NachrichtenPolizeibericht

Kuriose Ausrede: Betrunkener baut Unfall auf A9

Am frühen Dienstagmorgen hat sich bei Münchberg auf der A9 ein Verkehrsunfall ereignet. Weil die Unfallstelle einem Trümmerfeld glich, musste die Fahrspur Richtung Norden zeitweise voll gesperrt werden.

Ein 40 Jahre alter Mann aus Polen war mit seinem VW Golf nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und danach wieder zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Dort fuhr er, nach ersten Erkenntnissen, auf einen unbekannten Sattelzug auf. Danach schleuderte der Pole weiter und krachte in die Mittelschutzplanke, wo das Fahrzeug liegen blieb.

Disco-Bekanntschaft am Steuer?

Beim Eintreffen der Polizei gab der Pole an, gar nicht gefahren zu sein. Es sei ein ihm unbekannter Mann aus der Ukraine gefahren, den er in einer Disco kennen gelernt hätte. Dieser Mann sei nach dem Unfall davongelaufen. Zeugen für diese Behauptung konnten nicht festgestellt werden.

Ohne Lappen und mit 1,6 Promille

Der Grund für diese Angaben wurde schnell klar. Bei dem Mann wurde ein Atemalkoholwert von 1,6 Promille festgestellt. Zudem war ihm die Fahrerlaubnis bereits 2013, nach einer Trunkenheitsfahrt in München, entzogen worden. Gegen den Mann wird nun wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Trunkenheit im Verkehr und Vortäuschen einer Straftat ermittelt.

Trümmerfeld bei Münchberg

Aufgrund des großen Trümmerfeldes, musste die Autobahn zeitweise gesperrt werden. Am Wagen des Polen entstanden etwa 10.000 Euro Schaden, an der Mittelschutzplanke und einem Verkehrsschild etwa 1.500 Euro. Wie hoch der Schaden am unbekannten Sattelzug liegt, ist unbekannt. Bei ihm wurde offenbar die linke Fahrzeugseite, inklusive eines Faches für Spanngurte und Rutschmatten beschädigt, da diese Gegenstände an der Unfallstelle aufgefunden wurden. Ob der Sattelzug den Unfall bemerkt hat, ist nicht bekannt.