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“Maßlos enttäuscht”: Deutliche Schlappe für HaSpo-Damen

Kein gutes Wochenende für die Bayernliga-Teams von HaSpo Bayreuth. Die Männer kamen beim abstiegsgefährdeten SV Anzing nicht über ein 24:24 (13:13) hinaus und die Damen kassierten beim MTV Stadeln eine deutliche 25:34 (14:20)-Schlappe. Das hatten sich beide Mannschaften anders vorgestellt. 

HaSpo-Herren spielen Unentschieden beim Abstiegskandidaten

Für das Team der Trainer Michael Werner und Marc Brückner war es der erste Punktverlust der Rückrunde. Zu Beginn legte HaSpo dabei jedoch gut los. Die Wagnerstädter führten 2:0 und 5:2 (10.) und hatten bis zum 6:3 (11.) alles im Griff. Die Hausherren kämpften sich mit ihrem lautstarken Publikum im Rücken dann aber in die Partie und erzielten beim 8:8 (21.) den Ausgleich. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich eine sehr hitzige sowie harte Begegnung, in der vor allem die Anzinger Defensive beherzt zugriff.

Während HaSpo sich durch das harte Spiel der Gastgeber beeindrucken ließ, stand die eigene Abwehr nicht so stabil wie gewohnt. Oft war Bayreuth gegen die sich gut bewegenden Hausherren einen Schritt zu spät, sodass das 13:13 zum Seitenwechsel dem Spielverlauf entsprach. Zudem ließ HaSpo im Angriff – auch später im zweiten Durchgang – etliche Chancen liegen, sodass beim SV Anzing der Torhüter Lucas Scharder zum Man of the Match avancierte. 

Dem Rückstand hinterhergelaufen

Im zweiten Durchgang ging HaSpo mit 14:13 in Front, um im Anschluss bis zum Ende einem Rückstand hinterherzulaufen. Die derzeit auf dem elften Rang stehenden Anzinger warfen alles in die Waagschale und enteilten über 18:16 auf 21:18 (45.). Gerade zu diesem Zeitpunkt, als sich im Anzinger Sportzentrum das Gefühl breit machte, dass HaSpo an diesem Tag gut für eine Niederlage ist, kassierte mit Jonathan Limbrunner einer der Leistungsträger der Oberbayern völlig zurecht die rote Karte aufgrund eines Schlages ins Gesicht von Paul Saborowski. 

Zwar machten die Hausherren unbehelligt weiter, aber nun war die Bayreuther Defensive präsenter. Zudem hatte HaSpo mit Robin Hennig einen guten Rückhalt im Tor, nachdem sich Nick Tornow im ersten Durchgang schon gut präsentiert hatte. Das 22:22 (53.) markierte den ersten Gleichstand seit dem 15:15 und kurz danach hatten die Gäste sogar die Chance in Führung zu gehen. Jedoch wurde diese vergeben und auch in den letzten Minuten schaffte man es beim Stand von 24:24 nicht mehr in Front zu gehen, sodass aufgrund des Spielverlaufes am Ende ein gerechtes Unentschieden zu Buche stand.

Weiter an der Spitze 

Trotz des enttäuschenden Ergebnisses liegen die Bayreuther (27:7) weiterhin an der Spitze der Bayernliga, da die TG Landshut (26:8) ihr Heimspiel überraschend deutlich mit 28:35 gegen den nächsten HaSpo-Gegner DJK Waldbüttelbrunn (29. Februar) verlor. Der VfL Günzburg (26:6) war zu Hause gegen den TSV Lohr mit 32:25 erfolgreich und hat ein Spiel weniger absolviert als die Konkurrenz. 

Die HaSpo-Herren mussten sich in Anzing mit einem Unentschieden zufrieden geben. Archivfoto: Thorsten Böhner.

Sehr deutliche Schlappe für die HaSpo-Damen

Maßlos enttäuscht waren auch die HaSpo-Damen nach ihrem Auftritt bei ihrem unteren Tabellennachbarn MTV Stadeln. Nachdem vergangene Woche fast noch der Spitzenreiter HSG Würm-Mitte zu Fall gebracht worden war, ließen die Bayreutherinnen am Samstag beim MTV Stadeln vor allem in der Defensive einiges an Einsatzbereitschaft vermissen, sodass die Niederlage mit 25:34 (14:20) sehr deutlich ausfiel. 

HaSpo-Trainer Udo Prediger äußerte sich im Anschluss wie folgt: „Mit 34 Gegentreffern wird es schwer zu gewinnen. Unsere Abwehr stand heute überhaupt nicht gut und zudem habe ich etwas den richtigen Willen vermisst, das Spiel unbedingt zu gewinnen. Das war letzte Woche deutlich besser.“ Bis zum 8:7 (15.) hielt HaSpo noch mit, ehe Stadeln über 12:8 bis zum Seitenwechsel auf 20:14 davonzog. 

Aufholjagd schnell verpufft

Zu Beginn des zweiten Abschnittes legten die Bayreutherinnen eine Schippe drauf und verkürzten zum 18:22. Das Aufbäumen verpuffte dann aber wieder schnell, denn Stadeln sorgte durch fünf Treffer in Folge bereits beim 27:18 (41.) für die Vorentscheidung, sodass es für die Gäste nur noch darum ging, nicht komplett unter die Räder zu kommen. Dies gelang nur bedingt: Die Mittelfränkinnen, die durch den Erfolg bis auf zwei Zähler an HaSpo heranrückten, bauten die Führung noch weiter aus und hatten beim 34:22 (53.) den höchsten Vorsprung erreicht. Da die HaSpo-Damen in den letzten sieben Minuten keinen Treffer mehr zuließen, konnten sie noch etwas Ergebniskosmetik betreiben, wobei die Niederlage mit 25:34 doch sehr klar ausfiel. 

Nun folgt in beiden Bayernligen ein spielfreies Wochenende, ehe es für die HaSpo-Teams am 29. Februar im heimischem Schulzentrum Ost weiter geht. Dann haben die Damen um 17:30Uhr die HG Zirndorf (5.) zu Gast und die Männer treffen um 19:30Uhr auf die formstarke DJK Waldbüttelbrunn (5.).


Text: David Schreibelmayer