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HaSpo Bayreuth landet im Oberfrankenderby gegen Coburg Big Point

Mit einer überzeugenden Leistung haben die Bayernliga-Männer von HaSpo Bayreuth das Oberfrankenderby beim Drittligaabsteiger HSC 2000 Coburg II gewonnen. Am Ende siegte Bayreuth mit 26:20 (14:9). Noch deutlicher machten es die HaSpo-Damen, die ihr Spiel bei der HSG Freising-Neufahrn mit 33:24 (17:8) für sich entschieden. Dadurch fuhren die HaSpo-Damen den zweiten Sieg in fremder Halle in Serie ein.

Coburg geht in Führung, doch HaSpo kämpft sich ins Spiel

In der prall gefüllten BGS-Halle in Coburg erwischten die Hausherren den besseren Start und führten zunächst mit 3:1 (5.). Mit gut 80 mitgereisten Fans aus Bayreuth im Rücken fand HaSpo dann aber ins Spiel und egalisierte den Rückstand bereits beim 3:3 (8.). Bis zum 7:6 konnte Coburg immer wieder einen Treffer vorlegen und HaSpo glich jeweils immer aus. Das 8:7 war die erste Gästeführung und von nun an sollte die Mannschaft der Trainer Michael Werner und Marc Brückner das Ruder übernehmen.

Dabei spielte sich in den letzten zehn Minuten vor allem David Klima in den Vordergrund, der nach einem halben Jahr Abwesenheit wegen seiner Ausbildung erst sein drittes Saisonspiel für HaSpo absolvierte und von der Coburger Abwehr nicht zu verteidigen war. Mit vier Treffern trug er in der Schlussphase der ersten Halbzeit einen großen Anteil zur komfortablen 14:9-Pausenführung bei.

Eine Top-Leistung gegen den Ex-Verein

Wieder einmal war auch die offensive Deckung der Bayreuther Grundstein für das Polster. Unter anderem Geburtstagskind Sven Goeritz leistete dort enorme Arbeit und erzielte einige Ballgewinne. Auch war er mit fünf Toren zusammen mit Linkshänder Paul Saborowski bester Torschütze bei HaSpo. Zudem konnte sich auch Torhüter Robin Hennig gegen seinen Ex-Verein durch einige Paraden auszeichnen – in der zweiten Hälfte hielt er sogar einen 7-Meter. 

Erinnerungen an das Hinspiel

Nach dem Seitenwechsel machten die Gäste einfach so weiter, wie sie vor der Pause aufgehört hatten. Mit zwei Treffern hintereinander wurde der beim 9:9 begonnene Lauf auf 7:0 ausgebaut und ein deutliches 16:9 stand an der Anzeigetafel. Dieser Vorsprung hatte dann auch bis zur 45. Minute (19:12) Bestand, ehe Coburg nochmal etwas Hoffnung schöpfte. Durch drei Treffer in Folge kamen die Gastgeber auf 15:19 heran und beim Bayreuther Anhang wurden Erinnerungen an das Hinspiel wach. Damals gab HaSpo eine 19:13-Führung aus der Hand und holte letztlich sogar nur ein sehr glückliches 26:26-Unentschieden. 

Bayreuther Party in fremder Halle

Doch dieses Mal ließen sich die HaSpo-Männer nicht verunsichern. Stattdessen hielten sie den Vorsprung bei vier bis fünf Toren und spätestens fünf Minuten vor Ende war die Entscheidung gefallen, als ausgerechnet der Ex-Coburger Robin Hennig durch den Treffer zum 23:17 alles klar machte, indem er den Ball ins verwaiste Coburger Gehäuse beförderte. Coburg hatte nämlich mit sieben Feldspielern agiert, sodass der Kasten nicht besetzt war. 

Die letzten fünf Minuten waren dann eine Bayreuther Party in fremder Halle. Der HaSpo-Anhang feierte seine Mannschaft gebührend auch noch mehrere Minuten nach Abpfiff. Mit dem eindrucksvollen Sieg hat HaSpo seinen zweiten Tabellenplatz in der Bayernliga gefestigt. Am nächsten Samstag steht um 19:30 Uhr wieder eine schwere Aufgabe an. Dann ist der andere Drittligaabsteiger TV Erlangen-Bruck zu Gast im Schulzentrum Ost. 

Bei den HaSpo-Damen geht’s zur Sache. Archivbild: Thorsten Böhner.

HaSpo-Damen feiern zweiten Auswärtssieg in Folge

Noch klarer war die Angelegenheit beim Auftritt der HaSpo-Damen in ihrem Bayernligaspiel bei der HSG Freising-Neufahrn. Nachdem die Mannschaft von Trainer Udo Prediger in der Hinrunde keinen einzigen Punkt in der Fremde einfahren konnte, hat sie nun auch das zweite Auswärtsspiel der Rückrunde gewonnen und das sogar sehr deutlich mit 33:24 (17:8). 

Der deutliche Erfolg war gleichzeitig auch die passende Reaktion auf die vorangegangene 25:26-Niederlage gegen Schlusslicht TSV Haunstetten II, das an diesem Wochenende jedoch mit 22:19 gegen Mintraching/Neutraubling den nächsten Sieg einfuhr und sich immer besser zurechtzufinden scheint. 

HaSpo stark im Konter

In Freising übernahm HaSpo nach dem 0:1-Rückstand das Kommando und baute über 5:1 und 10:3 die Führung bis zur Pause auf 17:8 aus. Die offensive Deckungsvariante machte den Gastgeberinnen zu schaffen. HaSpo generierte einige Ballgewinne, die in einfache Kontertore umgemünzt wurden. Zudem war an diesem Tag auf Antonia Goetjes im Tor Verlass, da sie ihrer Mannschaft mit einigen Paraden den nötigen Rückhalt gab. 

In Abschnitt zwei ließ HaSpo kein Stück nach und baute den Vorsprung bis auf 26:13 aus (45.). In der Schlussviertelstunde ließen es die Bayreutherinnen ein wenig ruhiger angehen und Trainer Prediger nutzte die Gelegenheit, um allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben. Zwar konnte Freising noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben. Jedoch fiel der Erfolg mit 33:24 dennoch deutlich aus. 

Der Ligaprimus zu Gast in Bayreuth

Durch den zweiten Auswärtssieg der Saison sind die HaSpo-Damen weiterhin auf Rang acht und haben nun sechs Zähler Vorsprung auf den ersten möglichen Abstiegsplatz Rang zehn. Nun kann man dem kommenden Heimspiel noch entspannter und ohne jeden Erfolgsdruck entgegen schauen.

Am Samstag ist ab 17:30 Uhr der Ligaprimus HSG Würm-Mitte zu Gast in Bayreuth. Die Oberbayerinnen liegen mit 31:1-Punkten aber nur einen Zähler vor dem HC Erlangen (30:2), sodass die Gäste in Bayreuth unbedingt einen Sieg benötigen, um im Aufstiegsrennen weiterhin beste Karten zu haben.


Text: David Schreibelmayer