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Großes Treffen: Wie Bayreuth für Radfahrer sicherer wird

Bereits Ende Mai waren Vertreter von ADFC Bayreuth, Critical Mass Bayreuth, vom Transition Haus e.V. , Greenpeace, dem „Forum 1.5“ sowie Vertreter von SPD und den Grünen in der Bayreuther Innenstadt zusammengekommen um sich gemeinsam Ideen zu einen Bayreuther Radentscheid zu machen. Am Mittwoch, steht das nächste Treffen in der Brauereischänke am Markt an, zu dem alle Interessierten eingeladen sind. Initiator Daniel Brunnabend spricht über aktuelle Entwicklungen. 

Aufgaben übernehmen

Als Vorbild für die Aktion dient der Bamberger Radentscheid. Derzeit geht es den Bayreuther Freiwilligen darum, eine offizielle Website aufzubauen sowie ein Spendenkonto zu errichten. „Am Mittwoch werde ich auch einige Logo-Entwürfe vorstellen, damit alle Anwesenden darüber abstimmen können“, sagt Brunnabend. Da manche Mitglieder leider künftig kürzer treten müssten, sollen beim Treffen Aufgabenbereiche neu verteilt werden.

Bayreuther Radweg
Foto: Carolin Richter

Was gefordert wird

In den vergangenen Wochen haben die Freiwilligen Themen gesammelt, die sich für die Radfahrer künftig verbessern sollen. Die Ziele sollen bei den kommenden Treffen noch strukturiert und ergänzt werden. Initiator Daniel Brunnabend stellt drei davon vorab näher vor:

  • Mehr Abstellmöglichkeiten für Räder

Die Initiative Radentscheid Bayreuth möchte sich unter anderem dafür einsetzen, mehr Abstellmöglichkeiten für Fahrräder im öffentlichen Raum zu schaffen, so Daniel Brunnabend. Auch ein Fahrradparkhaus am Bahnhof werde dringend gebraucht. Er sei zudem sehr verwundert, dass in der Richard-Wagner-Straße vor dem neuen Netto-Markt keinerlei neue Fahrradständer mit geplant gewesen seien. „Da sieht man, dass ein Umdenken noch nicht stattgefunden hat und noch einige für mehr Wertschätzung der Radfahrer getan werden muss“, sagt er. Auch in der Spinnereistraße gäbe es zwar einen großen Parkplatz für PKW. Die Abstellmöglichkeiten vor den Einkaufsmärkten seien aber auch hier nur sehr wenige.

  • Kreuzungen sicherer gestalten

Eine weitere Forderung ist es, ein sicheres Kreuzungskonzept für Bayreuth zu entwickeln. „In Bayreuth hat man oft die Situation, dass es zusätzliche Rechtsabbieger-Spuren gibt, bei denen Autos den Radweg queren müssen“, erklärt er. Vor allem für Kinder sei es eine Gefahr, dass sie hier übersehen werden. „Bei einem sicheren Kreuzungskonzept müssten die Autofahrer dann in einem, nach innen verlagerten, 90°-Winkel abbiegen, so fahren sie automatisch langsamer“, erklärt er. Diese sichere Variante vermeide, dass sich Radweg und Rechtsabbieger-Spuren der Autos kreuzen.

Beispiel für ein sicheres Kreuzungsdesign

  • Geschützte Radspur auf dem Hohenzollernring

„Eine geschützte Radspur auf dem Ring ist eine Forderung, die bisher am meisten für Zustimmung sorgt“, sagt Brunnabend. Diese geschützte Spur könnte auf Straßen, auf denen motorisierte Teilnehmer 50km/h oder schneller fahren, baulich durch einen zusätzlichen Bordstein, Poller oder Blumenkästen getrennt werden, damit dort keine Autos halten oder parken. Es würde auch helfen, wenn die Radwege breiter wären. Jedenfalls würde das in der subjektiven Wahrnehmung zu einem sicheren Gefühl führen, so Brunnabend.

Jede Unterschrift zählt

In Bayreuth seien 3.500 Unterschriften bei 57.162 Wahlberechtigten nötig, damit es zu einem Bürgerentscheid kommen kann, so Initiator Daniel Brunnabend.

Das Treffen beginnt am Mittwoch um 19:30 Uhr in der Brauereischänke am Markt.


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