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HaSpo Bayreuth trennt sich von Trainergespann

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein Tabellenführer einen Trainerwechsel zu vermelden hat. Genau dieser Fall ist nun aber bei den Bayernliga-Handballern von HaSpo Bayreuth eingetreten. Denn das Trainergespann Michael Werner und Marc Brückner verkündete in der vergangenen Woche seinen Rücktritt vom Traineramt. Nachfolger wird mit Mathias Bracher ein alter Bekannter, der die HaSpo-Männer schon von 2013 bis 2016 trainierte.

Trainergespann hört zum Saisonende bei HaSpo Bayreuth auf

Die Gründe für das Ende der dreijährigen Ära des engagierten und erfolgreichen Trainergespanns liegen in der zeitlichen Komponente. Da beide beruflich sowie familiär in Zukunft noch mehr eingespannt sind, kamen sie zu dem Schluss, dass sie das zeitliche Pensum, das sie auch selbst in die Mannschaft stecken wollen, einfach nicht mehr abrufen können. „Wir haben von Beginn an immer 100% in diese Mannschaft gesteckt. Das ist uns nun aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich, sodass wir die eigenen Ansprüche nicht mehr befriedigen und unserer Verantwortung gegenüber dem Team nicht mehr gerecht werden könnten.“, sagen die beiden, die während ihrer Zeit bei HaSpo einen vierten und zwei sechste Plätze in der Bayernliga erreichten. Wo die Reise in ihrer vierten und letzten Saison noch hingeht, steht in den Sternen.

Mathias Bracher übernimmt zur neuen Saison

In der neuen Saison wird der aus Nürnberg stammende Mathias Bracher die Bayreuther Mannschaft übernehmen. Zuletzt war er, wie auch vor seinem ersten Engagement in Bayreuth, in der Jugend des Bundesligaclubs HC Erlangen tätig. Zur Seite stehen wird ihm als Co-Trainer und gleichzeitig als Torwarttrainer Nicholas Cudd, der aktuell noch die A-Jugend bei HaSpo coacht und zusätzlich für den Bayerischen Handballverband tätig ist.

Kein Unbekannter

Bracher war bereits von 2013 bis 2016 Trainer in Bayreuth. Nachdem er in seinem ersten Jahr (2014) erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte, führte er HaSpo in seinen Jahren zwei und drei auf den dritten (2015) und vierten Rang (2016). Der mittlerweile 58-Jährige, der selbst früher in Erlangen in der Bundesliga spielte und seit drei Jahren die A-Lizenz innehat, freut sich auf die spannende Aufgabe: „Die Atmosphäre in diesem Verein hat mir damals schon sehr gut gefallen. Es freut mich, dass ich nun ein zweites Mal ein Teil davon sein kann.“

HaSpo Bayreuth kämpft um Aufstieg

Zweifelsohne hat HaSpo mit dem Gespann Bracher und Cudd eine sehr gute Lösung und würdige Nachfolger für die scheidenden Trainer Brückner und Werner gefunden. Bleibt nur noch die Frage zu klären, in welcher Liga die Bayreuther Mannschaft übernommen wird. In den noch sieben verbleibenden Spielen hat HaSpo den Aufstieg in die dritte Liga in der eigenen Hand. Spätestens am 25. April wird man wissen, ob der erstmalige Sprung in die „neue“ dritte Liga (ehemals Regionalliga) gelingt oder man eben doch wieder in der Bayernliga an den Start gehen wird. Die nächste schwere Aufgabe steht für den Tabellenführer am Samstag um 19:30Uhr zu Hause an, wenn die formstarke DJK Waldbüttelbrunn (5.) zu Gast im Schulzentrum Ost ist.


Text: David Schreibelmayer