbahn Feuer und Eis
Achterbahn Feuer und Eis, Foto: red

Für eine sichere Fahrt

Einmal im Jahr überprüft der TÜV die Achterbahn und außerdem kommt in jeder Stadt, in der die Achterbahn steht das örtliche Bauamt vorbei, um die Funktionalität zu untersuchen. „Es wird zum Beispiel mit Ultraschall überprüft, ob irgendwo winzige Risse aufgetreten sind, die repariert werden müssen“, sagt Roland Barth.

Wenn das Bayreuther Volksfest vorbei ist, geht es für Roland Barth und seine Schwester weiter nach Annaberg / Buchholz und dann nochmal nach Süddeutschland. Die Saison ende diesmal am 12. November, so Barth.