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HWK investiert vier Millionen Euro in Hof

Die Handwerkskammer für Oberfranken traf sich zum Blick in Zukunft und Vergangenheit: im Rahmen ihrer Herbstvollversammlung äußerte sich ihr Präsident zur aktuellen politischen Situation und den großen Plänen der Kammer für die Region.

Mehrbelastung durch die große Koalition

Stellt die große Koalition die Wirtschaft vor eine Belastungsprobe? Thomas Zimmer, Präsident der Handwerkskammer (HWK) für Oberfranken lässt solche Vermutungen zumindest in seiner Rede zur Herbst-Vollversammlung der Kammer aufkommen. Wörtlich klag das dann so: „Der neue Haushaltsplan des Bundes erweckt den Eindruck, dass die große Koalition die Belastbarkeit der Wirtschaft austesten möchte.“ Unter Anderem nutze man keine Möglichkeiten zur Entlastung, sondern sorge mit Vorhaben wie dem milliardenschweren Rentenpaket eher für deutliche Mehrbelastungen.

Erfreulicher seien laut Zimmer hingegen Start und Koalitionsvertrag der neuen bayerischen Regierung: Wenn die Regierung ihre Vorhaben tatsächlich so umsetze, dann nehme sie die Rolle des Handwerks als Säule der bayerischen Wirtschaft sehr ernst.

HWK investiert 4 Millionen Euro in Hof

In der Rückschau auf das Jahr, lobte Zimmer insbesondere die Erkenntnis, dass akademische und berufliche Bildung für die deutsche Wirtschaft den gleichen Stellenwert hätten. Diese Erkenntnis müsse nun aber auch zu Konsequenzen führen: „Während Milliarden in die kostenfreie akademische Bildung ließen, sind es nur einige Millionen, die für Förderung der beruflichen Bildung bereitstehen“, so Zimmer. „Wie sollen wir junge Leute für Handwerk begeistern, wenn wir keine modernen Ausbildungsstätten haben?“

Darum wolle die HWK für Oberfranken nun auch gezielt an der Modernisierung ihrer Einrichtungen arbeiten. Im Haushaltsplan 2019 sind darum von insgesamt 6,4 Millionen Investitionsvolumen ganze vier Millionen für den Teilneubau des Berufsbildungs-und Technologiezentrums Hof vorgesehen.