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„Leblose Körper“: Drastisches Baustellenschild soll Leute abschrecken

„Betreten verboten!“ – Jeder kennt diese Schilder. An Baustellen und Privatgrundstücken sollen sie Menschen davon abhalten, unbefugt Orte zu betreten. Das funktioniert. Manchmal. Für den Weidener Bauunternehmer Klaus Gregor war das zu wenig. Deshalb hat er ein eigenes Schild entworfen: in drastischer Sprache.

Eine Warnung mit schwarzem Humor

„Betreten der Baustelle verboten!“: so beginnt das Schild der Gregor-Bau GmbH & Co. KG. So weit, so gut. Doch dann steigert sich die Warnung: „Nicht nur Kurz. Nicht nur eine Minute. Gar Nicht!“ Danach wird es drastisch: „Wir sind es leid, immer wieder leblose Körper vergraben zu müssen!“

Hinter der Warnung steckt natürlich eine große Prise schwarzer Humor. Geschäftsführer Klaus Gregor kam zusammen mit seinen Söhnen und Mitarbeitern auf den Spruch. Die normalen Schilder seien schon so bekannt, dass sie eigentlich kaum mehr eine Wirkung hätten.

Die normalen Schilder kennt jeder. Wir wollten die Leute richtig abschrecken: mit schwarzem Humor. 

(Klaus Gregor, Bauunternehmer)

Ein gewöhnliches „Betreten Verboten“-Schild. Für Bauunternehmer Klaus Gregor ist dies oft zu wenig. Symbolfoto: pixabay.

Zum Handeln gezwungen

Als es in der jüngeren Vergangenheit zwei „ziemlich gefährliche Vorfälle“ gab, sah sich Gregor zum Handeln gezwungen. Da seien Leute aus Neugierde auf der Baustelle herum gelaufen, als über ihren Köpfen gerade schwere Betonplatten mit einem Kran verhoben wurden. Ein anderes Mal sei ein Mann achtlos mit einem Roller auf der Baustelle herumgefahren und wäre fast mit einem Baufahrzeug kollidiert.

Uns war es wichtig, dass das Schild auffällt. Also haben wir es sehr groß erstellt und auch rote Buchstaben verwendet.

(Klaus Gregor über das Design des „Betreten Verboten“-Schilds)

Gute Resonanz

Bei Passanten komme das Schild sehr gut an, erklärt der Geschäftsführer. „Die Leute schmunzeln, wenn sie vorbeigehen. Viele machen auch Fotos“ führt er aus. Und manchmal würden die Bauarbeiter auch darauf angesprochen werden.

Für die Firma war das Schild lohnenswert: im doppelten Sinne. Zum einen, würden nun keine Unbefugten mehr auf den Baustellen herumlaufen, zum anderen, habe sich das mit dem Schild schnell herumgesprochen. Gregor hat seitdem schon mit 30-40 Pressevertretern gesprochen, sodass man nun auch in Norddeutschland die Weidener Firma Gregor Bau kennt.