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Gleichstellungsprogramm an der Uni Bayreuth erfolgreich

Bereits zum dritten Mal hat die Universität Bayreuth Gelder des Bundes und der Länder für ihr Professorinnen-Programm erhalten. Damit können drei Professuren mit jeweils bis zu 412.000 Euro in den nächsten fünf Jahren finanziert werden. Die dadurch freigemachten Mittel werden für die Gleichstellungsarbeit verwendet.

„Mit diesen Projektgeldern können wir einerseits neue Ideen umsetzen und andererseits wirkungsvolle Maßnahmen wie zum Beispiel die Herbstferienaktion Mädchen und Technik (MUT) und das stark nachgefragte Coaching- und Mentoringprogramm weiterführen.“ (Miriam Bauch, Leiterin der Stabsabteilung für Chancengleichheit)

Wie funktioniert die Förderung?

Das freigesetzte Geld kann als eine doppelte Förderung verstanden werden. Zum einen wird der Anteil an weiblichen Professuren erhöht, zum anderen werden Gleichstellungsmaßnahmen gefördert. Im Rahmen von bis zu drei Professuren kann die Universität Bayreuth somit in den kommenden fünf Jahren drei Professorinnen berufen. Über diese Professuren fließt das Geld dann in die Gleichstellung. Das bedeutet auch, dass das Budget erst dann frei geschalten wird, wenn tatsächlich neue weibliche Professuren entstehen.

Das Projekt ist längerfristig ausgelegt, um den Anteil an Frauen in der Lehre nicht nur kurzfristig sondern auch auf längere Sicht zu erhöhen. Der Durchschnitt an Professorinnen liegt in Bayreuth bei 23 Prozent, somit knapp unter der durchschnittlichen Quote von 24 Prozent bundesweit. Ausgehend vom Stand 01.12.2017 liegt der Anteil an weiblichen Studierenden bei 45 Prozent. Jedoch ist es nur noch eine Quote von 33 Prozent an Frauen, die eine Promotion abschließen.

Seit 2010 besteht an der Universität ein Coaching- und Mentoringprogramm um den weiblichen Anteil speziell in den Bereichen, in denen der Anteil von Frauen gering ist, zu fördern. Darüber hinaus wurde ein hochschulinternes Netzwerk für die Forschungsbereiche Gender, Queer, Intersectionality und Diversity Studies eingerichtet.