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medi: Raoul Korner bleibt in Bayreuth

Raoul Korner wird medi bayreuth als Headcoach erhalten bleiben. Das verkündeten Raoul Korner, medi-Geschäftsführer Björn Albrecht und Matthias Haufer (Leiter Sport) auf der Pressekonferenz über die sportliche Zukunft bei medi bayreuth. Obendrein wagten sie einen Ausblick auf die kommende Saison und analysierten die abgelaufene Spielzeit.

Raoul Korner spricht von seiner Vertragsverlängerung. Foto: Susanne Jagodzik.

Korners Beweggründe

Raoul Korner erklärte, dass er in Bayreuth am richtigen Ort sei. Als Ziel hat sich der Österreicher gesetzt, die Euphorie seiner ersten beiden Jahre in Bayreuth wieder aufleben zu lassen. Nach einer der enttäuschendsten Saisons seiner Karriere, blickt der Headcoach positiv nach vorne und freut sich auf die kommenden Aufgaben. Obendrein sieht Korner die Einsetzung von Matthias Haufer einen weiteren großen Schritt in Richtung Professionalisierung als getan.

Im Interview mit dem Bayreuther Tagblatt sprach Raoul Korner im Anschluss an die Pressekonferenz darüber, ob er jemals daran gedacht hat, medi bayreuth nach dieser Saison zu verlassen.

bt-Interview mit Raoul Korner

Neue Rahmenbedingungen

Geschäftsführer Björn Albrecht informierte die anwesenden Medienvertreter über die Rahmenbedingungen der neuen Saison. Eine Herausforderung für medi bayreuth wird es sein, einen Etat zu definieren. Momentan ist dies noch recht komplex, da noch nicht geklärt ist, ob und in welchem internationalen Wettbewerb medi bayreuth in der nächsten Saison spielen wird. In den kommenden Wochen wird sich hierbei zeigen, ob die Heroes of Tomorrow eventuell durch eine Wildcard in einen Wettbewerb kommen wird. Für Bayreuth gilt hier der FIBA Europe Cup als wahrscheinliches Ziel.

Björn Albrecht. Foto: Susanne Jagodzik.

Kaderplanung und sportliche Situation

Zur Kaderplanung erklärte der Leiter Sport, Matthias Haufer, dass er erleichtert darüber ist, dass Raoul Korner medi bayreuth erhalten bleibt. In Zukunft würde die Zusammenarbeit zwischen dem Trainerteam und Haufer noch enger werden. Insgesamt hängen die meisten der Entscheidungen natürlich davon ab, wie hoch der Etat letztlich ausfallen wird. Dennoch wird medi bayreuth ab sofort in die Kaderplanung einsteigen, da es inzwischen nicht mehr möglich ist, abzuwarten. Früher konnte man noch zu späten Zeitpunkten des Transferfensters super Spieler verpflichten. Das wäre heute nicht mehr möglich, unter anderem durch die größere NBA G-League.

Matthias Haufer. Foto: SJ

Heutzutage müsse man den Spielermarkt jeden Tag des Jahres im Auge behalten. Es wäre unabdingbar, dass jemand den Markt an Talenten pausenlos im Blick hat. Darüber hinaus steht hierbei auch die Nachhaltigkeit der Vereinsphilosophie im Vordergrund.

Kader für die neue Saison

Für die neue Saison steht ein Grundgerüst des Kaders bereits fest. Bastian Doreth, Andreas Seiferth und Lukas Meisner werden auch im nächsten Jahr im Team der Heroes of Tomorrow stehen. Daneben werden viele der ausländischen Spieler wohl den Verein verlassen. Ein Spieler, den Korner auch in der nächsten Saison unbedingt in Bayreuth sehen möchte, ist De’Mon Brooks. Dabei wird der Verein sicher an seine Grenzen gehen. Die Entscheidung in dieser Sache wird nicht in den nächsten Tagen fallen, dennoch bleibt die Türe in beide Richtungen offen.

Saisonrückblick

Die Saison hatte für medi bayreuth 51 Spiele. Am Ende bleibt das Ergebnis etwas schlechter als in den Jahren zuvor. Für Raoul Korner war die Saison enttäuschend. Bereits in der Vorbereitung hatte das Team mit vielen Verletzungen zu kämpfen. Bereits früh in der Saison zeigte sich, laut Korner, dass dem Team ein Führungsspieler fehlte, der Souveränität ausstrahlen würde und der Mannschaft Rückhalt gibt. Die Verletzung Hassan Martins im Januar verschlechterte diese Situation noch weiter. Als Highlights nannte der Österreicher die Partie gegen Polski Cukier Torun, das Spiel in Bamberg und die Overtime-Niederlage in München.

medi bayreuth Pressekonferenz. Foto: Susanne Jagodzik.

Für Korner besonders bitter, war die Art und Weise wie einige der medi bayreuth-Spieler mit der Krise im Frühjahr umgegangen sind. Der Österreicher nannte hierfür die Lethargie und Körpersprache einiger seiner Mannen. So ist die Mannschaft am Ende sportlich hinter ihren Möglichkeiten geblieben. Einige der Schlüsselspieler haben nicht so funktioniert, wie das Trainerteam es geglaubt hatte. Obendrein gab es größeres Verletzungspech als in den Jahren zuvor. Ein Führungsspieler, Bastian Doreth, würde nicht reichen. Denn ohne Führung (Leadership), gäbe es keinen Erfolg.