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Fridays for Future: Jetzt gibt’s die ersten Bußgeldbescheide

Die Fridays-for-Future-Bewegung bleibt auch in den Ferien laut. Auch Bußgelder halten die Demonstranten nicht auf.

Die ersten Bußgelder für Demonstranten

Anfang dieser Woche wurde bekannt, dass das Ordnungsamt Mannheim gegen sechs Schüler Bußgeldbescheide erlassen hat. 88,50 Euro sollen die Jugendlichen zahlen, weil sie am 24. Mai an einer Demonstration in Mannheim teilgenommen und deshalb zwei Schulstunden verpasst haben. Es ist der erste bekannt gewordenen Fall ordnungsrechtlicher Strafen gegen Teilnehmer von Fridays-for-Future-Demonstrationen.

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Wir stehen hinter der allgemeinen Schulpflicht, die wir als Privileg betrachten. Aufgrund der Klimakrise sehen wir uns allerdings dazu genötigt, zivilen Ungehorsam auszuüben.

(Zitat aus einer Pressemitteilung von Fridays for Future)

Bayreuther Klima-Aktivisten lassen sich nicht abschrecken

Magdalena Schlags organisiert die Demonstrationen in Bayreuth. Sie findet klare Worte:

Ich finde das affig.

(Magdalena Schlags)

Die Bayreuther Klimaschützer lassen sich von den Bußgeldbescheiden gegen die Mannheimer Schüler nicht abschrecken. „Ich dachte eigentlich, wir wären an einem Punkt, an dem alle verstanden haben, warum wir auf die Straße gehen und dass das nichts mit Schuleschwänzen zu tun hat“, sagt Schlags. Sie könne nicht verstehen oder nachvollziehen, was die Aktion soll, denn eigentlich habe die Bewegung Rückenwind auch aus der Politik.

Auch in den Ferien aktiv

Nur weil Ferien sind, ist das Klima nicht mehr wichtig? Fehlanzeige! Die Bayreuther Fridays-for-Future-Anhänger haben auch in den Sommerferien einige kleinere Aktionen geplant. Natürlich seien viele im Urlaub, aber: „Wir wollen zum Beispiel einen Kleidertausch-Stand in der Innenstadt aufbauen“, verrät Schlags. Außerdem stehe am 20. September die nächste große internationale Demonstration an. Auch daran wollen sich die Bayreuther beteiligen.