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Gin und Fenchel: Backstage auf dem Weißbierfest

Das Bayreuther Tagblatt hat auf dem Maisel’s Weißbierfest einen Blick hinter die Kulissen werfen dürfen. Michael Angerer von der Booking-Agentur Nord-Süd-Programm verrät, worauf es den Künstlern ankommt.

Weil sich der Aufbau des gesamten Festgeländes dieses Jahr verändert hat, musste auch der Backstage-Bereich umziehen. Statt vor der Halle ist er nun in einem hinteren Teil der Halle zu finden. Da sei es zwar lauter, aber die Zufahrt für die Künstler auch einfacher, die nun nicht mehr durch die Menschenmenge zur Halle gehen müssen, so Michael Angerer.

Wohlfühl-Faktor steht an Nummer 1

Foto: Susanne Jagodzik

Grundsätzlich seien die Künstler, die auf dem Weißbierfest auftreten, sehr pflegeleicht. Trotzdem sei es der Anspruch der Booking-Agentur Nord-Süd-Programm gewesen, es den Künstlern so angenehm wie möglich zu machen. Teppiche und Sofas in den jeweiligen Zelten tragen dazu bei, sich wie in einem Wohnzimmer zu fühlen.

Wir organisieren alles im Backstage-Bereich. Auch wenn die Ansprüche der Künstler nicht hoch sind – du musst immer einen Schritt mehr machen, als gefordert. Erst dann fühlen sich die Künstler wirklich wohl.

(Michael Angerer, Nord-Süd-Programm)

Gesundheitsbewusster Laith Al-Deen

Gemeinsam mit Michael Angerer konnte das Bayreuther Tagblatt auch einen Blick in die Zelte der Künstler vom Freitag werfen. Auf den ersten Blick wird sofort deutlich, dass gesunde Ernährung einen hohen Stellenwert hat.

Foto: Susanne Jagodzik

Vorab können die Künstler eine Liste mit Wünschen an die Booking-Agentur schicken. Sowohl Laith Al-Deen als auch Haller setzen beide vor ihrem Auftritt auf Orange und Ingwer. Dazu gibt es verschiedene Sandwiches, natürlich auch für Vegetarier, Rote-Beete- und Karottensäfte, sowie Milch und Joghurt.

Auch wenn es nicht gefordert wird, gibt es von uns immer eine Auswahl an verschiedenem Obst. Im Versorgungszelt kochen wir dann frischen Kaffee und bereiten alles vor.

Zusätzlich gibt es in jedem Getränke-Kühlschrank eine Auswahl an Bier. Wir setzten hier auf Bayreuther Hell und natürlich Weißbier.

(Michael Angerer, Nord-Süd-Programm)

„Wir sind wie eine Familie“

Auf die Frage, ob einer der Künstler auch mal über die Stränge schlagen würde, verneint Michael Angerer. Die Starkalkohol-Mengen seien enorm zurückgegangen.

Bereits vor zehn Jahren war die Band Nazareth bei uns. Da floß der Alkohol noch in Strömen. Letztes Jahr durften wir Nazareth wieder begrüßen. Da wurde allerdings kein einziger Tropfen Alkohol angerührt.

(Michael Angerer, Nord-Süd-Programm)

Die Künstler seien alle sehr zugänglich und man komme sich wie eine kleine Familie vor, so Angerer. Als Status Quo vor einigen Jahren auf dem Maisel’s Weißbierfest als Showact auftrat, spielte die Band sogar zusammen mit den Mitarbeitern der Booking-Agentur noch Fußball auf einer Wiese vor dem Festgelände.

Um die Verbundenheit zu stärken, geht es gemeinsam mit den Künstlern vor dem Auftritt zum Abendessen ins Liebesbier. Und auch danach sitze man zusammen und trinke das ein oder andere Bier, so Angerer.

Sonderwünsche auf Mindestmaß

Foto: Susanne Jagodzik

Sonderwünsche gebe es nur wenige. Für die Veranstaltung am Samstag seien Champagner und Gin geordert worden. Das gehöre aber schon zu den außergewöhnlichsten Wünschen. Jeder habe seine Rituale vor dem Auftritt. Dazu gehöre eben für manche eine Flasche Champagner. Andere wie die Band Kool & the Gang würden gemeinsam beten, bevor sie auf die Bühne gehen.

Nena hatte uns zuvor eine Cateringliste geschickt. Da sie sehr naturbewusst ist, durften es auch nur Naturprodukte sein. Die hat sie dann natürlich auch bekommen. Außerdem benötigte Nena einen Schminktisch direkt neben der Bühne, da sie sich während ihres Auftritts einige Male nachschminken musste.

(Michael Angerer, Nord-Süd-Programm)

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