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Bayreuth Tigers

Jörg Willer und die Bayreuth Tigers: Vom Fan zum Fanstand-Beauftragten

Heimspiel für Heimspiel steht Jörg Willer in einer Holzbude im Tigerkäfig und verkauft Mützen, Trikots und Schals. Denn der 53-Jährige ist verantwortlich für den Fan-Stand. Im bt-Gespräch spricht der Tigers-Fan über die besondere Stimmung in Bayreuth und wie er zu seiner Aufgabe kam.

„Ich wurde sofort Mitglied im Fanclub“

„Ich verpasse so gut wie kein Heimspiel. Die Tigers und die Atmosphäre hier sind einfach einzigartig.“  Inzwischen kann sich Jörg Willer ein Leben ohne die Tigers gar nicht mehr vorstellen. Doch das war nicht immer so. Ursprünglich kommt der Bayreuther aus Ostfriesland. Mit Eishockey hatte er da nichts am Hut. Erst als der 53-Jährige Ende der 70er nach Bayreuth kam und durch einen Freund das erste Mal mit den Tigers in Berührung kam, war es um ihn geschehen.

Nur eine Woche nach meinem ersten Besuch im Tigerkäfig wurde ich Mitglied im Fanclub.

(Jörg Willer)

Willer, der bereits früher schon in der Hockeybranche tätig war und so auch gute Kontakte im Fan-Bereich hatte, wurde dann eines Tages vom Verein angefragt, ob er den Fan-Stand übernehmen könne. „Mir war schnell klar, dass ich mir das zutraue“, so Jörg Willer. Seit 2007 kümmert sich der Tigers-Fan nun also um den Fan-Stand und die Bestellung der Fan-Artikel.

Artikel auch bei den Gäste-Fans beliebt

Besonders Mützen und Schals sind bei den Gäste-Fans oft gefragt. Foto: Susanne Monz

Um die 30 Artikel gibt es bei Willer zu kaufen. Angefangen von kleinen Pins über Schals und Mützen bis hin zu Trikots. Doch wer denkt, dass nur die Tigers-Fans zu seinen Kunden gehören, der liegt falsch. Gerade die Pins seien ein gern gesehenes Souvenir der Gästefans.

Oft unterschätzen die Fans der Gästemannschaften die Kälte bei uns im Tigerkäfig. Dann werden sehr gerne unsere Schals und Mützen gekauft.

(Jörg Willer)

Inzwischen hilft nicht nur Willers Frau sondern auch Carmen Bilem beim Fan-Stand. „Das ist für uns eine richtige Herzenssache!“, betont Willer. Eine halbe Stunde bevor die Tore aufgesperrt werden, ist der 53-Jährige schon vor Ort und checkt die Bestände. Ende der zweiten Drittelpause wird dann der Fan-Stand in der Regel zugemacht. „In den ganzen Jahren bin ich noch nie auf etwas sitzen geblieben. Das lohnt sich schon“, so Willer.

„Der Verein ist etwas ganz besonderes“

Willer lässt sich auch immer wieder etwas neues einfallen. So gab es beispielsweise vor Weihnachten eine große Wundertütenaktion. Aber auch beim Fan-Fest zum Abschluss der Saison ist Willer und sein Fan-Stand mit am Start. Der Kontakt mit der ganzen Tigers-Familie mache ihm einfach großen Spaß.

Der Verein, die Spieler und die Fans sind hier einfach etwas ganz besonderes.

(Jörg Willer)

Egal ob mit den Spielern, den Verantwortlichen oder den Fan-Beautragten – jeder hilft dem anderen, so Willer. „Wir sind einfach alle füreinander da!“