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Friedrichsforum: 22-jährige Bayreutherin entwirft Logo

Zwei Logos für das Friedrichsforum, die frühere Stadthalle also, hat der in Bayreuth geborene und in Hamburg zum Star-Designer aufgestiegene Peter Schmidt im Stadtrat bereits vorgestellt. Beide stießen auf Skepsis. Das Bayreuther Tagblatt hatte sich daraufhin an seine Leser gewandt und über die Entwürfe abstimmen lassen. Das Ergebnis: Fast 500 Leser haben mitgemacht – und sich mit einer knappen Mehrheit für den im Stadtrat am heftigsten umstrittenen Entwurf, der mit grünen und violetten Punkten daherkommt, ausgesprochen.

Aber damit nicht genug. Das Bayreuther Tagblatt hatte auch seine Leser gebeten, sich selbst an einem Logo zu versuchen. Die 22 Jahre alte Luka Popp, die in Bayreuth lebt und in Nürnberg Design studiert, hat die Gunst der Stunde genutzt.

Nachdem das Bayreuther Tagblatt dazu aufgerufen hat, selber Entwürfe einzureichen, wollte ich mir die Chance nicht entgehen lassen und es auch einmal versuchen.

(Luka Popp)

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Hier sind ihre Vorschläge:

Zunächst hat sich Luka Popp Gedanken darüber gemacht, welche Eigenschaften ein Logo für das Friedrichsforum haben müsste. Zeitlos soll es sein, sagt die 22-Jährige. Außerdem verständlich, reproduzierbar, lesbar, freundlich, anpassungsfähig und vielseitig.

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Vorbild des Logos ist das Raumkonzept für das große Haus. Es ist elegant und edel anmutend. Bei dieser Version lege ich Wert auf Reduktion.

(Luka Popp)

Popp sagt, dass sie deshalb auch eine Wort- statt einer Bildmarke gewählt habe. Darunter verstehe man ein Logo, welches allein aus Schrift besteht. Ein Beispiel: Google.

Weiter sagt die junge Designerin, habe sie die Wortmarke so gewählt, dass sie zeitlos wirke.

Durch das Konzentrieren auf das Wesentliche – ohne Andeutungen zum Hofgarten oder der Natur, der Lage in Bayreuth oder der Markgrafen – kann das Logo nun uneingeschränkt verwendet werden.

(Luka Popp)

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Die Farben schwarz und weiß könnten auf verschiedenen Medien mit einer Art Holzton kombiniert werden, der auch in der Innenausstattung des Friedrichsforums zu finden sein könnte.

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Das Farbschema ist abgeleitet von den Farben des Holzes im Saal. Der Gelb/Braun-Ton ist auffälliger als die dunkleren Holztöne und setzt so die Akzente im Design.

(Luka Popp)

Luka Popps Logo könnte um den Zusatz „Bayreuth“ ergänzt werden:

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Das Logo könnte auch mit einem Bild der Bühne ergänzt werden:

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Hier wird die charakteristische Bühne als Illustration reduziert dargestellt.

(Luka Popp)

Genauso könnten die bereits von Star-Designer Peter Schmidt verwendeten Punkte in das Logo Einzug halten:

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Die Punkte die gleich weit voneinander entfernt sind bilden zusammen ein „F“. Es kann hier wie von Peter Schmidt schon in seinem ersten Entwurf gezeigt, dann auch wieder der Bezug zum Hofgarten und den abstrahierten Bäumen genommen werden.

(Luka Popp)

Genauso gut könnte das „F“ aber auch durch Wellen statt durch Punkte erzeugt werden:

Friedrichsforum. Entwurf: Luka Popp

Ein persönlicher Favorit ist für mich das unverwechselbare „F“, welches die Dynamik des Raumkonzeptes widerspiegelt, die Wortmarke auflockert und kontrastiert.

(Luka Popp)

Alternativen zu den Vorschlägen, die bisher im Stadtrat diskutiert wurden, hat auch Alexander Busche von der Agentur K2MPR aus Berlin veröffentlicht. Busche ist in Bayreuth kein Unbekannter. Er hat zum Beispiel das Logo der Bayreuther Festspiele entworfen.

Seine Vorschläge finden Sie hier.

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