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HWK für Oberfranken reagiert auf Fachkräftemangel

„Fachkräftemangel“: Vielleicht ein Kandidat auf das Unwort des Jahrzehnts. Es soll immer mehr gebaut werden in Deutschland. Aber die Unternehmen sind komplett ausgelastet. Mit dem Projekt „Zukunft Bau 2025“ will die HWK für Oberfranken diesem Trend gegensteuern.

Um Lösungsansätze zu finden, hat die HWK für Oberfranken Fragebögen an 510 Bauunternehmen geschickt. 20 Prozent davon haben geantwortet und sich zu Fragen, wie: „Was sind Ihre wichtigsten Leistungsbereiche?“ oder „Wo müssen Sie sich weiterentwickeln um erfolgreich zu bleiben?“ geäußert. (Die aus den Fragebögen entwickelten Grafiken der HWK finden Sie am Ende dieses Artikels.)

Was schlussfolgert die HWK für Oberfranken nun aus den Ergebnissen?

Relevante, kurze und in den Berufsalltag integrierbare Weiterbildungen seien nötig, um handwerkliche Berufe nicht nur effektiver, sondern auch attraktiver gestalten zu können. Die am meisten gewünschten Seminarthemen seien hierbei:

  • kostengünstiges Bauen
  • barrierefreies Bauen
  • neue Werkstoffe
  • Kalkulation und Vergabe
  • Gesundes Wohnen / recyclebare Baustoffe
  • Dokumentation / Datensicherheit
  • Energieeffizienz

„Die Ergebnisse der Umfrage sind ein wichtiger Anhaltspunkt, um Themen für die erste Modul-Reihe zu identifizieren“ erklärt Projektleiter Dipl.- Ing. Helmut Kohler von der Handwerkskammer für Oberfranken.

Auch die konkrete Umsetzung aus den Rückschlüssen der Umfrage hat schon begonnen. „Wir planen bereits im Februar 2019 die ersten fünf Modul-Einheiten anzubieten“, so Kohler. Wichtig sei der HWK für Oberfranken dabei vor allem der Austausch von Handwerker zu Handwerker. „Deshalb werden die ersten Angebote eine Mischung aus „neutralem“ Fachbeitrag und der Präsentation eines Beispiels aus der Praxis sein.“ Insgesamt nennt sich das Ganze dann „Projekt Zukunft Bau 2025“ und ist auf einen Zeitraum von fünf Jahren angelegt.

Hier finden Sie die grafisch aufbereiteten Antworten aus den Fragebögen der HWK für Oberfranken: