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Goldkronach: Ein Park für Alexander von Humboldt

In Goldkronach soll ein Museumspark entstehen. Gewidmet wird dieser Park Alexander von Humboldt, dem weltbekannten Forscher, der zwischen 1793 und 1796 Direktor der Bergämter Goldkronach, Naila und Wunsiedel war. Auf einer Informationsveranstaltung wurde nun auch den Bürgern dieser Plan näher gebracht.

Bürgermeister Holger Bär zeigte sich beeindruckt von dem starken Interesse der Bürger, der Saal in dem Gasthof Meister Bär war durchaus gut gefüllt.

Ich bin überwältigt von dem Zuschaueransturm. Es zeigt, dass der Humboldt-Park auf reges Interesse stößt.

(Holger Bär)

Die Idee eines Parks stehe laut Hartmut Koschyk, Vorsitzender des Fördervereins „Alexander von Humboldt Museumspark“, schon lange im Raum. Goldkronach sei sich wie keine andere Stadt in Franken des Humboldtschen Erbes bewusst, so Koschyk. Symbolisch zeige die Stadt mit der Namensvergabe an Schulen, Apotheke oder einem Gasthaus schon lange die Zugehörigkeit zu Alexander von Humboldt.

Ziel des Parks sei es aber nun, gemeinsam mit dem Goldbergbau-Museum, den Besucherbergwerken und dem Rundwanderweg den Besuchern eine Möglichkeit zu geben, einen ganzen Tag in Goldkronach auf den Spuren von Alexander von Humboldt zu wandeln.

Doch warum ausgerechnet ein Park? Humboldt gelte als Neu-Erfinder der Natur. Daher sei es nur logisch dies in einem Park zum Ausdruck zu bringen.

Diskussion mit Hartmut Koschyk; Foto: red/sj

Dieter Blase, Planer des Projekts, stellte dann das Konzept des Parks vor. Der Museumspark soll auf einem Gelände von 1,5 Hektar seinen Platz im Barockgarten des Schlosses und einem daran angrenzenden städtischen Grundstück finden. Ziel sei es, die Verbindung zwischen Oberfranken und Südamerika, einem Land, das Humboldt gerne erforscht hat, sichtbar zu machen.

Oberfranken meets Südamerika

Der Park wird in zwei Bereiche aufgeteilt: Der bisherige Barockgarten soll unter dem Motto „Oberfranken in Europa“ stehen und aus Beeten und Wegen bestehen. Das Nachbargrundstück soll Südamerika und den Dschungel darstellen. Dabei wird das Bild eines Urwalds gezeichnet und die Natur so weit belassen wie sie ist. Spielinseln, die angelehnt an die kleinen Hütten sind, in denen Humboldt oftmals übernachtet hat, sollen Kinder und Jugendliche ansprechen.

Ein Meer aus blauen Blütenpflanzen

Zu den Highlights sollen unter anderem Mitmachbeete, ein Weidentunnel, Blütenmeere sowie eine Vulkanlandschaft zählen. Abgerundet wird der Museumspark dann durch ein Veranstaltungs- und Besucherzentrum „Casa Humboldt“ mit Seminarräumen, einem Gastro-Angebot, sowie einem Museumsshop und Toiletten. Der ganze Park soll außerdem barrierefrei und eingezäunt sein und in der Vegetationszeit der Pflanzen – zwischen März und Oktober – geöffnet sein.

Durch Förderprogramme finanziert

Eine endgültige Entscheidung des Stadtrates zu dem Projekt steht noch aus. Die Gesamtinvestitionen für die Parkanlage belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. Dabei werden aber fast 90 Prozent durch verschiedene staatliche Förderprogramme finanziert. Für die Goldkronacher Bürger soll es spezielle Eintrittspreise geben. Kritische Stimmen, in wie weit sich das Projekt selbst trägt und die Finanzierung realistisch ist, wurden auf Seiten der Bürger, trotzallem laut.

Abwarten, ob wir uns den Eintritt überhaupt leisten können…

(interessierter Bürger der Info-Veranstaltung)