Freizeit

„Kevin – Allein zu Haus“: Mehr als nur Filme?

Sich mit ungesundem Junk Food vollstopfen, den ganzen Tag Fernsehen und Abends Verbrecher mit selbstgebauten Fallen unschädlich machen – Kevin McAllister lebt seit 1990 jedes Jahr aufs Neue den Traum vieler Kinder. Immer wenn die Abenteuer des kleinen Wirbelwinds, „Kevin – Allein zu Haus“ und „Kevin – Allein in New York“ zur Weihnachtszeit über die Bildschirme unserer Fernsehgeräte schimmern, tauchen wir in eine Traumwelt ein. Und obwohl wir Kinder der 80er und 90er die Texte fast schon fehlerfrei mitsprechen können, schalten wir jedes Jahr aufs Neue ein. Warum? Weil die Filme gut sind. Und unterhaltsam. Sie sind so gut, dass wir uns gerne auch heute noch damit beschäftigen. Um einen der beliebtesten Klassiker der Vorweihnachtszeit entsprechend zu würdigen, hat Google in diesem Jahr einen Clip mit unserem Kevin (Schauspieler: Macaulay Culkin) aufgenommen.



Dieser Clip hat uns inspiriert und zu Nachforschungen angeregt. Heutzutage würde ein ähnliches Franchise ausgeschlachtet werden: mit T-Shirt-Kollektionen, Apps, Bettwäsche und vielem mehr. Ein riesiges Imperium würde errichtet werden. Aber war das in den 90ern eigentlich wirklich anders? Gab es keine „Kevin“-Schirmmützen, Jojos und Computerspiele? Was ist seit 1990 mit der Marke „Home Alone“ („Kevin – Allein zu Haus“) geschehen? Was haben wir inzwischen schon wieder vergessen? Wir haben uns drei Adaptionen mal näher angesehen.



3. Home Alone (Playstation 2)

Im Jahr 2007 veröffentlichte Blast! Entertainment – 17 Name nach dem ersten Film – für die Playstation 2 ein Spiel namens „Home Alone“. In besagtem Spiel steuert man ein Kind durch labyrinthartige Levels, sammelt Items und bewirft Schurken mit Bügeleisen und anderen Gegenständen. Die Handlung mag entfernt an die großartigen Filme erinnern, alles andere tut es nicht. Gar nicht. Weder Atmosphäre und Ambiente des Spiels, noch sonst irgendetwas in und an diesem Spiel hat es verdient, in einem Atemzug mit der eigentlichen Marke genannt zu werden. Wer trotzdem mal reinsehen möchte, kann im Folgenden tun. Neben dem Playstation-Spiel gab es weitere Adaptionen für andere Konsolen. Mehr zu diesen Spielen am Ende des Artikels.


2. Wieder allein zu Haus (Home Alone 3)

Fünf Jahre nach dem Erfolg von „Kevin – Allein in New York“ folgte endlich Teil 3 der berühmten „Home Alone“-Trilogie: „Wieder allein zu Haus“. Wie bitte? Sie haben noch nie davon gehört? Sie kennen nur die ersten beiden Filme? Okay, wenn wir ganz ehrlich sind, kennt den Film auch von uns Redakteuren nur einer. Ich. Wenn wir ganz ehrlich sind, hat der Film auch mit den ersten beiden kaum etwas zu tun. Wenn wir ganz ehrlich sind, ist bis auf die Marke und den Drehbuschreiber wenig geblieben. Es gibt keinen Kevin McAllister, keine feuchten Banditen und auch keine guten Bewertungen für den Film. Der Streifen kommt daher wie ein billiger Abklatsch des Originals mit ähnlicher Story, uninteressanteren Hauptdarstellern und wenig Originalität. Dennoch: als Kind fand ich ihn ganz okay.


1. Kevin – Die Actionfiguren

Jeder gute Film und jede gute Serie der 90er Jahre hatte eigene Actionfiguren. Denn damals, als Kiddies noch nicht 24/7 vor dem Handy oder dem Fernseher abhängen konnten, ließen wir Knirpse auch gerne mal unserer Fantasie freien Lauf. Mit Actionfiguren. Wie cool war es, mit He-Man gegen Shredder zu kämpfen, oder Spider Man auf wilde Abenteuer mit den Power Rangers oder Luke Skywalker zu schicken? Auch Kevin war mit von der Partie und, das muss man zugeben, die Figuren haben weit mehr überzeugt als alles andere auf der bisherigen Liste. Heutzutage zahlt man für die eher seltenen Figuren natürlich etwas mehr, aber die Püppchen (mit reichlich Zubehör) machen durchaus etwas her. Die hätte ich als Kind bestimmt gerne gehabt.


Als besonderes Schmankerl: Kevin-Darsteller Macaulay Culkin hat vor kurzen zusammen mit dem Angry Video Game Nerd alle „Home Alone“-Videospiele getestet. Das Video dazu gibt es hier: