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Fun Run 2019: Die „Cheer-Zone“ im Nirgendwo

Eva Rundholz und Tobias Bödeker sind etliche Fun Runs gelaufen. Und sie wissen: Der schlimmste Abschnitt ist der zwischen Uni und Röhrensee: ohne Schatten und Anwohner und daher ohne Zuschauer. Die gut 1,5 Kilometer von der Uni bis zum Studentenwald können für den, der sie läuft, ganz schön lange werden. Ein Video mit Impressionen finden Sie über dem Text.

Fotos: Thorsten Gütling

Also haben sie ziemlich genau in der Mitte der Universitätsstraße ihr Zelt aufgeschlagen. Haben Getränke gekühlt und Äpfel geschnitten. Sie haben Sonnenmilch und Musik dabei und Luftballons und vor allem Freunde, die aus voller Kehle anfeuern können. Franzi Maisel und Anne Skraban zum Beispiel. Oder Andreas und Cynthia Opitz. Kurzum: An der Uni-Straße gibt es wieder eine „Cheer-Zone“, eine Jubel-Zone sozusagen. Und viele der Läufer, die an diesem heißen Vormittag auf der Strecke sind, sagen „Danke“.

Aber auch das Anfeuern ist an einem heißen Mai-Tag nicht ohne:

Ich weiß nicht, was anstrengender ist. Normalerweise laufe ich hier eine Stunde durch, jetzt feure ich vier Stunden in der prallen Sonne an.

(Eva Rundholz)

Tobias Bödeker hat bereits einige große Läufe auf dem Buckel. Den Fun Run wollte er heuer sowieso aussetzen. Um in Köln mit Rundholz als Teil einer Marathon-Staffel zu starten. Und Bödeker kennt Läufe, in denen eben nicht wie in Bayreuth eine kilometerlange Zuschauer-Lücke klafft. Bödeker schwärmt von einem Lauf in Venloop, Niederlanden, und verspricht den Läufern, die in der ersten Runde des Halbmarathons schon besonders geschwächt scheinen, ein kühles Radler in der Runde zwei.

 

Ein paar mehr Mitstreiter hätten es sein dürfen, sagt Bödeker. Er st kurz vor dem Rennen hatten die beiden Organisatoren über Facebook auf die Notwendigkeit aufmerksam gemacht, an der Uni-Straße eine sogenannte „Cheer-Zone“ einzurichten. Dem ein oder anderen Bayreuther war das wohl zu spontan. Aber: Rundholz und Bödeker sind sich einig: Im nächsten Jahr soll es an dieser stelle wieder eine Cheer-Zone geben. Mit noch mehr Publikum. Die Cheer-Zone im Nirgendwo soll zu einem festen Bestandteil des Fun Runs werden.