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medi bayreuth: Klarer Sieg im ersten Testspiel

Die basketballfreie Zeit hat ein Ende! Am Freitagabend haben die Heroes of Tomorrow in ihrem ersten Testspiel die Nürnberg Falcons in der Oberfrankenhölle begrüßt. Am Ende gewann medi bayreuth mit 89:68.

James Robinson am Ball. Foto: Susanne Jagodzik

Erste Standortbestimmung

Dieses erste Testspiel der Saison war etwas ganz besonders. Und das lag nicht nur daran, dass sich das neue Team um Head-Coach Raoul Korner das erste Mal den Fans präsentierte. Eigentlich hatte sich die Mannschaft aus Nürnberg als Vizemeister der ProA den Aufstieg in die Bundesliga sportlich verdient. Nach einem langen Hin und Her verwehrte die BBL den Falcons dann allerdings die Lizenz. Damit war ein weiteres Franken-Derby für medi bayreuth hinfällig.

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Wir freuen uns, dass das Spiel jetzt doch zustande kam. Wir waren schon beim Aufstieg der Nürnberger dabei und wurden so herzlich empfangen. Da hat sich wirklich eine Freundschaft entwickelt. Klar wollten wir gewinnen, aber am Ende war es trotzdem ein Freundschaftsspiel.

(Sibylle Hammon, Bayreuth Bats)

Auch die Stimmung in der Halle zeugte nicht davon, dass es sich hier „nur“ um ein Testspiel handelte. Zu Beginn der Partie schickte Coach Raoul Korner die Neuzugänge Charles Cooke, James Robinson, James Woodard, Justin Raffington, und Evan Bruinsma aufs Parkett. Ausgerechnet Basti Doreth fehlte aber beim Spiel gegen Nürnberg. Der gebürtige Nürnberger wurde in der Nacht zum Freitag zum zweiten Mal Vater.

Eine hartumkämpfte Partie. Foto: Susanne Jagodzik

Überlegene Gastgeber

medi startete gleich mit einem Dreier in das erste Testspiel der Saison. Doch viele Ballverluste und nur wenige Punkte im ersten Viertel machten deutlich, dass sich die Heroes of Tomorrow erst noch als Team finden mussten. Nach ersten Anlaufschwierigkeiten fand das Team von Raoul Korner dann aber doch immer besser ins Spiel und präsentierte sich gegenüber den Gästen aus Nürnberg deutlich überlegen.

Vor allem von den Dreier-Linie präsentierte sich medi im ersten Testspiel der Saison stark. Foto: Susanne Jagodzik

Vor allem im zweiten Viertel gab medi bayreuth den Fans schon einen kleinen Vorgeschmack auf das, was in der neuen Saison möglich sein könnte und zog mit 18 Punkten davon.

Abstimmungsprobleme in der Defense sorgten allerdings dafür, dass die Gäste mit einem 13-Punkte-Lauf in die zweite Hälfte starteten und die Partie so zunehmend ausgeglichener gestalteten. Nach dem dritten Viertel stand es 63:61 für medi. Doch medi ließ sich davon nicht beirren. Eine Schrecksekunde gab es kurz vor Schluss als Justin Raffington nach einem Zweikampf für einige Momente am Boden liegen blieb. Allerdings konnte der Ersatz für Andreas Seiferth nach kurzer Pause weiterspielen. Am Ende stand es 89:68. Top-Scorer der Partie auf Seiten von medi bayreuth war Bryce Alford mit 17 Punkten.

Kampf unter dem Korb. Foto: Susanne Jagodzik

„Wir haben uns gefreut hier zu sein“

Das Endergebnis war für die Gäste aus Nürnberg am Ende nebensächlich. Viel mehr stand für die 20 Mann aus Nürnberg der Spaß und das Wiedersehen mit den Bats im Vordergrund.

Eine wahre Fan-Freundschaft zwischen Bayreuth und Nürnberg. V.l.n.r.: Sibylle Hammon, Martin Roth und Jürgen Schwarz. Foto: Susanne Jagodzik

Wir sehen das nicht als nachgeholtes Liga-Spiel an. Da die Bayreuth Bats auch oft bei unseren Heimspielen sind, genießen wir es einfach nur auch einmal ein Spiel gegeneinander zu spielen.

(Martin Roth, Noris BlockErs)

Foto: Susanne Jagodzik

Für medi geht es nun Schlag auf Schlag. Nach dem Testspiel am Freitag reisen die Heroes of Tomorrow bereits am Samstag ins einwöchige Trainingslager in die Olympia World nach Innsbruck. Am 30. August steht dann das nächste Testspiel gegen MLP Academics Heidelberg an. Auch dieses Spiel wird seinen ganz eigenen Charakter haben und für Emotionen sorgen. Denn dann heißt es endgültig „Servus Steve“. Nach fünf Jahren hatte Steve Wachalski im Mai seinen Abschied aus Bayreuth bekannt gegeben. Das Testspiel gegen Heidelberg ist gleichzeitig sein Abschiedsspiel.

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