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Messe-Impressionen: Lebendiges Wasser und fliegende Sessel

Gewohnheiten umstellen und wohltuende Produkte testen. „Gesundheit ist nicht alles – aber ohne Gesundheit ist alles nichts“, so das Motto bei der Gesundheitsmesse Bindlach in der Bärenhalle am Wochenende. Das bt war vor Ort und kam mit einigen kuriosen Fundstücken zurück.

Neben Thermen-Mitarbeitern, Orthopädie- und Zahn-Fachleuten, waren auch die folgenden vier Experten vor Ort, die hohe Versprechen gaben:

Hundert Pflanzen in einem Glas

Pro Tag sollte man mindestens 1,5 Liter trinken, besser mehr. Soweit klar. Doch ausschlaggebend ist natürlich auch, was drin ist, im Glas. Einen Drink, der einen von innen heraus schön machen soll, stellen Anke und Markus Miersbe aus Nürnberg vor.

Anke und Markus Miersbe stellen verschiedene Mikronährstoff-Konzentrate auf der Messe vor, die nur aus natürlichen Produkten bestehen.
Anke und Markus Miersbe stellen verschiedene Mikronährstoff-Konzentrate auf der Messe vor, die ausschließlich aus natürlichen Produkten bestehen. Foto: red

Aus hunderten von Zutaten – genauer gesagt Obst, Gemüse, Kräutern, und Wurzeln – die direkt aus der Natur kämen und keinerlei Zusatzstoffe enthielten, entstünden Mikronährstoff-Konzentrate. Das schönheitsversprechende „Felice“ ist einer von vielen Drinks am Stand.

Im Vakuum werde den Zutaten das Wasser vor Abfüllung vorerst entzogen. Zuhause trinke man dann täglich ein Schnapsglas des Konzentrates gemischt mit einem Glas Wasser, erklärt Markus Miersbe. Es gehe darum, dem Körper auf einfache Weise möglichst viele Nährstoffe geben zu können. Doch reicht eine abwechslungsreiche Ernährung dazu nicht aus?

„Felice“ schmeckt leicht beerig, gleichzeitig nach Hagebuttentee und im Abgang nach Gemüse. Straffe Haut, kräftiges Haar und schöne Fingernägel verspricht dieses Schönheits-Konzentrat. Wer möchte das nicht? Doch der Preis für eine Flasche Konzentrat, den Miersbe nennt, hat es in sich. Er entspricht dem, von etwa 19  Flaschen hochwertigem Fruchtsaft aus dem Supermarkt. Zu viele Pillen würden dem Körper zusetzen, wenn das Immunsystem schon angegriffen sei, sagt Anke Miersbe. Seit 18 Jahren trinke sie die flüssigen Konzentrate.

Wasser das lebendig wird

Auch bei Otmar Lercher geht es ums Trinken: Die Lebensqualität hänge nicht nur von der Menge des Wassers ab, das wir täglich trinken. Seine Beschaffenheit sei enorm wichtig. Beim Grander-Effekt, den er auf der Messe bewirbt, werde das Wasser „belebt“: Das bedeutet in diesem Fall, dass das „Immunsystem des Wassers“ selbst gestärkt werde, so Lerch. Richtig gehört, auch Wasser müsse man – laut Erfinder Johann Grander – als eine Art lebendiges Wesen sehen.

Dazu nötig sei nur ein einziges Wunder-Teil: Ein sogenanntes Wasserbelebungs-Gerät, ein quadratisches Kästchen aus Kunststoff, das direkt an der heimischen Wasserleitung angeschlossen werden soll. Strom braucht das Kästchen keinen. Darin enthalten ist ein bisschen Grander Wasser, das auch neues Wasser „beleben“ soll, in dem es das Leitungswasser mit den entsprechenden Informationen versorgt. Die Rede ist daher auch vom „Informationswasser“. So könne auch das Bindlacher Wasser, zu belebtem Wunderwasser werden. Aber kann man gewöhnliches Leitungswasser so leicht verändern?

Otmar Lerch ist überzeugt von mehr Wohlgefühl durch Grander-Wasser.
Otmar Lerch ist überzeugt von mehr Wohlgefühl im Leben durch Grander-Wasser. Foto: red

Das Wasser, das am Stand zur Probe ausgeschenkt wird, ist im Geschmack sehr weich. Doch woher es kommt, weiß man nicht. Sogar Obst und Gemüse, das unter dem „belebten“ Wasser gewaschen wird, soll länger haltbar sein.

Im Sessel durch die Milchstraße

Von der inneren, nun zur äußeren Behandlung: Auf den ersten Blick sieht es wie ein Massage-Sessel aus. Doch dahinter steckt weit mehr. Sogenannte „Mental-Programme“ und ein System mit vielen Sensoren. Das bedeutet, dass der Sessel nicht nur den ganzen Körper ordentlich durchknetet. Hinzu kommt noch eine Brille, mit weißem flackerndem Licht und Kopfhörer, über die man eine meditative Stimme hört. Vom Alltag bekommt man für die Weile der Anwendung nichts mehr mit, da mehrere Sinne im Körper zeitgleich aktiviert werden. Was Vielen so schwer fällt ist auf einmal möglich: abschalten und sich ganz auf den Moment einlassen.

Zehn Minuten entspannen im audiovisuellen Massage-Sessel von brainLigh
Zehn Minuten entspannen im audiovisuellen Massage-Sessel von brainLight. Foto: red

Wie sich die Anwendung anfühlt? In etwa so: Erst werden die Schultern leicht massiert, auf einmal fällt man mehrere Meter tief in ein weiches Kissen nach unten. Die Lichter um einen herum flackern. Man reist die Milchstraße entlang und liegt wie auf einer Wolke. Dann knetet es wieder die Wirbelsäule entlang, um das Steißbein herum, ganz tief und kraftvoll. Der Brustkorb wird aufgedehnt. Keine Enge mehr, aufatmen. Auf einmal liegen die Beine höher als der Kopf. Ein seltenes Gefühl. Immer dabei: eine Stimme, die erzählt wie wertvoll das Leben und man selbst ist.

Zugegeben, To-do-Listen vergisst man bei der Anwendung völlig. Es gäbe unterschiedliche Programme für morgens, mittags und abends, erklärt Hubert Werner von brainLight. Die Zeit der Anwendung lasse sich ausbauen. Ob zehn oder vierzig Minuten. Alles individuell wählbar.