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Feuerwerk soll auch in Bayreuth eingeschränkt werden

Geht es nach Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe, wird der Stadtrat bis Juni diesen Jahres das Silvesterfeuerwerk in der Stadt neu regeln.

Aus Gründen des Tierschutzes, der Verletzungsgefahr, der Feinstaubbelastung und des anfallenden Mülls rät Merk-Erbe, das Abbrennen von Feuerwerk in Bayreuth künftig strenger zu reglementieren.

Sie schlägt vor, das Feuerwerk beispielsweise in der Nähe des Lindenhofs zu verbieten. Auch in anderen Teilen der Stadt soll das Abbrennen von Feuerwerk verboten werden.

Merk-Erbe sagt: „Das wird kein leichtes Thema. Sowohl Befürworter als auch Gegner haben gute Argumente.“

Sowieso ist das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie Fachwerkhäusern verboten. Das gilt deutschlandweit und zwar schon seit 2009.

Eine ganze Reihe von Städten hat Feuerwerke zudem entweder ganz oder zumindest an bestimmten Orten verboten. In Bamberg ist das Böllern auf dem Domplatz, in Nürnberg rund um die Burg, in Würzburg auf dem Residenzplatz und in München am Schloss Nymphenburg verboten.

Kampf gegen den Feinstaub

Eine solche Regelung würde in das aktuelle Konzept von Stadt, Stadtwerke und Universität passen. Gemeinsam werden derzeit Projekte vorangetrieben, um die Feinstaubbelastung in Bayreuth zu reduzieren.

An der Universität wird ein neues Kraft-Wärme-Kopplungs-System entstehen. Das Projekt kostet die Stadtwerke rund 5 Millionen Euro und soll helfen, jährlich rund 5000 Tonnen CO2 einzusparen.

20 E-Tankstellen

Im Bereich Elektromobilität wurden im vergangenen Jahr außerdem sieben, vom Bund geförderte Ladesäulen der Stadtwerke in Betrieb genommen. Am Parkplatz Sendelbach entsteht – voraussichtlich Ende Februar – eine Schnell-Ladestation, zudem besteht seit Oktober am Parkhaus Oberfrankenhalle eine Lademöglichkeit für E-Autos. An diesem Parkhaus wird – voraussichtlich ab Mitte des Jahres – zudem eine Photovoltaik- Anlage künftig für Sonnenstrom für E-Autos sorgen. Bayreuth verfügt inzwischen über knapp 20 öffentliche wie private Ladesäulen.

Einmal Wasserstoff, bitte

Die Stadt bekommt zudem als eine der ersten Städte in der Metropolregion Nürnberg eine Wasserstoff-Tankstelle. Nach einem mehrwöchigen Probebetrieb ist die öffentliche Inbetriebnahme für März vorgesehen.

Einen Beitrag dazu finden Sie hier.