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#fridaysforfuture: Studenten unterstützen Schüler beim Streik

Am Freitag, den 15. März findet in Bayreuth erneut eine Demo im Rahmen von #fridaysforfuture statt. Bereits Mitte Januar hatten sich mehr als 200 Schüler am Herkulesbrunnen auf dem Stadtparkett versammelt um für ein besseres Klima zu streiken.

Start an fünf Gymnasien

Die Auftaktkundgebung ist diesmal um 11:05 Uhr vor dem Markgräfin Wilhelmine Gymnasium in der Königsallee geplant. Ab 11:15 Uhr starten Demo-Gruppen der Schüler am MWG, am WWG und am GCE. Ab 11:20 Uhr setzen sich auch die Schüler am GMG in Bewegung, sowie ab 11:30 Uhr die Schüler des RWG – dazu ruft Organisatorin Magdalena Schlags vom MWG auf.

Die Wege der Schüler sollen dann an verschiedenen Punkten entlang der Königsallee und der Wieland-Wagner-Straße zusammenlaufen. Gebündelt bewegt sich der Demozug dann weiter zur Regierung von Oberfranken und im Anschluss zum Herkulesbrunnen, wo eine Schlusskundgebung geplant ist.

Foto: red

Erstmals laufen die Studenten mit

Auch Studenten der Uni Bayreuth wollen sich dem Demozug durch Bayreuth anschließen. Sie treffen sich um 11 Uhr auf der großen Wiese im Hofgarten, um sich dann in den Schüler-Demozug einzureihen.

Lasst uns die bayreuther Schüler*innen unterstützen!

(Organisatoren des Studenten-Demozuges der Uni BT)

Das sagen die Bayreuther Schulleitungen dazu

Wie auch schon bei der vergangenen Demo im Januar, gilt nach Aussage von Oberstudiendirektorin Elisabeth Götz, am Freitag für die Schüler der fünf Gymnasien: Schüler ab der 9. Jahrgangsstufe dürfen, bei Vorlage eines schriftlichen Antrages mit Begründung der Eltern, nach der vierten Stunde vom Unterricht befreit werden. Versäumte Unterrichtsinhalte müssen nachbereitet werden. Wichtig zu wissen: Jüngere Schüler werden von der Sonderregelung deswegen ausgeschlossen, da die jeweiligen Lehrkräfte sonst ihre Aufsichtspflicht verletzen würden.

So stehen lokale Politiker zur Protest-Aktion

Foto: Thomas Bauske
Thomas Bauske, Foto: spd-fraktion-bt.de

Prinzipiell ist es gut, wenn junge Menschen für die Zukunft auf die Straße gehen. Die Klimapolitik braucht jetzt neue Impulse: Nach meinem Eindruck ist es dabei inzwischen schon fünf nach zwölf.

(Thomas Bauske, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion und Lehrer)

Granegger Portrait
Bettina Granegger, Foto: V-Partei³

Sich für das Klima einzusetzen steht im Vordergrund. Dass dafür Unterricht ausfällt ist nicht förderlich.

Grundsätzlich befürworte ich als politische Vorsitzende und auch als Mutter die fridaysforfuture-Demonstrationen. Allerdings bin ich nicht so glücklich darüber, die Demo in Bayreuth auf einen Vormittag zu legen und so mit den Schulen in einen möglichen Konflikt zu treten. Ich wünsche mir, dass in Einklang mit den einzelnen Schulen ein langfristiger Kompromiss dafür gefunden werden kann.

(Bettina Granegger, Bezirksvorsitzende der V-Partei³ in Oberfranken)

Portrait Gudrun Brendel Fischer
Foto: csu.de

Dass sich Jugendliche für Klimaschutz stark machen, ist zu begrüßen. Als Startsignal wurde mit dem Streik öffentliche Aufmerksamkeit erreicht. Als Dauermaßnahme kann ich Streik während der Unterrichtszeit allerdings nicht akzeptieren. Wenn die Klimaschützer jetzt konkrete Arbeitsprojekte angehen, welche Beiträge an der Schule, am Wohnort, im Landkreis für Klima- und Umweltschutz geleistet werden können, mit politisch Verantwortlichen sprechen, Anträge einbringen, dann bin ich sicher, dass das mehr Wirkung zeigt als Streik.

(Gudrun Brendel-Fischer, Kommissarische Integrationsbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung)

Zum ersten Mal international

Fridays for Future Deutschland ruft zum ersten Internationalen Klimastreik am 15. März auf. Er wird in über 70 Ländern stattfinden. Die Organisation ruft via GoFundMe zu Spenden auf, die für Lautsprecher oder Mobilisierungsmaterial verwendet werden sollen.

Warum die jungen Leute streiken

Wir sehen uns am 15.03 auf den Straßen in deiner Stadt!#FridaysForFuture

Gepostet von Fridays for Future Deutschland am Montag, 18. Februar 2019

Begonnen hat die weltweite Debatte durch die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg. Seit August 2018 lässt sie mindestens einmal pro Woche die Schule ausfallen, um sich mit ihren Schulbüchern vor das Parlament zu setzen und die Regierung aufzufordern, sich mehr für den Schutz des Klimas einzusetzen. Weltweit folgten ihr andere junge Menschen, um ein Zeichen zu setzen.

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