Veranstaltungen

Kreuzer Kerwa: Wolfgang Bosbach (CDU) kommt

Wolfgang Bosbach kommt. Der 67 Jahre alte Politiker aus Bergisch Gladbach ist einer der bekanntesten und beliebtesten Politiker aus dem wertkonservativen Lager der CDU. Am Sonntag, den 1. September, wird er ab 11 Uhr beim politischen Frühschoppen im Festzelt auf der Kreuzer Kerwa erwartet.

2015 stellte die CSU zum ersten mal einen Redner beim politischen Frühschoppen auf der Kreuzer Kerwa. Die SPD, die bis dato Jahr für Jahr einen prominenten Redner für die Veranstaltung fand, musste nach mehr als zehn Jahren erstmals passen.13 prominente Redner seien angefragt worden, 13 hätten abgesagt, erklärte der damals frisch gewählte Vorsitzende des SPD-Stadtverbandes, Halil Tasdelen. Und so ist die SPD-Generalsekretärin Yasmin Fahimi die bis heute letzte Rednerin der Genossen im Kreuzer Kerwazelt.

Seit 2015 in schwarzer Hand

Denn die CSU ließ sich nicht lumpen, sprang ein und präsentierte den ehemaligen Innenminister Hans-Peter Friedrich am Rednerpult. Das blieb fortan am Kerwa-Sonntag fest in schwarzer Hand im sonst tiefroten Stadtteil Kreuz.

Nach Friedrich kam Thomas Kreuzer, Chef der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. 2017 sprach der bayerische Innenminister Joachim Herrmann im Kreuzer Festzelt. Vergangenes Jahr schließlich besuchte Ministerpräsident Markus Söder die Kerwa.

Eklat in TV-Show

Bosbach ist unter allen deutschen Politikern wohl einer derer mit der meisten TV-Erfahrung. Kaum ein Talk-Format, in dem Bosbach nicht schon mindestens einmal Platz nahm. Für Schlagzeilen sorgte Bosbach, als er im Jahr 2017 die Talk-Show Maischberger inmitten der Aufzeichnung verließ. In der Sendung ging es um die Ausschreitungen während des G20-Gipfels in Hamburg im Sommer 2017. Die frühere Grünen-Politikerin Jutta Ditfurth sagte in der Sendung sinngemäß, die Polizei habe Demonstranten die Grundrechte verwehrt und sei gewalttätig geworden, weil Teilnehmer der Demos schwarz gekleidet gewesen seien. Später sagte Bosbach außerdem, Ditfurth habe seine Redebeiträge massiv gestört.

Zum letzten Mal in der Region trat Wolfgang Bosbach übrigens im September des vergangenen Jahres in Egloffstein bei Forchheim auf.

Bosbach war von 2000 bis 2009 stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und von 2009 bis 2015 Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages.  Am 24. Oktober 2017 beendete er seine politische Arbeit im Deutschen Bundestag. In mehreren Fernsehsendungen hatte Bosbach erklärt, dass er an Krebs erkrankt sei.