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Leibspeise Kabel und Schläuche: Tipps gegen Marder im Auto

Es ist früh am Morgen, auf zur Arbeit. Doch plötzlich leuchtet eine Warnleuchte oder das Auto streikt komplett. Oft ist daran ein kleiner pelziger Vierbeiner Schuld – der Marder hatte Appetit. In Bayreuth gehört er zu den Wildtieren, die inzwischen am häufigsten in der Stadt vorkommen. Michael Schläger von Schläger Kfz, erklärt woran man erkennt, dass der Marder im Auto war und stellt Systeme vor, die ihn vertreiben sollen.

Motorraum
Motorraum. Foto: Redaktion

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Am liebsten beiße der Marder in Kabel und Schläuche, die offen im Motorraum verlegt sind, so Michael Schläger aus Bayreuth. Ob der Marder dabei lieber in ältere oder neuere Autos gehe, könne man pauschal allerdings nicht sagen.

Die ersten Anzeichen für einen Marder im Auto sind Fußspuren, die über das Autodach führen. Wenn man die Motorhaube öffnet findet man diese Spuren dann meist auch innen wieder.

(Michael Schläger, Inhaber von Schläger Kfz)

Scheu vor Hasendraht

Am besten sei es, das Auto über Nacht in eine verschlossene Garage zu stellen, sagt Schläger. Wer diese Möglichkeit nicht habe, könne aber trotzdem vorbeugen. Zum Beispiel, indem man sich einen Rahmen bastelt, in den ein sogenannter Hasendraht integriert ist. „Der Hasendraht sollte allerdings nicht direkt am Boden aufliegen, sondern etwas erhöht sein“, erklärt er. „Den Rahmen schiebt man dann direkt unter den Motorraum, sodass er beim Berühren federn kann.“ Der Marder scheue sich dann darüber zu laufen.

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Eine weitere Möglichkeit sei es, einen Marderschreck im Motorraum einzubauen. „Er funktioniert über Ultraschall und gibt Töne in hohen Frequenzen ab“, sagt Schläger. Das verschrecke den Marder meist. Allerdings gibt der Experte zu: Der Marderschreck wirke nur bedingt, nicht bei jedem Tier.

Unter Hochspannung

Eine weitere Variante – bei der man schon mal einen dreistelligen Geldbetrag ausgeben kann, die aber effektiver als Ultraschall sein soll – ist ein Marderabwehrgerät mit Hochspannung. „Das System wird fest im Motorraum verbaut. Es funktioniert ähnlich wie bei einem Weidezaun“, so Schläger. Der Marder werde dabei aber nicht verletzt sondern nur erschreckt. Bei mehrmaligen Marderschäden könne es sinnvoll sein, solch eine Anlage einzubauen, so Schläger.