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medi bayreuth im Actic Cup: Alles über Gegner Brose Bamberg

39 Tage vor dem Start des FIBA Europe Cup, empfängt medi bayreuth am Wochenende beim Actic Cup 2019 Darussafaka Istanbul, Brose Bamberg und die MHP Riesen aus Ludwigsburg. Alle drei Teams haben in den letzten Jahren, auch international, von sich reden gemacht. Das Bayreuther Tagblatt stellt die Kontrahenten der Heroes of Tomorrow vor.

Das ist Brose Bamberg

Lange Jahre gab es für die Fans von medi bayreuth in den Spielen gegen den Lokalrivalen Brose Bamberg wenig Grund zu jubeln. Zwar kämpften die Heroes of Tomorrow immer bis zur Schlusssirene, am Ende setzte sich der damals so überlegen scheinende Serienmeister aus Bamberg aber immer irgendwie durch.

Das war für die Bayreuther wahrlich keine Schande, dominierten die Bamberger den Basketball in Deutschland zwischen 2010 und 2017 scheinbar nach Belieben. Das Team aus der Domstadt holte in diesen acht Jahren national sieben Meistertitel und vier Pokalsiege. International war „Freak City“ damals ein Dauergast in der Euroleague, dem höchsten der internationalen Wettbewerbe. Das Bamberger Team der Saison 2015/16 gehört laut easyCredit BBL sogar zu den stärksten deutschen Basketballteams aller Zeiten.

Aufbäumen gegen den Serienmeister

Doch dann bröckelte die Dominanz. Als sich medi bayreuth und Brose Bamberg dann am 2. Januar 2018 in der Oberfrankenhalle gegenüberstanden, begegneten sich die Teams auf Augenhöhe. Bei einem Sieg hatten die Bayreuther hier sogar die Chance, den damaligen Branchenprimus um Tableau zu überholen. 

Das Team von Raoul Korner nutzte diese Chance. Angeführt von einem glänzend aufgelegten Gabe York triumphierte medi mit 85:75. Es war der erste Derbysieg seit mehr als zwei Jahrzehnten. Bayreuth stand Kopf. Fast auf den Tag genau ein Jahr später, am 3. Januar 2019, gab es dann wieder Grund zu feiern: Dort setzten die Bayreuther sogar noch einen drauf und holten den lange ersehnten Auswärtssieg in Bamberg.

Ein Neustart mit Höhen und Tiefen

Die heutige Bamberger Mannschaft ist nicht mehr mit dem Spitzenteam der letzten Jahre zu vergleichen. Seit Februar 2018 wechselte das Team vier Mal den Trainer, der für die letzte Saison ausgerufene Neustart endete im Viertelfinale der BBL-Playoffs gegen Aufsteiger Vechta: für die Ansprüche der Bamberger zu früh.

In den Pokalwettbewerben spielten die Bamberger dennoch groß auf. Neben dem Sieg im BBL-Pokal in eigener Halle gegen ALBA BERLIN, zog das Team auch sensationell in das Final Four der Basketball Champions League ein. Die Auftritte dort waren für Bamberg-Fans jedoch eher Leistungen zum Vergessen. Im Halbfinale gelangen dem Brose-Team gegen den späteren Sieger Bologna nur magere 50 Punkte. Auch im Spiel um den dritten Platz gegen Antwerpen kamen die Bamberger nicht über 58 Punkte hinaus. 

Schon wieder ein Umbruch

Für diese Spielzeit wurde also, im zweiten Jahr in Folge, ein Neustart in Bamberg ausgerufen. Dabei wurde der Kader runderneuert. Das Team trennte sich, neben dem Coach, sowohl von den absoluten Leistungsträgern wie Tyrese Rice oder Klub-Legende Nikolaos Zisis als auch von den meisten anderen Akteuren, wie dem aus Sicht der Fans enttäuschenden Top-Verdiener Ricky Hickman. 

medi bayreuth vs. Brose Bamberg
Nicht mehr für Bamberg auf dem Parkett: Brose-Legende Nikos Zisis. Archivfoto: Frederik Eichstädt.

Der neue Mann an der Seitenlinie der Domstädter heißt Roel Moors. Er kommt von den Telenet Giants aus Antwerpen und hatte die Bamberger erst im Champions League Final Four im Spiel um Platz drei besiegt. Dort spielte auch Point Guard Paris Lee groß auf, der seinem Coach nach Bamberg folgt und künftig das Brose-Trikot tragen wird. Weitere Neuverpflichtungen der Bamberger sind Tre McLean und der Ex-medi Spieler Assem Marei. Der Ägypter stand damals beim ersten medi-Sieg gegen Bamberg seit über 20 Jahren noch im Kader der Bayreuther.