medi bayreuth

Herzschlagfinale: medi bayreuth bezwingt Braunschweig

Am Sonntagnachmittag hat medi bayreuth die Basketball Löwen Braunschweig empfangen. Dabei setzten sich die Heroes of Tomorrow mit 95:89 durch. Alles zum Spiel gibt’s hier!

Den VIP-Talk mit Raoul Korner gibt es nach der Partie auf der Facebookseite des Bayreuther Tagblatts sowie etwas später hier über dem Text als Video.

Mit Rückenwind in die Partie

Die Heroes of Tomorrow starteten mit James Robinson, James Woodard, Andreas Seiferth, Reid Travis und Nate Linhart. Die Löwen setzten Wank, Releford, Lawson, Jallow und Eatherton entgegen. Bayreuth war dabei das Selbstvertrauen der letzten Wochen deutlich anzumerken. Nach drei Siegen in Serie gegen Frankfurt, Prishtina und Frankfurt ging medi mit Rückenwind in die Partie gegen Braunschweig.

James Robinson im Angriff gegen Braunschweig. Foto: Frederik Eichstädt.

Überragende Stimmung

Das merkte man auch in den Zuschauerreihen. Von Beginn der Partie an peitschten die medi-Anhänger ihr Team nach vorne. Schon zum Jump hallten „medi bayreuth“-Rufe durch die Oberfrankenhalle. Und die Heroes of Tomorrow spornte das an. Nach einem Hin und Her zu Beginn des Spiels, kam Bayreuth immer besser ins Spiel und zog davon. Nachdem medi zur ersten Viertelpause mit 25:16 geführt hatte, betrug die Führung zur Halbzeit schon 16 Punkte (49:33).

James Woodard auf dem Weg zum Korb. Foto: Frederik Eichstädt.

Mit geschlossener Teamleistung

Im bisherigen Verlauf der Saison mussten die Basketball Löwen nur eine Niederlage hinnehmen. Siegen gegen Teams wie Ludwigsburg, Ulm und Co. stand für Braunschweig vor der Partie gegen medi nur eine Niederlage gegenüber: gegen den FC Bayern München.

medi wollte es dem Branchenprimus gleich tun und Braunschweig die zweite Niederlage der Saison zufügen. Dafür legten sich die Heroes of Tomorrow richtig ins Zeug. Auffällig dabei: schon im zweiten Viertel hatte jeder von Raoul Korner eingesetzte Spieler sich auf dem Scoreboard eintragen können.

Kuddelmuddel unter dem Korb von Braunschweig. Foto: Frederik Eichstädt.

Braunschweig kämpft sich zurück

Was Bayreuth zugute kam: die schlechte Wurfquote der Löwen. Zur Pause lag die Quote der Gäste von der Freiwurflinie bei 50 Prozent, bei Drei-Punkte-Würfen traf Braunschweig gar nur drei von 16 Versuchen.

Doch das änderte sich im zweiten Durchgang. Braunschweig stemmte sich gegen die Niederlage und die Löwen verkürzten den Rückstand. Von einem 16-Punkte-Rückstand kämpfte sich das Team von Pete Strobl auf vier Punkte an medi heran. Und die Stimmung wurde hitziger.

Ein hitziges Finale

Massive Buhrufe gegen die Gäste, technische Fouls und Rangeleien: man merkte mit wie viel Herzblut alle Beteiligten dabei waren. Das Gesicht der Braunschweiger Aufholjagd war Trevor Releford. Mit zehn Punkten im dritten Viertel verkürzte er den Rückstand seines Teams.

Doch Bayreuth war fest entschlossen die Partie zu gewinnen und baute den Vorsprung wieder aus. Besonders Evan Bruinsma, dem alleine im zweiten Viertel 12 Punkte gelangen, punktete für medi. Auf den Rängen blieb es laut. Bei jedem Zweikampf und jeder strittigen Entscheidung zugunsten der Gäste gab es laute Buhrufe, bei jeder gelungenen Aktion medis Applaus und Jubelrufe.

Reid Travis fliegt für medi bayreuth zum Korb. Foto: Frederik Eichstädt.

Drei Minuten vor Schluss führte medi bayreuth mit neun Punkten. In der Hitze des Gefechts mussten in der Schlussphase sowohl Reid Travis als auch Andreas Seiferth mit je fünf Fouls das Parkett verlassen. Und Braunschweig versuchte alles um zurückzukommen. Nach zwei Dreiern, führte Bayreuth nur noch mit drei Punkten. Doch Bruinsma antwortete seinerseits mit einem Dreier zum 87:81 bei 97 verbleibenden Sekunden. Dann erwischte es auch den Gegner: Jallow musste vom Feld. Mit vier Punkten Führung ging medi dann in die letzte Minute, am Ende waren es sogar sechs Punkte, die medi den ersten Heimsieg der BBL-Saison bescherten.