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GCE: Tablets statt Schulbücher

Das Gymnasium Christian Ernestinum (GCE) ist die erste Bayreuther Schule, die eine 5. Jahrgangsstufe konsequent mit Tablets statt Büchern ausstattet. Im Netz erklärt die Schule, warum sie das tut.

Die Angst davor, dass ihr Kind mit den neuen Lernmitteln nicht zurecht kommt und sie selbst nicht helfen können, scheint groß. In einem Frage-und-Antwort-Spiel versucht die Schule den Eltern diese Sorge zu nehmen. Zu einem gebildeten Menschen gehöre schließlich auch, dass er kompetent mit Medien umgehen kann.

Dabei geht es aber nicht nur um das technische Verständnis oder um die Routine in der Bedienung von mobilen Geräte, sondern vielmehr auch um Fragen des Datenschutzes, der Informationsbeschaffung, der Präsentation von Lernprodukten sowie um Werte-Erziehung. Wir wollen die Kinder also nicht nur lehren, was man alles kann, sondern vor allen Dingen, was man darf.

(Das GCE auf seiner Homepage)

Das GCE weißt darauf hin, dass die Digitalisierung künftig wohl eine genauso große Bedeutung im Leben der Kinder einnehmen wird, wie Lesen, Schreiben und Rechnen. Die Schulen müssten sich daher ihren Bildungsauftrag stellen und neue Medien nicht nur von Lehrern sondern vor allem von den Schülern selbst nutzen lassen.

Schwimmen lernt man nur im Wasser und den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien nur, wenn man sie selbst nutzen darf. Mit unserem pädagogischen Konzept kann dies vom ersten Schultag an gelingen.

(Das GCE auf seiner Homepage)

Das GCE verspricht den Eltern, die Kinder behutsam an das neue Medium heranzuführen. Schüler und Eltern müssten über keinerlei Vorwissen bei der Nutzung von Tablets verfügen. Den Eltern biete die Schule Informationsabende und Workshops an, wenn sie der Entwicklung ihrer Kinder folgen wollten.

Niemand muss Angst haben, dass er das nicht schafft.

(Das GCE auf seiner Homepage)

Ein weiterer Vorteil der Tablet-Einführung: Schulbücher werden in der 5. Jahrgangsstufe am GCE ab diesem Jahr nahezu überflüssig. Das führe auch zu einer erheblichen Reduzierung des Gewichts der Schultasche.

Überflüssig seien die Hefte deshalb aber noch lange nicht, im Gegenteil. Das Führen von Heften sei aus vielerlei Gründen wichtig, unter anderen zum Einüben der Handschrift und zum Erlernen strukturierter Hefteinträge.

Zu einem verantwortungsvollen Umgang mit modernen Medien gehört auch, dass man lernt, sich bei der Nutzung zeitlich zu beschränken. Für diesen Lernprozess bietet die Schule das optimale Umfeld.

(das GCE auf seiner Homepage)

Übrigens: Nicht die Schule, sondern die Eltern sind am GCE Eigentümer der Tablets. Das sei aus rechtlichen gründen wichtig, hießt es aus der Schule. Die Geräte könnten dank Sponsoren aber mit Hilfe der Schule günstiger angeschafft werden. In besonderen Fällen bezahle die Schule das Tablet aber auch ganz.

Bei niemandem wird die Teilnahme aus finanziellen Gründen scheitern. Das ist uns sehr wichtig.

(das GCE auf seiner Homepage)