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Brennende Mähmaschine löst Böschungsbrand in Fichtelberg aus
Ein brennender Rasenmäher hat am Donnerstag einen Großeinsatz der Feuerwehr in Fichtelberg ausgelöst. Das Feuer griff schnell auf eine Böschung und angrenzende Waldflächen über. Rund 200 Einsatzkräfte brachten die Flammen unter Kontrolle.
Der Feuerwehreinsatz in Fichtelberg begann harmlos. Gegen 13:23 Uhr geriet am Donnerstag, den 13. August 2026, eine Maschine für Mäharbeiten in Brand. Das berichtet Kreisbrandmeisterin und Pressesprecherin Stephanie Bleuse.
Brennende Mähmaschine löst Böschungsbrand aus
Von der Maschine sprang das Feuer zunächst auf die umliegende Vegetation über. Wenig später erfasste es eine direkt anschließende Böschung. Die Lage spitzte sich dadurch schnell zu.
Verantwortlich für die rasche Ausbreitung waren laut Bleuse mehrere Faktoren gleichzeitig. Anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen und Wind trieben den Böschungsbrand mit hoher Geschwindigkeit in Richtung des angrenzenden Waldgebietes. Schließlich griffen die Flammen auch auf den Wald über.
Hoher Wasserbedarf erzwingt 1,7 Kilometer lange Löschleitung
Um den Brand einzudämmen, forderte die Einsatzleitung zunächst zusätzliche Löschfahrzeuge mit großem Tankvolumen an. Nur so ließ sich genug Löschwasser an der Einsatzstelle bereitstellen. Zunächst versorgten Hydranten und ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen die Einsatzkräfte.
Später kam das Hytrans-System der Feuerwehr Speichersdorf zum Einsatz. Damit verlegten die Helfer eine rund 1,7 Kilometer lange Schlauchleitung vom Fichtelsee bis zur Einsatzstelle. So entlasteten sie gleichzeitig das örtliche Trinkwassernetz.
Wegen der Verlegung dieser Leitung sperrte die Feuerwehr die Straße zwischen der Ortsausfahrt Fichtelberg und der B 303 gegen 15 Uhr für den Verkehr.
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Feuer greift auf Wald über und löst Alarmierung des Brandmoduls aus
Da die Flammen weiter auf den Wald übergriffen, alarmierte die Einsatzleitung um 13:57 Uhr zusätzlich das Wald- und Vegetationsbrandmodul. Ein solches Modul sichert im Ernstfall den Grundschutz sowohl an der Einsatzstelle als auch im entsendenden Landkreisgebiet ab.
Die Kräfte sammelten sich am Feuerwehrhaus Glashütten. Dort standen die Feuerwehren aus Drosendorf, Eckersdorf, Glashütten, Hollfeld, Mistelbach, Nankendorf, Neuhaus, Plankenfels, Seitenbach und Truppach-Mengersdorf mit insgesamt 67 Einsatzkräften bereit. Ein weiteres Ergänzungsmodul mit speziellen Fähigkeiten befand sich bereits auf dem Weg zur Einsatzstelle.
Bevor die Kräfte jedoch anrücken mussten, kam die Entwarnung: Die Einsatzleitung hatte den Waldbrand in Fichtelberg zwischenzeitlich unter Kontrolle gebracht. Ein Einsatz des Moduls war damit nicht mehr nötig.
Gefahr durch Funkenflug erfordert Kontrolle aus der Luft
Auch nachdem die größte Gefahr gebannt war, ging die Arbeit weiter. Über mehrere Stunden kontrollierten die Einsatzkräfte die betroffenen Vegetations- und Waldflächen auf Glutnester und löschten diese gezielt nach.
Die Feuerwehr Weidenberg unterstützte dabei mit einer Drohne und suchte den Boden regelmäßig nach Resttemperaturen ab. Zusätzlich überflog ein Luftbeobachter aus der Oberpfalz die Einsatzstelle. Er kontrollierte das Umfeld aus der Luft auf weitere Brandherde, die durch Funkenflug entstanden sein könnten. Weitere Brandstellen fanden sich glücklicherweise nicht.
Mitarbeiter der Bayerischen Staatsforsten berieten die Feuerwehrführung vor Ort fachlich. Auch der örtlich zuständige Wasserwart stand unterstützend zur Seite. Für die Verpflegung der Einsatzkräfte sorgte der Erste Bürgermeister Sebastian Voit.
Gegen 17:30 Uhr waren die Nachlöscharbeiten abgeschlossen. Die Einsatzkräfte bauten ihre Gerätschaften anschließend zurück.
Allergische Reaktion führt zu einer verletzten Einsatzkraft
Insgesamt mobilisierte der Feuerwehreinsatz in Fichtelberg rund 200 Kräfte. Neben zahlreichen Feuerwehren aus dem Landkreis Bayreuth waren auch der Rettungsdienst, das THW Bayreuth und die Polizei vor Ort.
Eine Einsatzkraft musste wegen einer allergischen Reaktion rettungsdienstlich behandelt werden. Für die Bevölkerung bestand laut Bleuse zu keiner Zeit eine Gefahr.
FAQ zum Feuerwehreinsatz in Fichtelberg
Wodurch wurde der Brand bei Fichtelberg ausgelöst? Auslöser war eine brennende Maschine für Mäharbeiten. Von dort griff das Feuer auf Vegetation, eine Böschung und schließlich auf den angrenzenden Wald über.
Wie viele Einsatzkräfte waren im Einsatz? Insgesamt mobilisierte die Feuerwehr rund 200 Einsatzkräfte, unterstützt von Rettungsdienst, THW Bayreuth und Polizei.
Gab es Verletzte? Eine Einsatzkraft wurde wegen einer allergischen Reaktion rettungsdienstlich versorgt. Für die Bevölkerung bestand zu keiner Zeit eine Gefahr.
Wie lange dauerten die Löscharbeiten? Die Nachlöscharbeiten waren gegen 17:30 Uhr abgeschlossen, mehrere Stunden nach der Alarmierung um 13:23 Uhr.
Musste eine Straße gesperrt werden? Ja, wegen der Verlegung der Schlauchleitung sperrte die Feuerwehr die Straße zwischen der Ortsausfahrt Fichtelberg und der B 303 gegen 15 Uhr.











Das Mariachi Ensemble aus Mexiko war am Sonntag zu Gast beim Festival junger Künstler in Bayreuth. © bt-Redaktion