Freizeit

Fünf Buchklassiker der Weltliteratur

Es gibt Bücher, die begegnen einem bereits im Deutschunterricht. Die sogenannten Klassiker. Sei es Faust, Wilhelm Tell oder der Prozess, Herrscharen an Schülerinnen und Schüler müssen sich jedes Jahr durch die Standardwerke der Literatur kämpfen. Des einen Lust bedeutet hier des anderen Leid. Aber es gibt sie: die Bücher, die man gelesen haben muss. Wir haben für Sie unsere Klassiker der Weltliteratur zusammengestellt.

Anna Karenina – Leo Tolstoi

Anzeige

Der Klassiker der russischen Literatur gilt als einer der besten Werke Leo Tolstois. Vorab, dieses Buch ist ein echter Totschläger mit über 1000 Seiten. Wer es einmal wie ich durch halb Südostasien geschleppt hat, weiß aber, es ist jede Anstrengung wert. Die Geschichte der einsamen und sensiblen Anna Karenina in der adligen russischen Gesellschaft des 19. Jahrhunderts fesselt. Die junge und schöne Russin leidet unter der Gefühlskälte ihres Ehemanns bis sie dem Grafen Wronskij begegnet. Man könnte ihn als Bildnis des Lebemanns bezeichnen. Die beiden verlieben sich leidenschaftlich ineinander und entfliehen gemeinsam der Enge ihrer adligen Schicht. Doch Liebe verwandelt sich in Eifersucht und Hass, als Anna mehr und mehr unter den gesellschaftlichen und privaten Folgen ihrer Liebe zu leiden hat. Weitere Handlungsstränge und Charaktere machen den Roman, nach Thomas Mann, zum „größten Gesellschaftsroman der Weltliteratur“.

Das Versprechen – Friedrich Dürrenmatt

Anzeige

Manche werden „Das Versprechen“ aus der Schule kennen. Kommissar Matthäi erreicht die Nachricht eines Leichenfundes in einem kleinen Dorf bei Zürich. Ein Mädchen wurde grausam ermordet. Den verzweifelten Eltern gibt er das Versprechen den Fall zu lösen und den Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Und damit nimmt eine Tragödie ihren Lauf in der die Ermittlungen zur Obsession werden und das Versprechen zum Schicksalsschlag. Gleichzeitig erfährt der Lesende die Geschichte des Mörders und erkennt die Unabänderlichkeit der Handlung. Am Ende siegt der Zufall. Der Schmerz und die zerstörerische Verzweiflung, die mit diesem so leichtfertig abgegeben Versprechen des Kommissars verbunden sind, ist während des Lesens deutlich spürbar.

 

Jack Kerouac – On the Road

Anzeige

Das Manifest der Beat-Generation. „The only people for me are the mad ones, the ones who are mad to live, mad to talk, mad to be saved, desirous of everything at the same time, the ones who never yawn or say a commonplace thing, but burn, burn, burn, like fabulous yellow roman candles exploding like spiders across the stars and in the middle you see the blue centerlight pop and everybody goes „Awww!“ Dieses Zitat sagt aus, was man bei diesem Buch zu erwarten hat, das eine ganze Generation in seinen Bann zog. Atemlos, ist eine Beschreibung, die es gut trifft. Und das hat in keiner Weise etwas mit Helene Fischer zu tun. Es geht um Sex, Jazz, Glück, Freiheit. Und so vieles mehr. Und vor allem darum, kein bedeutungsloses Leben zu führen, sondern zu brennen.

 

Der Vulkan. Roman unter Emigranten – Klaus Mann

Anzeige

Ein Meisterwerk der Exilliteratur. Ein Epos der Heimatlosen. Eine Geschichte derer, die sich im Exil einrichten und derer, die daran zugrunde gehen. Mascha Kaléko hat es in einem ihrer Gedichte geschrieben: „Gewiss, ich bin sehr happy: Doch glücklich bin ich nicht.“ Klaus Mann erschafft in seinem Werk ein ganzes Panorama an Exilschicksalen, verstreut auf der Welt und vertrieben durch das Dritte Reich. Klaus Mann, der Sohn von Thomas Mann, hat dieses Buch als sein Bestes bezeichnet. Zu Recht. Es erzählt von Hoffnung und Verzweiflung, von bitterer Armut und Drogensumpf, vom politischen Kampf und dem Grauen des Nazi-Regimes. Ein Plädoyer an die Menschlichkeit.

 

 

Rebecca – Daphne Du Maurier

Anzeige

Dieses Buch liest man am besten auf einer Cornwallreise. Wenn man durch die wilde, klüftige Landschaft gewandert ist, vom Regen durchnässt in einem Pub einkehrt, um dann in ein weiches Bed and Breakfast Bett zu fallen. Es ist ein großer Liebesroman, der die zerstörerische Kraft derselben nachzeichnet. Eine junge, schüchterne Gesellschafterin lernt in Monte Carlo den Witwer Maxime de Winter kennen. Die beiden verlieben sich und heiraten kurz darauf. Zurück auf dem prunkvollen Anwesen Manderley in Cornwall, ist die namenlose Ich-Erzählerin mehr und mehr mit dem Schwermut ihres neuen Gemahlen konfrontiert. Und dem Schatten seiner verschwundenen Ehefrau, deren Leiche eines Tages an der Küste auftaucht. Ein Liebesroman und ein Kriminalroman gleichzeitig. Ein Buch das die wunderschöne Landschaft Cornwalls zum Greifen nah illustriert.