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Korner auch Nationalcoach? Diese Größen haben es vorgemacht

Wird Raoul Korner neuer Nationaltrainer Österreichs? Würde sein Engagement bei medi bayreuth unter der Doppelbelastung leiden? Diese Fragen gehen medi-Fans seit gestern durch den Kopf. Doch dass ein guter Trainer auch gleichzeitig mit zwei Teams Erfolg haben kann, haben schon mindestens zwei Trainergrößen vor Korner bewiesen.

Korner nach Österreich?

Gestern vermeldete Sky Sports Austria, dass Raoul Korner der Wunschkandidat für den Trainerposten der Österreichischen Basketballmannschaft sei. medi-Headcoach Korner soll demnach auf Mike Coffin folgen und die Qualifikation für die EM 2021 einfahren. Sein Posten als Headcoach von medi bayreuth bliebe hiervon unberührt. 

Sollte medi dem Österreicher die Freigabe erteilen, könnte Korner also in Zukunft sowohl für Bayreuth als auch für die Alpenrepublik auf der Trainerbank sitzen. Dass bei einer solchen Doppelbelastung der Erfolg nicht auf der Strecke bleiben muss, haben zwei Trainergrößen bereits bewiesen. 

Raoul Korner: Bald doppelt gefordert? Foto: Susanne Jagodzik

Trainerlegende Pešić

Das erste Vorbild für Korner könnte Svetislav Pešić sein. Der Star-Trainer, der derzeit den FC Barcelona coacht, ist seit 1982 als Trainer im Geschäft. Dabei hat er zahlreiche Titel eingefahren, wie die Weltmeisterschaft, zwei EM-Titel und zahlreiche Titel auf Vereinsebene.

Zwischen 2001 und 2002 war Pešić sowohl bei Jugoslawien als auch bei Rhein Energie Cologne angestellt. Mit den Kölnern holte der Jugoslawe 2002 die Vizemeisterschaft, mit seinem Heimatland wurde er im selben Jahr sogar Weltmeister. Jahre später, 2012, war der Erfolgstrainer dann erneut für zwei Teams aktiv. Dabei trainierte er Roter Stern Belgrad und die Deutsche Nationalmannschaft. Mit dem DBB-Team fuhr er in dieser Zeit die Qualifikation für die Europameisterschaft ein. Die Erfolge des Trainers sind im Dokumentarfilm „Svetislav Pesic – Mehr als nur ein Trainer“ verewigt.

Erfolgsgeschichte Bauermann

Noch länger war Dirk Bauermann in der Doppelrolle unterwegs. So trainierte der damalige Bamberger Chefcoach ab 2003 für fünf Jahre parallel den Deutschen Basketball Bund und das Bamberger Bundesligateam. Und das durchaus erfolgreich. Während dieser Zeit holte Bauermann mit den Bambergern zwei deutsche Meisterschaften, mehrere Vizemeistertitel und erreichte den Einzug ins Achtelfinale des ULEB-Cups. Mit Deutschland gewann der Erfolgstrainer 2005 die Silbermedaille bei der Europameisterschaft.

2008 legte er seinen Posten bei den Oberfranken zugunsten des Bundestraineramtes nieder. Zwei Jahre später suchte sich der damals immer noch aktive Deutschland-Coach dann wieder einen Verein: den FC Bayern München. Diese Doppelbeschäftigung hielt ein Jahr.