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Fit durch den August: Superfood vom Bayreuther Wochenmarkt

Der Sommer spielt verrückt: Mal Regendusche, mal Sahara-Wetter, dann wieder eisiger Wind: Einmal die Jacke abends vergessen und schon liegt man flach. Damit das Immunsystem dabei auf Premium-Level laufen kann, dürfen wichtige Vitamine und Spurenelemente nicht fehlen. Zwei Experten vom Bayreuther Wochenmarkt zeigen, mit welchem saisonalen Obst und Gemüse man seinem Körper Gutes tun kann.

Die drei fränkischen Superfoods im August

Obst und Gemüse aus der Region zu essen, ist durch kurze Transportwege nicht nur umweltfreundlicher, sondern es bleiben auch mehr Vitamine erhalten, wenn erst reif und nicht vorab geerntet wird. Warum Zwetschgen, Sellerie und Zucchini die neuen Superfoods Aronia oder Moringa in den Schatten stellen können, lesen Sie hier.

Zwetschgen: für ein gesundes Nervensystem

Zwetschge
Foto: Redaktion

Zwetschgen helfen durch den enthaltenen Kalium-Anteil den Flüssigkeitshaushalt des Körpers im Gleichgewicht zu halten und überschüssiges Wasser schnell auszuscheiden. Außerdem stärkt deren Vitamin B das Nervensystem. Vor allem für Menschen, die immer wieder Magenbeschwerden haben, sind sie gut bekömmlich, da sie basisch, also säurearm, verstoffwechselt werden.

Günter Weimann baut seine Zwetschgen in Hallerndorf bei Forchheim an. Auf dem Bayreuther Wochenmarkt hat er zwei verschiedene Sorten dabei:

Günter Weimann mit Zwetschgen in der Hand

Meine Zwetschgen schmecken süß-säuerlich und sind alle im Landkreis Forchheim gewachsen. Ich habe eine Sorte, die sich gut zum Kuchenbacken eignet, weil sie weniger Saft verliert und eine zweite saftige, die sich zum Direktverzehr eignet. Ich lasse die Kunden immer vor dem Kauf probieren, damit sie wissen, was sie bekommen.

(Günter Weimann aus Hallerndorf)

 

Sellerie: für genügen Sauerstoff im Blut

Sellerie mit Grün
Foto: Redaktion

In der großen Knolle ist vor allem Vitamin A enthalten, das Haut, Schleimhäute und die Funktionsweise der Augen unterstützt. Spurenelemente wie Eisen und Kalzium sorgen für einen optimalen Sauerstofftransport im Blut, einen gesunden Herzrhythmus und die Stabilität von Zähnen und Knochen. Dem Sellerie wird zudem eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. Oft wird er in Pürees oder Suppen verarbeitet. Matthias Gräbner von der der Gärtnerei Gräbner empfiehlt nicht nur die Knolle, sondern auch die Blätter zu verzehren.

Matthias Gräbner mit Sellerie in der Hand
Matthias Gräbner, Foto: Redaktion

Den Sellerie haben wir im Mai gepflanzt. Die Besonderheit: Er ist bei uns ganzjährig mit Grün zu haben. Das kann man trocknen und damit Suppen würzen.

(Matthias Gräbner aus Harsdorf)

Zucchini: für einen funktionierenden Energie-Speicher

drei verschiedene Sorten Zucchini
Foto: Redaktion

Zucchini gibt es auf dem Bayreuther Wochenmarkt in grün, in gelb, gesprenkelt oder als gestreifte „Green Tiger“. Sie zählt zu den kalorienarmen Lebensmitteln und ist trotzdem reich an Mineralstoffen. Im Italienischen bedeutet „zucca“ Kürbis: Zucchini zählen somit zur Familie der „kleine Kürbisse“. Trotzdem können sie bis etwa 40 Zentimeter oder größer werden. Zucchini enthalten besonders viel Vitamin B1, das gut zur Speicherung von Energie im Körper ist. Auch hier ist viel Kalium enthalten: es reguliert den Flüssigkeitshaushalt des Körpers.

Die Zucchini stammen aus Eigenanbau. Erst ab Mitte Mai pflanzen wir sie ins Freiland um, damit die Pflanzen keinen Frost abbekommen.  Zucchini sind vielseitig. Jede Sorte schmeckt ein bisschen anders.

(Harald Gräbner aus Harsdorf)


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