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Korner nach Frust-PK: „Ein Jahr Urlaub würde mir gut tun“

Nach dem Spiel medi bayreuth gegen s.Oliver Würzburg zeigte sich Raoul Korner fassungslos. Die 84:99-Heimniederlage bedeutete für medi auch das Ende des Playoff-Traums. Besonders erbost war der Bayreuther Trainer aber weniger über das Ergebnis, als über die Art und Weise. Sowohl in der Pressekonferenz als auch im anschließend VIP-Talk konnte der Head Coach von medi bayreuth seinen Ärger nicht verstecken.

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Mit Aussagen wie „Ich habe mich noch nie so geschämt!“ zeigte Korner deutlich seine Enttäuschung über die schwache Leistung seines Teams. Angesprochen auf seine Zukunft äußerte sich der Österreicher mit den Worten: „Nach der Saison brauche ich ein Jahr Pause.“ Deutliche Worte, die einen Abschied aus Bayreuth andeuten könnten.

Einen Tag danach äußerte sich Raoul Korner auf Nachfrage des bt zu seinem gestrigen Wutausbruch:

Es fühlt sich so an, dass im Moment mein Energielevel sehr weit unten ist und die Saison extrem fordernd ist und man den Wunsch nach einem Jahr Urlaub hat. Das kennt doch jeder. Da möchte man sich am liebsten ein Jahr lang auf eine Insel setzen, um wieder zu Kräften zu kommen.

Ein Jahr Pause ist aber sowieso immer eine Option. Ich bin seit 20 Jahren Profitrainer. Meistens ergibt sich das zwangsweise. Ein Vertrag läuft aus oder man findet keine geeignete neue Stelle. Das wollte ich immer vermeiden. Ich möchte den Zeitpunkt erwischen, bevor mir mein Körper sagt: Aus – Schluss!

Der gestrige Satz war aber aus den Emotionen heraus. Vielleicht hat es mehr Interpretationen nach sich gezogen als es sollte.

Raoul Korners Vertrag läuft offiziell bis 2020. Allerdings hat der Österreicher eine Ausstiegsoption zum Ende der laufenden Saison. Auf die Frage ob es bereits Angebote von anderen Vereinen gibt, antwortet medi-Coach:

Die Gespräche, die ich mit Bayreuth führe sind sehr konstruktiv, unterstützend und positiv.

Wir haben das aber von Beginn an so kommuniziert, dass wir am Ende der Saison bekannt geben, in welche Richtung es geht. Dabei werden wir es auch belassen.

Man kann viel interpretieren. Ich sage momentan gar nichts. Ich äußere mich zwar – aber ich sage nichts.

Coach Raoul Korner. Foto: Redaktion

Nun gelte es erst einmal den Blick nach vorne zu richten. Auf medi bayreuth wartet zum Abschluss der Saison zu Hause das Oberfrankenderby gegen Brose Bamberg. Dann soll das Team von Raoul Korner noch einmal Kampfgeist beweisen.

Grundsätzlich sollte jedem das gestrige Spiel nahe gegangen sein. Dazu kenne ich die Burschen zu gut. Jeder wird sich etwas vornehmen und soll sein Maximum geben.

Was mich ärgert ist, wenn man sich hängen lässt und sich seinem Schicksal ergibt. Man muss kämpfen.


Wechsel nach Ulm?

Während Raoul Korner seine Zukunft also noch offen lassen möchte, spekulieren Medien wie die Augsburger Allgemeine bereits über Raoul Korner als möglichen Kandidaten auf den zur neuen Saison frei werdenden Trainerposten bei ratiopharm ulm. Thorsten Leibenath, aktueller Ulmer Trainer, gibt nach der Saison seinen Posten ab und wechselt auf die Stelle des Sportdirektors. Somit wäre der Platz für einen neuen Mann an der Seitenlinie frei. Weitere, unter Anhängern diskutierte Optionen wie eine eventuell frei werdende Trainerposition in Bamberg oder eine Wiedervereinigung mit medis scheidenden Marketing-Leiter Tomas Kanovsky beim österreichischen Verband sind zum jetzigen Zeitpunkt rein spekulativ.