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Konstantin Wecker legt sich mit FDP-Chef an

Dieser Post hat es in sich. Kurz bevor der Sänger und Liedermacher Konstantin Wecker am Donnerstagabend im Bayreuther Zentrum zur Lesung seiner Biografie antritt, hat er in den sozialen Medien Dampf abgelassen. Sein Gegner: FDP-Chef Christian Linder. Sein Thema: Schüler, die für das Klima streiken, wie das am Freitag auch wieder in Bayreuth der Fall sein wird. Die Reaktionen: 19.000 Likes.

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In einer Art Wutrede kritisiert Wecker den FDP-Chef, der zuvor die Schülerstreiks fürs Klima kritisiert hatte.

Weckers Post im Wortlaut:

Christian Lindner,

Sie sind also der Meinung, man sollte den Klimaschutz den Profis überlassen und Schüler sollten freitags zur Schule gehen.

Sind Sie jetzt unter die Kabarettisten gegangen? Oder war das noch einem Hangover vom Karneval geschuldet?

Es waren doch genau die Profis, die unsere Erde in diesen katastrophalen Zustand versetzt haben. Eine kriminelle Vereinigung von unbelehrbaren oder korrupten Politikern, bestechlichen Wissenschaftlern, geldgeilen Lobbyisten – aber: Profis allesamt.

Nein Herr Lindner, viele Jugendliche haben zu Recht die Schnauze voll von all diesen Profis. Was wir jetzt brauchen, sind idealistische Amateure, Schulschwänzer, Träumer, die uns alten Säcken immer wieder vor Augen führen, dass wir ihre Zukunft schon fast zerstört haben.

Ich kann mir gut vorstellen, was für eine Panik gewisse Kreise davor haben, dass da ein neues und modernes ‘68 wieder aufleben könnte.

Ich fände es großartig.

„Unter den Talaren, der Muff von tausend Jahren“ – „Keine Macht für niemand!“ – zeig‘s ihnen, Greta!

Die Welt muss weiblich werden!

(Konstantin Wecker)

 

Christian Lindner hatte zuvor in einem Interview mit Bild am Sonntag den Satz gebraucht: „Klimaschutz ist was für Profis“ und damit die Schülerstreiks kritisiert.

Foto: Bild.de

Hier geht’s zum Interview.

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