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Haufer: medi bayreuth als Sprungbrett für hungrige Spieler

Wenige Tage vor Saisonstart hat bt-Redakteur Frederik Eichstädt mit Matt Haufer, dem Sportlichen Leiter von medi bayreuth, gesprochen. Dabei ging es um den Kader für die Saison 2019/20, die NBA Summer League und den Begriff der „Heroes of Tomorrow“. Das Video-Interview finden Sie über dem Text, die wichtigsten Aussagen im folgenden Text.

Schlüssiger Kader

Für die neue Saison hat medi bayreuth, so Matt Haufer, seinen Wunschkader zusammenbekommen. Im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten seien für jede Position optimale Spieler gefunden worden.

Matt Haufer. Foto: Susanne Jagodzik.

Wir haben einen schlüssigen Kader zusammenbekommen.

(Matt Haufer über den Kader von medi bayreuth)

Etwas getrübt würde das gute Gefühl lediglich durch die Verletzung von Andreas Seiferth. Dennoch werde das Team von Beginn an daran arbeiten, seine Ziele zu erreichen.

Spielerscouting in Las Vegas

Eine wichtige Rolle in der Vorbereitung bei medi habe auch in dieser Saison wieder die NBA Summer League in Las Vegas eingenommen. Dort spielen seit Jahren vielversprechende Basketballspieler in einem Sommerturnier um sich für einen Platz in der nordamerikanischen Basketballliga zu empfehlen. Laut Haufer würde man da nahezu jeden treffen, der in irgendeiner Form im Basketballgeschäft engagiert ist.

Als ernsthafter Verein kann man es sich nicht mehr erlauben, da nicht mehr aktiv zu sein.

(Matt Haufer über die NBA Summer League)

In Las Vegas gehe es dabei nicht nur darum, die teilnehmenden Spieler zu sichten. Vielmehr wären die Gespräche mit Agenten und Coaches anderer Teams ein wichtiger Bestandteil. Dort könne man viel über potentielle Spieler erfahren.

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Nur Positives über James Robinson

Ein Spieler, der nächste Saison, nach einem Jahr Pause, wieder für medi bayreuth auf dem Parkett stehen wird, ist James Robinson. Bereits vor einem Jahr hatte medi sich das Ziel gesetzt, den US-Amerikaner weiter verpflichten zu wollen. Das war damals finanziell nicht darstellbar. Nun hat es geklappt: mit etwas Glück.

Seine Saison in Israel verlief nicht ganz zufriedenstellend. Der Trainer der ihn verpflichtet hat, wurde kurz darauf entlassen. Dann musste er viel positionsfremd spielen, als Shooting Guard.

(Matt Haufer über den Transfer von James Robinson)

Zurück in Bayreuth: James Robinson. Foto: Thomson20192/Flickr

Neben der sportlichen Komponente war beim Transfer auch Robinsons Charakter ein großer Faktor.

James Robinson hat als Mensch einen sehr positiven Eindruck beim Verein hinterlassen. Der medi-Staff hatte nur Positives über ihn zu sagen. So habe ich das erst bei ganz wenigen Spielern erlebt.

(Matt Haufer über den Charakter von James Robinson)

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Die Helden von Morgen

Ein anderer Ex-Bayreuther steht künftig für den Lokalrivalen Brose Bamberg auf dem Feld: Assem Marei. Viele medi-Fans waren betrübt über den Wechsel des Ägypters zum Konkurrenten. Auch Haufer hätte Marei lieber in Bayreuth gesehen, doch der Wechsel war für die Heroes of Tomorrow finanziell nicht darstellbar.

Wir hätten einen Assem Marei natürlich auch sofort verpflichtet, wenn sich die Chance ergeben hätte.

(Matt Haufer über Assem Mareis Wechsel zu Brose Bamberg)

Wechsel wie der von Assem Marei wären Teil der Grundphilosophie des Vereins. Laut dem sportlichen Leiter würde medi bayreuth Spielern regelmäßig ein Sprungbrett bieten, hier den nächsten Karriereschritt machen zu können. Wenn diese Spieler das nutzen und fortan für größere Vereine spielen können, würde das auch medi bayreuth zugute kommen.

Assem Marei (Mitte) im Trikot von medi bayreuth.
Assem Marei (Mitte) im Trikot von medi bayreuth. Jetzt geht der Ägypter für Brose Bamberg auf Korbjagd. Foto: Peter Kolb

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Sprungbrett für junge Spieler

Das wird auch am Beispiel Reid Travis deutlich. Dass Travis, ein Schlüsselspieler an der University of Kentucky, nach Bayreuth wechselt, sei vor drei bis vier Jahren nicht denkbar gewesen. Inzwischen schon. Weil sich medi einen Namen gemacht habe.

Travis wird von der gleichen Agentur vertreten wie vorher zum Beispiel Hassan Martin und Gabe York. Die wissen, dass man in Bayreuth als Basketballspieler zwar keine Unmengen an Geld machen kann, sich dafür aber in Europa positionieren und weiterentwickeln kann, sodass man danach den nächsten Schritt gehen kann.

(Matt Haufer über die Reputation medi bayreuths)

Bei den Spielerverpflichtungen müsse medi generell kreativ sein. Die finanziellen Möglichkeiten würden einen finanziellen Rahmen schaffen. Dieser erlaube es nicht, Spitzenspieler zu holen und diese direkt drei Jahre an medi zu binden. Daher möchte medi sich weiterhin einen Namen als Sprungbrett für junge Spieler machen. Und manchmal gebe es natürlich aus Ausreißer.

Manchmal läuft es auch so wie bei De’Mon Brooks, der drei Jahre bleibt.

(Matt Haufer)

Blieb drei Jahre in Bayreuth: De’Mon Brooks. Archivfoto: Redaktion

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